Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 10.06.2021
Morning news

US-Start-up Marqeta mit erfolgreichem Börsendebüt

Topic of the day

Das Finanz-Start-up Marqeta hat zur Wochenmitte ein erfolgreiches Debüt an der Wall Street hingelegt. Der erste Kurs wurde mit 32,50 Dollar festgestellt und damit deutlich über dem Ausgabepreis von 27 Dollar. Dieser lag bereits über der ursprünglichen Preisspanne von 20 bis 24 Dollar. Das Tageshoch lag bei 32,75 Dollar. Zu Handelsschluss notierte die Aktie bei 30,52 Dollar, ein Plus von 13,0 Prozent zum Ausgabepreis. Auf Basis des Schlusskurses ergibt sich eine Bewertung von rund 16 Milliarden Dollar. Marqeta verkaufte 45,45 Millionen Aktien, wie das Unternehmen mitteilte. Darüber hinaus besteht für die Underwriter die Option, innerhalb von 30 Tagen weitere 6,828 Millionen Aktien zum IPO-Preis zu erwerben. Marqeta bietet Bezahlkarten für Unternehmen an. Im vergangenen Jahr konnte es seinen Umsatz auf 290 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Im ersten Quartal lagen die Erlöse bei 108 Millionen Dollar. Den Verlust grenzte Marqeta 2020 auf 47,7 Millionen Dollar ein von 58,2 Millionen im Vorjahr. Im ersten Quartal sank der Verlust auf 12,8 von 14,5 Millionen Dollar. Das Volumen der über die Marqeta-Plattform verarbeiteten Zahlungen legte im Quartal um 167 Prozent auf 24 Milliarden Dollar zu. Wichtigster Kunde ist der Finanzdienstleister Square.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel zur Wochenmitte mit deutlichen Aufschlägen beendet. Der SMI schloss dabei auf einem Allzeithoch. Der Index gewann 1,1 Prozent auf 11.788 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 9 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 32,54 (zuvor: 38,34) Millionen Aktien. Angetrieben wurde der SMI - wie bereits an den Vortagen - von den Pharmawerten. Lonza (+3,3%) und Roche (+3,1%) profitierten erneut von der US-Zulassung des Alzheimer-Medikaments von Biogen. Lonza kam dabei auch eine deutliche Kurszielerhöhung durch die Analysten von Jefferies zu gute. Nachdem Novartis (+2,3%) zuletzt das Nachsehen hatten, waren die Titel nun ebenfalls gesucht. Gut lief es auch für den Luxuswert Richemont mit Aufschlägen von 0,8 Prozent. Die Titel des Wettbewerbers Swatch (-0,4%) blieben indessen deutlich zurück. Die Aktien des Index-Schwergewichts Nestle gewannen 0,5 Prozent und zogen den Index weiter nach oben. Für die Aktie des Vermögensverwalters Partners Group ging es um 0,5 Prozent nach unten. Unter den Nebenwerten verloren U-blox 0,5 Prozent. Berichten zufolge breitet das Unternehmen ein neues Übernahmeangebot für die britische Telit Communications vor. Frühere Übernahmegespräche zwischen beiden Unternehmen waren gescheitert.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Mittwoch mit kleinen Abgaben geschlossen. Bei dünnen Umsätzen war von Zurückhaltung der Anleger die Rede. Die Investoren dürften kaum neue Positionen eingegangen sein vor der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Mehrzahl der Beobachter geht davon aus, dass die EZB ihre Geldpolitik bestätigen wird. Eine Minderheit schliesst allerdings eine Reduzierung der PEPP-Käufe nicht aus, was am Markt nicht gut ankommen würde. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 15.581 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewann dagegen einen Punkt auf 4.097 Punkte, hier stützten auch deutliche Aufschläge bei Pharmaktien. Der Pharmasektor in Europa führte die Gewinnerliste mit Aufschlägen von 1,9 Prozent an. Biogen stiegen in den USA bis Börsenschluss Europa um 2,4 Prozent, Lonza um 3,3 Prozent oder Merck KGaA um 2,8 Prozent. Für die Aktie von Inditex ging es nach Vorlage von Zahlen um 2,2 Prozent nach unten. Aixtron schlossen 7,8 Prozent fester. Der Anlagebauer hat nach einer Reihe von Grossaufträgen die Prognose für Auftragseingänge, Umsatzerlöse und EBIT-Marge erhöht. Zooplus legten um 3,1 Prozent zu nach einer Kaufempfehlung durch Baader. Die europäischen Fluglinien lagen gut im Markt. Lufthansa stiegen um 2,9 Prozent, Air France-KLM um 3,3 Prozent und IAG um 2,9 Prozent. Ryanair zogen um 1,5 Prozent an. Heidelberger Druckmaschinen brachen um 11,1 Prozent ein. "Der Markt hat sich vom Ausblick mehr versprochen", sagte ein Händler. Allerdings sei der Ausblick vermutlich konservativ, meinte er. Dann wäre der Kurseinbruch überzogen, so der Marktteilnehmer. Nach der jüngsten Hausse brachen Windeln.de um 15,9 Prozent ein - im Handel war von Zockerei durch Kleinanleger in den vergangenen Tagen die Rede.

United States

Die Wall Street hat den Handel zur Wochenmitte mit leichten Abschlägen beendet. Marktteilnehmer sprachen von Zurückhaltung vor der Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise für Mai am Donnerstag. Eine hohe Inflation dürfte die Spekulationen über eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank wieder anheizen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent tiefer bei 34.447 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent nach. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,1 Prozent nach unten. Dabei gab es insgesamt 1.569 (Dienstag: 2.112) Kursgewinner und 1.770 (1.190) -verlierer. Unverändert schlossen 140 (171) Titel. Für die Aktie von United Parcel Service (UPS) ging es um 4,2 Prozent abwärts. Der Logistik- und Versandkonzern will mittelfristig den Umsatz kräftig ankurbeln. Für 2023 peilt UPS einen Erlös von 98 bis 102 Milliarden Dollar an verglichen mit 84,63 Milliarden Dollar im Jahr 2020. Zudem soll die bereinigte operative Marge bei 12,7 bis 13,7 Prozent liegen, so UPS anlässlich ihres Investoren- und Analystentages. Der Konzern plant 13,5 bis 14,5 Milliarden Dollar in den Jahren 2021 bis 2023 zu investieren. Der Pharmakonzern Merck & Co (+2,3%) hat mit der US-Regierung eine 1,2 Milliarden Dollar schwere Liefervereinbarung über sein potenzielles Covid-Mittel Molnupiravir geschlossen. Uipath verloren 9,6 Prozent, nachdem das Unternehmen erstmals seit seinem Börsengang im April Geschäftszahlen veröffentlich hat. Der Robotic-Automatisierer übertraf dabei die Prognosen der Analysten, kündigte aber auch eine frühere Teilaufhebung der Haltefrist für seine Aktien an. Unter Druck stand auch die Campbell-Aktie (-6,5%). Der US-Nahrungsmittelkonzern zeigte sich nach einem schwachen dritten Geschäftsquartal pessimistischer.

Asia

Angeführt von der Börse in Schanghai (+0,8%) geht es am Donnerstag an den ostasiatischen Aktienmärkten nach oben. Der Nikkei-Index in Tokio legt um 0,3 Prozent zu auf 28.951 Punkte, Seoul und Hongkong fallen die Aufschläge ähnlich aus. In Schanghai sorgt ein Börsenneuling für Furore und hebt die Stimmung für Aktien aus dem Sektor erneuerbare Energien allgemein. China Three Gorges Renewables machen an ihrem ersten Börsentag einen Satz um 44 Prozent nach oben. Mit umgerechnet gut 3,5 Milliarden Dollar ist es der bislang grösste Börsengang in dem Sektor in Schanghai.

Bonds

Am Anleihemarkt setzte sich der Rückgang der Renditen fort. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel um 5,5 Basispunkte auf 1,49 Prozent. Hintergrund seien weiter die nachlassenden Inflationssorgen, hiess es.

Analysis

Citi erhöht Unicredit auf Buy (Neutral) - Ziel 14,10 (10,70) EUR
Berenberg erhöht Siemens-Ziel auf 170 (162) EUR - Buy
Jefferies erhöht LVMH-Ziel auf 750 (660) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.