Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 03.05.2021
Morning news

GE nimmt mit Verkauf von Baker-Hughes-Aktien fast 1 Milliarde Dollar ein

Topic of the day

Der Industriekonzern General Electric (GE) hat sich von weiteren Anteilen an dem Ölfelddienstleister Baker Hughes getrennt und dürfte damit fast 1 Milliarde US-Dollar eingenommen haben. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht, sank die Beteiligung von GE an Baker Hughes von 30,1 Prozent Ende Januar auf 25,7 Prozent. Basierend auf einem volumengewichteten durchschnittlichen Schlusskurs (VWAP) der Aktien vom 25. Januar bis zum 29. April in Höhe von 22,11 Dollar hätten die 43.685.723 verkauften Baker-Hughes-Aktien GE etwa 965,92 Millionen Dollar eingebracht. Das ergab eine Berechnung von Marketwatch auf Basis von Factset-Daten. GE hatte Ende Juli 2020 angekündigt, seinen restlichen Anteil an dem Ölfelddienstleister in den nächsten drei Jahren komplett zu verkaufen. Seinerzeit hielt GE noch 35,6 Prozent an Baker Hughes. Die Baker-Hughes-Aktien, die GE noch besitzt, sind bei einem Kurs von 20,54 Dollar etwa 5,50 Milliarden Dollar wert.

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Swiss stocks

Mit Abgaben hat der schweizerische Aktienmarkt am Freitag den Handel beendet. Händler sprachen von einem insgesamt ruhigen Wochenausklang. Der SMI reduzierte sich um 0,5 Prozent auf 11.022 Punkte. Spitzenreiter im SMI waren Swiss Re (+2,9%). Besser als erwartet seien die Zahlen für das erste Quartal ausgefallen, hiess es. Die Rückkehr in die Gewinnzone habe man erwartet, nicht unbedingt aber in diesem Umfang. Dank eines deutlicheren Anstiegs der Nettoprämien legte auch der Gewinn stärker zu. Da zukünftig die Kosten durch Corona-Schäden nachlassen sollten, dürfte der Markt auf einen beschleunigten Gewinnanstieg im Jahresverlauf setzen. Die Schindler-Aktie verlor 4,4 Prozent trotz überzeugender Quartalszahlen. Als "eigentlich gut" wurden die Zahlen des Aufzugherstellers im Handel bezeichnet. Die Aktie der Versandapotheke Zur Rose fiel um weitere 5,6 Prozent. Mit Abgaben zeigten sich auch die Bankenwerte Credit Suisse (-1,1%) und UBS (-1,4%).

International markets

Europe

Nach einem ruhigen Verlauf haben sich Europas Börsen am Freitag mit leichten Abgaben ins Wochenende verabschiedet. Wachstumsdaten aus Europa für das erste Quartal bewegten nicht. Der DAX gab 0,1 Prozent auf 15.136 nach, der Euro-Stoxx-50 verlor deutlicher 0,6 Prozent auf 3.975 Punkte. Bei den Bauwerten ging es für Saint-Gobain um 1,3 Prozent nach oben, nachdem der französische Baustoffkonzern den Umsatz im ersten Quartal um 14 Prozent gesteigert und damit deutlich stärker als erwartet abgeschnitten hatte. Im Stahlbereich überraschte Vallourec den Markt mit einer Gewinnprognose, die gut 20 Prozent über den bisherigen Markterwartungen lag. Der Markt honorierte das mit einem Kursplus von 3 Prozent. Für Thyssenkrupp ging es um 0,8 Prozent nach unten, während Salzgitter gleich um 3,3 Prozent nachgeben. Der Rohstoffsektor insgesamt litt unter Gewinnmitnahmen und büsste europaweit 1,8 Prozent ein. Kräftig nach oben um 4,3 Prozent ging es in London mit den Aktien von Astrazeneca. Die Quartalszahlen und der bestätigte Ausblick kamen sehr gut an. Nach besseren Geschäftszahlen legten BBVA um 2,6 Prozent zu. Für BNP ging es trotz besserem Zahlenausweis an der Pariser Börse um 0,8 Prozent nach unten. Auch Erste Group gaben nach Zahlenvorlage um 0,4 Prozent nach. Für Aixtron ging es nach mehreren Kaufempfehlungen um 4,4 Prozent nach oben. Nach einem etwas schleppenden Start verlief der Börsengang des Münchener Labordienstleisters Synlab doch ganz ordentlich. Der erste Kurs der Aktie im Xetra-Handel lag bei 18 Euro und entsprach exakt dem Ausgabepreis, der schon am unteren Rand der zunächst genannten Spanne von 18 bis 23 Euro gelegen hatte. Zu Börsenschluss stand die Aktie dann allerdings bei 19,24 Euro.

United States

Nach den erneuten Rekordhochs am Vortag kam es an der Wall Street zum Wochenausklang zu Gewinnmitnahmen. Der Dow-Jones-Index verlor 0,5 Prozent auf 33.875 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,7 Prozent auf 4.181 Punkte. Der Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 13.963 Punkte. Auf 1.074 (Donnerstag: 1.741) Kursgewinner an der Nyse kamen 2.267 (1.574) -verlierer. Unverändert gingen 115 (160) Titel aus dem Handel. Amazon (-0,1%) berichtete für das erste Quartal Rekordergebnisse, übertraf die Erwartungen und ist auch für das laufende Quartal zuversichtlich. Anfängliche deutliche Gewinne konnten nicht behauptet werden. Twitter brachen um 15,2 Prozent ein. Die Ergebnisse lagen zwar über den Erwartungen, allerdings enttäuschte die Zunahme der vielbeachteten Nutzerzahl, die sich noch dazu weiter abschwächen könnte. Im Ölsektor gaben Chevron (-3,6%) und Exxon Mobil (-2,9%) nach. Die Konzerne erholten sich zwar deutlich von den Pandemiefolgen und schlugen die Ergebniserwartungen. Chevron setzte aber weniger um als erhofft. Belastet wurden die Kurse zudem von den fallenden Ölpreisen. Die Pharmaunternehmen Biontech (+4,8%) und Pfizer (+0,1%) haben bei der Europäischen Arzneimittelbehörde die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Jugendliche beantragt. Das Biotechnikunternehmen Gilead Sciences (-0,6%) hat seinen Umsatz im ersten Quartal dank der Verkäufe des antiviralen Medikaments Remdesivir gegen Covid-19 zwar um 16 Prozent gesteigert, verfehlte aber insgesamt die Erwartungen und senkte auch den Gewinnausblick. US Steel (+2,3%) legte durchwachsen ausgefallene Geschäftszahlen vor. Ganz schlecht kamen die Ergebnisse des Laserexperten Microvision an, der Kurs stürzte um 15,5 Prozent ab. Das Unternehmen weitete den Quartalsverlust aus. Umsatz und Ergebnis verfehlten die Prognosen.

Asia

An den Börsen in Ostasien lässt sich zu Beginn der neuen Woche keine einheitliche Tendenz ausmachen. Händler berichten von einem dünnen Handel, weil die Börsen in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt bis Mittwoch geschlossen bleiben. In Seoul treten die Aktienmärkte am Montag mehr oder weniger auf der Stelle. Der südkoreanische Aktienmarkt profitiert nicht davon, dass ein Leerverkaufsverbot für Aktien aufgehoben wird. In Hongkong geht es derweil deutlicher abwärts. Der Hang-Seng-Index fällt um 1,5 Prozent.

Bonds

Am Rentenmarkt legten die Notierungen mit der schwachen Entwicklung am Aktienmarkt moderat zu. Die Rendite zehnjähriger US-Papiere reduzierte sich um 1,4 Basispunkte auf 1,63 Prozent.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.