Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 29.04.2021
Morning news

US-Notenbank bestätigt geldpolitischen Kurs

Topic of the day

Die Federal Reserve hat ihren Leitzins nahe null gehalten und erklärt, sie wolle die wirtschaftliche Erholung weiter unterstützen, wobei sie die jüngsten Fortschritte bei Wachstum und Beschäftigung anerkannte. Die Notenbank will die Käufe von Staats- und Hypothekenanleihen fortsetzen, bis sich bei der Erreichung ihrer Ziele "substanzielle Fortschritte" zeigen, wie die Notenbank in ihrem Kommuniqué bekräftigte. Seit Juni 2020 kauft die Fed monatlich für 80 Milliarden Dollar Staatsanleihen und für 40 Milliarden Dollar Hypothekenanleihen. Der Beschluss, den Leitzins bei 0,00 bis 0,25 Prozent zu belassen, fiel einstimmig. Ökonomen und Börsianer hatten diese Entscheidungen erwartet. Die Fed geht davon aus, dass die US-Wirtschaft vor einem kräftigen Aufschwung steht, die Normalisierung des Arbeitsmarktes aber noch einige Zeit dauern wird. Die Marktakteure treibt zurzeit vor allem eine Frage um, nämlich wann die Fed mit dem Abschmelzen ("Tapering") ihres Kaufprogramms beginnen wird. Ökonomen erwarten, dass die Inflation aufgrund temporärer Faktoren bis Mitte des Jahres 3 Prozent erreichen wird und dann wieder zurückgeht. Von der New Yorker Fed im März befragte Primärhändler erwarteten, dass die Zentralbank im ersten Quartal 2022 mit der Reduzierung der Anleihekäufe beginnt und diese bis Ende nächsten Jahres beendet. Die erste Zinserhöhung würde wahrscheinlich einige Zeit danach erfolgen. Die US-Notenbanker gehen davon aus, dass sie die Zinsen bis 2023 unverändert lassen werden, wie sie selbst prognostizieren.

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Swiss stocks

Trotz eines leichten Aufschlags hat zur Wochenmitte am schweizerischen Aktienmarkt weiterhin die Zurückhaltung dominiert. Der SMI verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 11.103 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 43,45 (zuvor: 54,55) Millionen Aktien. Gestützt wurde das Sentiment vor allem von den Finanzwerten, die auch den stärksten Sektor in Europa stellten. Hier gab es überraschend starke Quartalszahlen von der Deutschen Bank und Lloyds Banking. Dazu kamen positive Analystenstimmen zu UBS und Credit Suisse. Für die Aktien der UBS ging es um 1,9 Prozent nach oben, Credit Suisse gewannen 1,6 Prozent. Im Sog ging es auch für die Aktien von Swiss Re und Swiss Life um bis zu 1,3 Prozent aufwärts. Dagegen zeigten sich die defensiven Index-Schwergewichte Roche, Novartis und Nestle mit einer uneinheitlichen Tendenz. Während die Roche-Titel 1,0 Prozent verloren, notierten Novartis unverändert und die Papiere von Nestle legten um 0,2 Prozent zu. Sehr schwach zeigten sich auch die Aktien von Barry Callebaut (-5,9%). Händler verwiesen auf eine Platzierung eines Paktes der Familie Jacobs. "Das war nur zu einem Abschlag von etwa 9 Prozent unterzubringen", so ein Händler.

International markets

Europe

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch mit leichten Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,3 Prozent auf 15.292 Punkte, der Euro-Stoxx-50 rückte 0,1 Prozent auf 4.015 vor. Den stärksten Sektor in Europa stellten die Bankenwerte mit durchschnittlichen Kursgewinnen von 1,5 Prozent. Hier beeindruckte vor allem die Deutsche Bank (+10,7%) mit ihren Erstquartalszahlen. Positiv überraschte daneben die britische Lloyds Banking Group (+3,5%), deren Vorsteuergewinn im ersten Quartal erheblich über dem des Vorjahresquartals lag und die Erwartungen der Citi-Analysten deutlich übertraf. Besser als erwartet war dank einer niedrigeren Risikovorsorge auch die spanische Bank Santander ins Jahr 2021 gestartet. Die Aktie legte um 2,7 Prozent zu. An der Londoner Börse ging es für WPP nach sehr starkem Zahlenausweis um 4,3 Prozent nach oben. Glaxosmithkline reagierten mit kleinen Abschlägen von 0,2 Prozent auf die Bekanntgabe von Erstquartalszahlen. Gut kamen Zahlen und Ausblick von Delivery Hero (+9,4%) an. Die ausführlichen Geschäftszahlen von Covestro (-0,1%) enthielten nach Einschätzung von Analysten wenig Neues. Keine grossen Überraschungen sahen Marktteilnehmer auch in den Geschäftszahlen von Kion (-2,6%) und Symrise (-1,5%). Varta verloren 6,1 Prozent. Händler verwiesen auf einen Bericht von Nikkei Asia, nach dem Apple die Produktion von Airpods deutlich stärker kürzen könnte als erwartet. Um 2,6 Prozent aufwärts ging es mit dem Kurs der Telekom Austria.

United States

Das mit Spannung erwartete Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank hat die Indizes an der Wall Street am Mittwoch schlussendlich kaum bewegt. Der S&P-500 kletterte nach den Fed-Aussagen zwar auf ein neues Rekordhoch, gab die Gewinne jedoch gegen Handelsende wieder vollständig ab. Der Dow-Jones-Index verlor 0,5 Prozent auf 33.820 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,1 Prozent auf 4.183 Punkte. Der Nasdaq-Composite gab um 0,3 Prozent auf 14.051 Punkte nach. Auf 1.934 (Dienstag: 1.636) Kursgewinner an der Nyse kamen dabei 1.385 (1.649) - verlierer. Unverändert gingen 134 (151) Titel aus dem Handel. Zudem lief die Berichtssaison auf vollen Touren. Alphabet (+3,0%) hat die Erwartungen der Analysten klar geschlagen. Der Google-Mutterkonzern hat im ersten Quartal Umsatzrekorde gebrochen und den Gewinn mehr als verdoppelt. Microsoft (-2,8%) reagierten negativ auf die Geschäftszahlen, die umsatz- und gewinnseitig besser als erwartet ausgefallen sind. Die Aktie sei zuletzt stark gelaufen, so Teilnehmer als Vermutung für die Abgaben. Andere verwiesen auf das Geschäft mit Surface-Laptops, das im laufenden Jahr wegen Lieferengpässen bei Chips sinken dürfte. AMD berichtete von einem Umsatzrekord dank einer mehr als Verdopplung der Erlöse in ihren Datenzentren. Auch der Nettogewinn übertraf die Erwartungen, zudem erhöhte AMD den Umsatzausblick. Die Aktie verlor nach anfänglichen Gewinnen 1,4 Prozent. Die Wettbewerber-Aktie von Intel gab um 0,6 Prozent nach. Der Chipkonzern Texas Instruments (-4,4%) schnitt mit seinen Zahlen zwar ebenfalls über den Konsensschätzungen ab, profitierte aber von Steuergutschriften. Amgen (-7,2%) verfehlte bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen. Boeing (-2,9%) hat im ersten Quartal einen höheren Verlust eingefahren als befürchtet, vor allem durch das enttäuschende Geschäft mit zivilen Flugzeugen. Starbucks (-3,2%) blieb mit dem Quartalsumsatz leicht unter der Erwartung. Den Umsatzausblick hob die Kaffeehauskette zwar an, bewegt sich damit aber im Rahmen der bereits kursierenden Schätzungen. Der Kreditkartenkonzern Visa (+1,5%) verbuchte zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang, die Zahlen fielen aber immer noch besser als am Markt erwartet aus.

Asia

Die Aktienmärkte in Ostasien schütteln am Donnerstag etwas leichtere Vorgaben der Wall Street ab, querbeet legen die Indizes leicht zu. In Tokio findet aufgrund eines Feiertags kein Handel statt. In Schanghai und Hongkong, aber auch in Seoul lautet die Tendenz im Handelsverlauf gut behauptet.

Bonds

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gab frühere Gewinne auf und schloss bei 1,621%, verglichen mit etwa 1,64% vor der Entscheidung und knapp unter dem Schlusskurs vom Dienstag.

Analysis

Citi erhöht ABB-ZIel auf 34 (33) CHF - Buy
Berenberg erhöht Schneider-Ziel auf 160 (145) EUR - Buy
LBBW hebt Kion-Ziel auf 100 (90) EUR - Kaufen

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.