Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 04.05.2021
Morning news

Verizon verkauft Yahoo und AOL für 5 Milliarden US-Dollar an Apollo

Topic of the day

Der Telekomkonzern Verizon Communications Inc verkauft den grössten Teil seines Internetmedien-Geschäfts, zu dem auch Yahoo und AOL gehören, an die Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management Inc. Die Transaktion schliesst das Kapitel einer teuren Wette auf digitale Medien weitgehend ab. Verizon teilte jetzt mit, dass die von der Private-Equity-Firma verwalteten Fonds die Verizon Media-Aktiva des Unternehmens in einem Geschäft mit einem Wert von 5 Milliarden Dollar erwerben werden. Apollo wird 4,25 Milliarden Dollar in bar für die Einheit zahlen und Verizon 750 Millionen Dollar in Form von Vorzugsaktien zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wird Verizon einen 10-prozentigen Anteil an dem Unternehmen behalten, das nach Abschluss der Transaktion Yahoo heissen wird. Verizon hatte AOL im Jahr 2015 und Yahoo im Jahr 2017 für insgesamt mehr als 9 Milliarden US-Dollar erworben und wollte damit Marken wiederbeleben, die im Laufe der Jahre an Boden verloren hatten, aber immer noch Hunderte von Millionen von Nutzern hatten.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Montag freundlich geschlossen und damit eine zweitägige Durststrecke beendet. Positiv wurde das Zurückdrängen der dritten Coronawelle sowie die Impferfolge in vielen europäischen Staaten gewertet. Auch in der Schweiz nimmt die Impfkampagne deutlich Fahrt auf. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 11.119 Punkte. Alle 20 SMI-Werte schlossen im Plus. Umgesetzt wurden 29,43 (zuvor: 41,66) Millionen Aktien. Die Aufschläge waren indes breit gestreut. Nichtsdestotrotz zeigten sich Aktien mit Bezug zum Gesundheitssektor besonders fest. So kletterten Lonza, Alcon und Sonova um bis zu 1,6 Prozent. Die defensiven Schwergewichte aus dem Pharmabereich Novartis und Roche legten um 0,8 bzw. 1,4 Prozent zu. Die deutsche BASF und die Novartis-Tochter Sandoz investieren in den Campus Kundl/Schaftenau in Österreich. Novartis meldete zudem erfolgreiche Studienergebnisse. Konjunkturzykliker legten in etwa in Einklang mit dem Gesamtmarkt zu. So kletterten ABB und Lafargeholcim um jeweils 0,9 Prozent. Ähnlich war es auch bei den Finanzwerten wie Credit Suisse (+0,8%), UBS (+0,6%) oder Zurich Insurance (+1,1%). Schwächste Werte waren Nestle und Swisscom mit jeweils plus 0,3 Prozent.

International markets

Europe

Europas Börsen haben den Montag nach einem lustlosen Geschäft mit Aufschlägen beendet. Es fehlten die Impulse. Einige Börsen blieben wegen Feiertagen zu Wochenbeginn geschlossen, so auch die wichtige Londoner Börse. Der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 15.236 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,6 Prozent auf 4.000. Lufthansa legten 2,6 Prozent zu. Staatssekretär Thomas Bareiss hält Sommerurlaub für sehr gut möglich. Auch sollen bereits in den kommenden Tagen Lockerungen für Geimpfte beschlossen werden. Die Lufthansa plant, im Sommer wieder über einhundert Reiseziele anzubieten. Fraport stiegen 3,5 Prozent, Air France 1,4 Prozent, IAG 2,9 Prozent und Tui 4,1 Prozent. Daneben setzte auch weiterhin die Berichtssaison Impulse. Siemens Healthineers hat den Ausblick erhöht, und zwar sowohl auf der Gewinn- als auch auf der Umsatzseite. Grund war zwar vor allem die Übernahme des US-Strahlenspezialisten Varian. Daneben trieben aber auch die Corona-Schnelltests das Geschäft an. Der Kurs legte um 2 Prozent zu, auch wenn die Quartalszahlen die Schätzungen auf der Gewinnseite nicht ganz getroffen haben. Dagegen fielen Siemens Gamesa in Madrid um 3,9 Prozent. Der Umsatzausblick hat die Erwartungen verfehlt, wie ein Marktteilnehmer sagte. Angesichts des Trends zu erneuerbaren Energien stieg der Auftragseingang allerdings weiter deutlich an. Im Sog gaben Nordex um 4,4 Prozent nach. Vestas sackten um 4,3 Prozent ab. KPN verloren 2,6 Prozent. Der niederländische Konzern hat nach eigenen Angaben gleich zwei unerbetene Übernahmeangebote abgelehnt. KPN teilte mit, ein Angebot ohne Angebotspreis von EQT und Stonepeak erhalten zu haben und eines von KKR.

United States

Die Wall Street hat sich am Montag zweigeteilt gezeigt. Konjunkturdaten lieferten ein ebenso uneinheitliches Bild. Beide Indizes bewegten sich aber klar im Expansionsbereich und standen einer Konjunkturerholung nicht im Wege. Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 34.113 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Composite drehte dagegen 0,5 Prozent ins Minus. Der Markt setzte auf Konjunkturerholung und liess den Technologiesektor etwas links liegen, der Sektor zählte in der Pandemiekrise zu den Gewinnern. Auf 2.315 (Freitag: 1.078) Kursgewinner an der Nyse kamen 1.078 (2.267) -verlierer. Unverändert gingen 107 (115) Titel aus dem Handel. Gute Geschäfte im ersten Quartal hatte Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway vermeldet. Die B-Aktie stieg um 1,6 Prozent. Tesla fielen um 3,5 Prozent. Die Automobilwoche hatte berichtet, dass sich der Serienstart in der "Gigafactory" bei Berlin um sechs Monate verzögern werde. Der Umsatz des Kosmetikkonzerns Estee Lauder im jüngsten Quartal hatte die Markterwartungen verfehlt. Die Aktie verlor 7,9 Prozent. Dell sanken um 0,6 Prozent. Der Computerbauer plant den Verkauf seines Bloomi-Cloudgeschäfts. Moderna stiegen um 4 Prozent. Der Pharmakonzern nannte neue Zahlen seiner Corona-Impfstofflieferungen. Clorox hatte zugesichert, bei der undurchsichtigen Gewinnentwicklung für mehr Transparanz zu sorgen. Für die Aktie ging es um 1 Prozent nach unten.

Asia

Überwiegend auf Erholungskurs befinden sich die Aktienmärkte in Ostasien am Dienstag. Die Börsen in Japan und Festlandchina sind feiertagsbedingt geschlossen. In Hongkong steigt der Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent. Dort erholen sich die Aktien der Ölbranche von ihren jüngsten Verlusten. Sinopec steigen um 3,1 Prozent, CNOOC um 1,4 Prozent und Petrochina um 3,5 Prozent. An der Börse in Seoul gibt der Kospi anfängliche Gewinne ab und sinkt um 0,2 Prozent. SK Telecom, die anfangs von der geplanten Kapitalherabsetzung des Unternehmens profitiert hatten, liegen 0,7 Prozent im Minus.

Bonds

Derweil stiegen am Rentenmarkt die Notierungen leicht, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel im Gegenzug mit den Powell-Aussagen und der Aussicht auf eine unverändert lockere Geldpolitik um 2 Basispunkte. Analysten von Nordea sahen aber schon bald die Märzhochs von 1,74 Prozent erreicht - sogar ein Anstieg auf 1,80 Prozent sagten die Experten kurzfristig voraus. Eine explodierende Neuverschuldung und steigende Wachstumsperspektiven dürften die Renditen anziehen lassen.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.