Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 14.06.2021
Morning news

BP erwägt Ausgliederung des Irak-Geschäfts

Topic of the day

BP arbeitet mehreren Informanten zufolge an einem Plan, sein Irak-Geschäft in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern. Der Plan ist Teil der Strategie des Ölmultis, seine Assets und Investitionspläne in Richtung CO2-ärmere Energieerzeugung umzuschichten. In dem neuen Unternehmen wäre BPs Anteil am riesigen irakischen Rumaila-Ölfeld - einem der grössten der Welt - angesiedelt. Auch wäre das neue Unternehmen den Plänen zufolge im gemeinsamen Besitz mit der China National Petroleum Corp., einem der lokalen Partner des britischen Unternehmens, so die Informanten. Das neue Unternehmen würde seine eigenen Schulden halten, getrennt von BP, und es wird erwartet, dass es Gewinne über Dividenden ausschüttet, fügten die Personen hinzu. Der Plan zielt darauf ab, BP mehr Flexibilität zu geben, um in CO2-arme Energie zu investieren, indem er dem Unternehmen ermöglicht, seine Ausgaben für Öl und Gas zu reduzieren, sagten die Personen. BPs Plan für sein irakisches Geschäft ähnelt den Informanten zufolge seinen Plänen in Angola.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Freitag mit leichten Gewinnen in das Wochenende verabschiedet. Der SMI markierte im Verlauf einmal mehr ein Rekordhoch. Der Index gewann 0,3 Prozent auf 11.841 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursgewinner und vier -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 29,68 (zuvor: 31,08) Millionen Aktien. Der positive Trend bei den Pharma- und Gesundheitswerten setzte sich auch zum Ende der Handelswoche fort. Die Titel von Lonza, die in der zurückliegenden Woche von der US-Zulassung des Alzheimer-Medikaments von Biogen nach oben gezogen wurden, verbuchten weitere Aufschläge von 1,3 Prozent. Alcon gewannen 1,4 Prozent und waren damit Tagessieger. Roche (+0,4%) und Novartis (-0,3) blieben indessen zurück. Ansonsten gab es bei den Anlegern keine klaren Präferenzen. Für die Aktie des Vermögensverwalters Partners Group ging es um 1,3 Prozent aufwärts. Holcim gewannen 0,6 Prozent. Wie bereits am Vortag profitierte die Aktie von guten Aussichten für den Bausektor. Dem Sektor wird mit den Corona-Lockerungsmassnahmen und einer damit verbundenen Konjunktur-Erholung eine gute Geschäftsentwicklung prognostiziert.

International markets

Europe

Mit Aufschlägen haben Europas Börsen am Freitag den Handel beendet. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) bzw. die Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise sind aus Marktsicht gut gelaufen. Eine Reduzierung der Wertpapierkäufe ist für die EZB derzeit kein Thema, während die Anleihemärkte auf den stark gestiegenen Inflationsdruck in den USA sogar mit fallenden Renditen reagiert haben. Mit Blick auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche ist das Aufwärtspotenzial im DAX nach Einschätzung aus dem Handel jedoch begrenzt. Die besser als erwartet ausgefallene US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Juni setzte keine zusätzlichen positiven Akzente. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 15.693 Punkte. Vor allem die Auto-Aktien schoben den Index an, sie legten um bis zu 2,0 Prozent zu. "Die Mai-Absatzzahlen von VW bestätigen den positiven Trend", so ein Marktteilnehmer. Der Euro-Stoxx-50 zog um 0,7 Prozent auf 4.127 Punkte an. Der Bankensektor hinkte mit einem Plus von 0,1 Prozent der Entwicklung an den Gesamtmärkten etwas hinterher. Im DAX gaben Deutsche Bank 1,7 Prozent ab, Commerzbank büssten 1,8 Prozent ein. "Über die Zinsmargen sind die Banken der Verlierer des Renditerückgangs", so ein Händler. In den USA fielen die Renditen der Langläufer am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit drei Monaten, und auch in Europa standen sie unter Druck: "Der Markt ist nach wie vor der Meinung, dass die hohe Inflation nur ein temporäres Phänomen ist", so der Marktteilnehmer.

United States

Die Wall Street hat die Handelswoche mit leichten Aufschlägen beendet. Nachdem der S&P-500 am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch geklettert war und auch die anderen Indizes sich in Sichtweite ihrer Allzeithochs befinden, verlief der Handel insgesamt zurückhaltend. Nach dem unerwartet deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise am Vortag seien die Blicke nun bereits auf die Sitzung der US-Notenbank am kommenden Mittwoch gerichtet, hiess es. Der Dow-Jones-Index schloss nahezu unverändert bei 34.480 Punkte, der S&P-500 legte 0,2 Prozent zu. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,4 Prozent nach oben. Dabei gab es insgesamt 2.111 (Donnerstag: 1.765) Kursgewinner und 1.223 (1.558) -verlierer. Unverändert schlossen 145 (158) Titel. Bislang wird der weiter zunehmende Preisdruck von der US-Notenbank lediglich als temporär dargestellt. Die Investoren befürchten jedoch unverändert, dass dieser die Fed doch früher als geplant zu einer Straffung der Geldpolitik zwingen könnte. Daher wird verstärkt auf Hinweise seitens der Fed in der kommenden Woche geschaut. Der US-Dollar notierte fester, der Dollar-Index legte um 0,5 Prozent zu. Der Euro gab 0,5 Prozent nach auf 1,21 Dollar. Der Dollar dürfte in den nächsten 12 bis 18 Monaten gegenüber den meisten Währungen aufwerten, da die Renditen von US-Staatsanleihen schneller steigen als anderswo, so Capital Economics. Für die Curevac-Papiere ging es um 7,5 Prozent nach unten. Der Impfstoff des Unternehmens wird für die laufende Impfkampagne in Deutschland nicht eingeplant, da es noch keine Zulassung gebe.

Asia

Feiertage an den chinesischen Börsen - einschliesslich jener in Hongkong – und in Australien sorgen am Montag für ein dünnes Geschäft an den regulär arbeitenden ostasiatischen Aktienmärkten. In Tokio legt der Nikkei-Index immerhin um 0,6 Prozent auf 29.120 Punkte zu, nachdem er im Frühhandel etwas stärker gestiegen war. Unterstützung kommt von der Währungsseite, wo der Dollar seit Freitag etwas deutlicher zugelegt hat, was günstig für die japanischen Exportunternehmen ist.

Bonds

Am Anleihemarkt erholten sich die Renditen etwas von ihrem Rücksetzer am Vortag. Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltenden Unsicherheiten hinsichtlich der Inflationsentwicklung. Für die Rendite zehnjähriger US-Papiere ging es um 1,2 Basispunkte auf 1,45 Prozent aufwärts.

Analysis

JP Morgan erhöht Ziel Lloyds Banking auf 59 (54) p – Overweight
Credit Suisse erhöht Valiant-Ziel auf 100 (93) CHF – Neutral
UBS erhöht Ziel OC Oerlikon auf 12,80 (11,70) CHF – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.