Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 21.04.2021
Morning news

Apple aktualisiert seine iMac- und iPad-Reihe

Topic of the day

Apple hat am Dienstag seine neue Reihe von iMac-Computern und iPad-Tablets vorgestellt, die mit den hauseigenen M1-Prozessoren ausgestattet sein werden. Der von Apple entwickelte neue Chip soll die Erwärmung der Geräte begrenzen, ohne dass ein lautes Lüftungssystem erforderlich ist, kündigte der kalifornische Konzern während einer virtuellen Konferenz zu seinen neuen Produkten an. Der iMac der letzten Generation wird ab Mitte Mai in den Vereinigten Staaten ab 1.299 Dollar vermarktet werden. Die Rechner der Gruppe sind seit Ende 2020 mit dem M1-Prozessor ausgestattet. Das neue iPad und das iPad Pro werden ebenfalls mit Apples Chip ausgestattet sein. Unter den am Dienstag vorgestellten neuen Funktionen kündigte Apple auch den Start eines abonnementbasierten Podcast-Dienstes und ein Zubehörteil zur Ortung von verbundenen Objekten an: AirTag. Apple (-1,3%) gaben mit dem breiten US Markt nach. Die Vorstellung neuer Produkte mit dem selbst entwickelten M1-Prozessor sorgte für keinen positiven Impuls.

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Swiss stocks

Auf breiter Front ist es am Dienstag mit den Standardwerten in der Schweiz abwärts gegangen. Der SMI verlor 1,2 Prozent auf 11.079 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 19 Kursverlierer und ein -gewinner gegenüber. Sika waren der einzige Gewinner mit einem Plus von 0,8 Prozent und profitierten von gut aufgenommenen Geschäftszahlen. Der Bauchemiekonzern steigerte dank guter Geschäfte insbesondere in China den Umsatz im ersten Quartal deutlich und erhöhte den Erlösausblick für das laufende Jahr. Zum kräftigen Minus des SMI trug auch bei, dass Swiss Re ex Dividende von 5,90 Franken gehandelt wurden. Der Kurs gab um 7,5 Prozent bzw 6,80 Franken nach. Bei Credit Suisse (-3,4%) dürften viele Akteure vor den am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen erneut zurückhaltend agiert haben, nachdem die Bank jüngst nach dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos Milliardenverluste eingefahren hatte. In der zweiten Reihe verbilligten sich Zur Rose nach den Geschäftszahlen um 2,5 Prozent. Die Online-Apotheke wuchs im ersten Quartal 2021 zwar kräftig, laut den Analysten von Baader erreichte das Umsatzplus von 16 Prozent aber nicht das Unternehmensziel für das Gesamtjahr von 20 Prozent. Dies sei vor allem auf den Rückgang der Nachfrage nach Grippe- und Erkältungsmedikamenten infolge der strikteren Hygienemassnahmen zurückzuführen.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten ging es am Dienstag deutlich nach unten. Der DAX fiel um knapp 1,6 Prozent auf 15.130 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab um 2 Prozent auf 3.940 Punkte nach. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Solche so genannten Tapering-Diskussionen um ein Ende der Anleihekäufe durch Zentralbanken waren schon in der Vergangenheit immer wieder für längere Konsolidierungen und Rücksetzer an den Aktienmärkten gut. Kräftig unter Druck gerieten die britischen Tabak-Aktien: Hier fielen Imperial Brands um 7,3 Prozent und BAT um 7,6 Prozent. Im DAX verloren Infineon nach schwachen Vorlagen der US-Halbleiter-Aktien 4,1 Prozent. Deutsche Bank fielen ebenfalls um 4,1 Prozent und MTU um 3,9 Prozent. Auch Adidas gehörten mit einem Minus von 2,9 Prozent zu den grössten DAX-Verlierern. Nach einem über weite Strecken widerstandsfähigen Handel kamen im Schlussgeschäft auch die Kurse von BMW und VW vergleichsweise stark unter die Räder. Der Münchener Autokonzern hat im ersten Quartal mehr verdient als im Vergleichszeitraum und die Markterwartungen übertroffen, der Kurs fiel trotzdem um 1,7 Prozent. VW gaben nach Zahlen ihrer LKW-Tochter Traton um 2,5 Prozent nach, Traton selbst konnten sich knapp behaupten. Wenig Interesse gab es dagegen nach der Veröffentlichung erster Quartalszahlen an Munich Re. Die Aktie notierte 1,4 Prozent tiefer. Rheinmetall fielen um 4,6 Prozent. Im SDAX gewannen Zooplus 7,2 Prozent auf den neuen Rekordkurs von 269 Euro.

United States

Nach dem Rücksetzer am Montag ist es am Dienstag mit den Indizes an der Wall Street erneut nach unten gegangen. Der Dow-Jones-Index gab um weitere 0,8 Prozent nach auf 33.821 Punkte. Der S&P-500 büsste 0,7 Prozent ein, bei den Nasdaq-Indizes lagen die Einbussen in ähnlicher Grössenordnung. An der Nyse gab es 873 (Montag: 1.033) Kursgewinner und 2.466 (2.305) -verlierer. Unverändert gingen 94 (107) Titel aus dem Handel. Geschäftszahlen legten unter anderen IBM und United Airlines vor. IBM (+3,8%) überraschte positiv mit Umsatz und Gewinn, während die Fluggesellschaft (-8,5%) noch tiefer in die roten Zahlen flog als erwartet. Auch die Schwergewichte Johnson & Johnson, Philip Morris, Procter & Gamble und Abbott Laboratories öffneten die Bücher. Johnson & Johnson (+2,3%) steigerte den Gewinn dank seines Covid-19-Impfstoffs. Philip Morris (+2,5%) wartete mit überzeugenden Zahlen auf und erhöhte den Ausblick. Procter & Gamble (+0,8%) hatte ebenfalls überraschend gute Zahlen vorgelegt und zudem Preiserhöhungen bei einigen Produkten angekündigt. Bei Abbott (-3,6%) enttäuschte die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr, die unter dem Analystenkonsens liegt. Das Dow-Schwergewicht Boeing (-4,1%) stand stark unter Druck, was Händler mit dem überraschenden Weggang des Finanzchefs erklären. Harley Davidson (+4,3%) profitierten weiter von stark ausgefallenen Geschäftszahlen.

Asia

Die weltweit massiv zunehmenden Corona-Infektionen schicken die Börsen in Asien auf Talfahrt. Der Nikkei-225 zählt mit Abschlägen über 2 Prozent wie schon am Vortag zu den schwächsten Börsen der Region. In China geht es vor allem in Hongkong steil bergab. Schanghai schafft dagegen den Sprung ins Plus - der Markt zeigt sich gut behauptet. In Südkorea rutscht der Kospi mit Abschlägen von 1,6 Prozent ins Minus. Technologie- und Internetwerte präsentieren sich schwach.

Bonds

Am Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe am Dienstag um fast 4 Basispunkte auf 1,562%.

Analysis

GS hebt Ziel VW-Vorzüge auf 296 (284) EUR/Buy
JPM erhöht BMW-Ziel auf 90 (85) EUR - Neutral
DZ senkt Adidas-Ziel auf 280 (310) EUR - Halten

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.