Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 27.04.2021
Morning news

Tesla mit Rekordgewinn - Umsatz leicht unter Prognose

Topic of the day

Tesla hat im ersten Quartal zwar einen Rekordgewinn verzeichnet, blieb beim Umsatz allerdings knapp hinter den Erwartungen zurück. Damit verbuchte der Elektrofahrzeughersteller bereits das siebte Quartal in Folge einen Gewinn. Zuletzt hatte Tesla für das erste Quartal eine Verdopplung bei den Auslieferungen bekannt gegeben. Der Gewinn kletterte im Auftaktquartal auf 438 Millionen Dollar bzw. 39 Cent je Aktie, nach einem Gewinn von 16 Millionen Dollar bzw 2 Cent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 93 Cent. Analysten hatten dagegen lediglich mit 75 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 74 Prozent auf 10,39 Milliarden Dollar, nach 5,99 Milliarden Dollar im Vorjahr. Hier hatten die Analysten dem Konzern allerdings 10,48 Milliarden Dollar zugetraut. Für die Tesla-Aktie ging es nachbörslich um 3,0 Prozent auf 715,93 Dollar nach unten. Doch hat die Aktie seit Jahresbeginn bereits um 4,5 Prozent zugelegt. Im Vorfeld der Ergebnisse hatten die Papiere den Handel mit einem Plus von 1,2 Prozent geschlossen.

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Swiss stocks

Mit einem leichten Minus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet und damit die negative Tendenz vom Wochenausklang fortgesetzt. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 11.162 Punkte. Gebremst wurde der Gesamtmarkt auch von den Abschlägen bei den Index-Schwergewichten Roche, Nestle und Novartis, die zwischen 0,3 und 1,0 Prozent verloren. Zudem nimmt die Berichtssaison im Wochenverlauf weiter Fahrt auf, was für Zurückhaltung sorgte. So werden am Dienstag UBS und Novartis einen Blick in die Bücher gewähren, ABB legt zudem das ausführliche Ergebnis für das erste Quartal vor. Im Wochenverlauf folgen unter anderem noch Logitech und Swiss Re. Credit Suisse schlossen nach zwischenzeitlichen Verlusten unverändert. Grossaktionäre haben angekündigt, gegen die Wiederwahl wichtiger Verwaltungsratsmitglieder zu stimmen. Das ist eine Breitseite gegen die Führung der Bank nach dem Verlust von 5,5 Milliarden Dollar durch den Hedgefonds Archegos Capital Management. Die AMS-Aktie (-0,7%) setzte ihre jüngste negative Entwicklung fort. Die Analysten der Credit Suisse haben die Papiere auf "Underperform" von "Outperform" gesenkt und zudem das Kursziel auf 13,80 von 23,00 Franken reduziert.

International markets

Europe

Die europäischen Börsen haben am Montag mit kleinen Gewinnen geschlossen. Ein schwächer als gedacht ausgefallener Ifo-Index hatte zeitweise etwas gedrückt. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 15.296 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,2 Prozent auf 4.021 nach oben. Trotz guter Geschäftszahlen gaben Philips um 3,6 Prozent nach. Mit PostNL ging es dagegen um 7,7 Prozent nach oben. Der niederländische Logistiker hat den Gewinnausblick für das laufende Jahr erhöht. Gut für den Rüstungskonzern Hensoldt wurde der Einstieg von Leonardo als Ankeraktionär aufgenommen. Die Italiener, die sich ähnlich wie Hensoldt teilweise im Staatsbesitz befinden, übernehmen 25,1 Prozent von KKR. Sie zahlen 23 Euro je Aktie, was weit über dem aktuellen Kursniveau liegt. Hensoldt gewannen 3,9 Prozent auf 16,18 Euro. Aktien von Grenke sprangen um 5 Prozent nach Ankündigung des Datums für die Veröffentlichung des testierten Konzernabschlusses. Er soll am 21. Mai 2021 vorgelegt werden. "Wichtiger als das Datum ist die Nachricht, 'dass' er testiert wurde", meinte ein Händler. Kühne + Nagel gaben trotz guter Geschäftszahlen um 2,6 Prozent mit Gewinnmitnahmen ab - die Aktie ist seit Jahresbeginn um fast 50 Prozent gestiegen. VW gaben 0,9 Prozent nach. Es belasteten Aussagen, wonach die Chipkrise noch stärker als bisher eingepreist bremse.

United States

Mit einer uneinheitlichen Tendenz ist am Montag die Wall Street in eine ereignisreiche Woche gestartet. Im Vorfeld einer Flut von Unternehmenszahlen in den kommenden Tagen sowie der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch haben sich die Investoren zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 33.982 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,2 Prozent auf 4.188 Punkte zu und markierte im Verlauf ein neues Allzeithoch. Dieses lag allerdings nur marginal über dem alten Rekordhoch. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,9 Prozent auf 14.139 Punkte. Auf die 2.071 (Freitag: 2.567) Kursgewinner an der Nyse kamen 1.240 (741) - verlierer. Unverändert gingen 139 (128) Titel aus dem Handel. Unter den Einzelwerten gewannen Apple 0,3 Prozent. Der Technologie-Konzern will in den nächsten Jahren kräftig im Heimatland USA investieren. Geplant sind über die nächsten fünf Jahre Neuinvestitionen von über 430 Milliarden Dollar. Johnson & Johnson fielen um 0,8 Prozent, obwohl die Gesundheitsbehörden das Vakzin des Pharmakonzerns wieder verimpfen, nachdem es dafür von den Überwachungsbehörden erneut grünes Licht gegeben hatte. Für die Spotify-Aktie ging es um 4,9 Prozent nach oben. Der Streaming-Dienstleister will in einigen Märkten, darunter in den USA und Grossbritannien, die Preise erhöhen. Ocugen kletterten um 20,1 Prozent. Zum Wochenschluss wurden die Titel der Biopharma-Gesellschaft ausgesetzt, nachdem das Unternehmen eine Übernahmeofferte erhalten hatte.

Asia

Trotz guter Vorgaben und neuer Rekorde an der Wall Street dominieren an den Aktienmärkten in Ostasien am Dienstag im Handelsverlauf negative Vorzeichen. In Tokio gibt der Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach auf 29.078 Punkte, nachdem die japanische Notenbank ihre lockere Geldpolitik bestätigt und die Wachstumserwartungen für Japan für das laufende und das nächste Jahr leicht erhöht hat. Auch in Südkorea gibt der Index nach, und zwar um 0,3 Prozent. Auch in Schanghai gibt das Marktbarometer etwas nach. In Hongkong steht die HSBC-Aktie mit den in der Handelspause vorgelegten Quartalszahlen im Fokus.

Bonds

Am Rentenmarkt fielen die Notierungen leicht - sie erholten sich aber von den Tiefs nach den schwachen Daten zum Auftragseingang. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 1,0 Basispunkte auf 1,57 Prozent. Händler sprachen von anziehenden Inflationserwartungen im Vorfeld der Fed-Sitzung.

Analysis

Jefferies senkt Swisscom-Ziel auf 403 (406) CHF - Underperform
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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.