Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 19.04.2021
Morning news

General Motors und LG bauen weiteres Batteriezellenwerk

Topic of the day

General Motors und sein Joint-Venture-Partner LG Chem investieren 2,3 Milliarden US-Dollar in den Bau eines zweiten Batteriezellenwerks im US-Bundesstaat Tennessee. Das Gemeinschaftsunternehmen Ultium Cells werde das Werk in Spring Hill auf einem von GM gepachteten Grundstück errichten und 1.300 Arbeitsplätze schaffen, erklärten die beiden Konzerne in einer Pressemitteilung. Der Bau der rund 2,8 Millionen Quadratmeter großen Anlage soll sofort beginnen. Das Werk soll Ende 2023 eröffnet werden. Die Anlage werde das GM-Montagewerk in Spring Hill mit Batteriezellen beliefern.

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Swiss stocks

Gewinne hat der Schweizer Aktienmarkt am Freitag verzeichnet. Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 11.263 Punkte und verfehlte damit minimal den Rekordstand vom Februar 2020 auf Schlusskursbasis. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursgewinner und vier -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 54,41 (zuvor: 44,99) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten bevorzugten die Investoren das Risiko und gingen in Zykliker. Die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Wirtschaft trieb Aktien wie ABB (+1,6%) oder Lafargeholcim (+2,1%). Auch Bankenwerte profitierten von der Hoffnung auf eine weitere Erholung. Zudem haben die US-Banken fast durchweg mit ihren Quartalszahlen überzeugt, am Freitag legte Morgan Stanley ein starkes Zahlenwerk vor. UBS gewannen 1,9 Prozent und Credit Suisse 1 Prozent. Stark schnitten auch die Papiere des Vermögensverwalters Partners Group ab mit plus 1,5 Prozent. Versicherer wie Zurich Insurance (+0,9%) oder Swiss Re (+0,4) verbuchten etwas moderatere Aufschläge. Uneinheitlich tendierten die defensiven Aktien. Roche gaben 0,1 Prozent nach und hielten wegen ihrer schweren Gewichtung den Leitindex SMI im Zaum. Nestle und Novartis kletterten aber um 0,8 bzw 0,4 Prozent.

International markets

Europe

Die europäischen Börsen haben am Freitag sehr fest geschlossen. Daten aus China stützten. Die dortige Wirtschaft war im ersten Quartal um 18,3 Prozent gewachsen gegenüber Vorjahr. Der DAX gewann 1,3 Prozent auf 15.460 Punkte - bei 15.474 wurde ein weiteres Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 legte 1 Prozent auf 4.033 zu. Auf Ebene der Einzelunternehmen demonstrierte Daimler (+2,7%) eindrucksvoll, dass die Erholung in China auch bei den Einzelunternehmen ankommt. Mit 5,75 Milliarden Euro lag der Gewinn klar über der Prognose von 4,96 Milliarden. Auch Heidelbergcement (+1,9%) hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Bei L'Oreal (-1,8%) sprachen Händler von Gewinnmitnahmen trotz starker Umsatzzahlen zum ersten Quartal. Die Aktie sei bereits seit Februar um über 10 Prozent gelaufen. Überraschend stark entwickelte sich beim französischen Kosmetikkonzern der Umsatz im Onlinehandel. Rund lief es auch bei Hellofresh (+3,3%). Der Kochboxenlieferant hatte den Ausblick angehoben. Die Titel des Automobilzulieferers Elringklinger stiegen nach guten Erstquartalszahlen und einem angehobenen Ausblick um 8,4 Prozent. In Hausselaune zeigten sich Pfeiffer Vacuum (+12,1%). Hier boomte das Geschäft dank der extrem hohen Dynamik am Halbleitermarkt und einer guten Nachfrage von den Endmärkten.

United States

Die Wall Street hat eine starke Woche am Freitag mit weiteren Rekorden beendet, auch wenn das Tempo gemächlicher war als am Vortag. Das "Goldilocks"-Szenario - Konjunktuererholung, Niedrigzinsen, üppige Staatshilfe - begleitet den Markt weiter. Auch extrem positive Geschäftsberichte im Bankensektor gepaart mit gesunkenen Rentenrenditen sorgen für Euphorie am Aktienmarkt gesorgt. Auch die erfolgreiche Impfpolitik der US-Administration mit umfangreichen Bestellungen treibt die Anleger in riskantere Anlagen wie Aktien. Der Dow-Jones-Indes stieg um 0,5 Prozent auf 34.201 Punkte, der S&P-500 legte um 0,4 Prozent zu. Beide Indizes erklommen erneut Rekordstände. Der Nasdaq-Composite gewann lediglich 0,1 Prozent - er war aber am Vortag vorausgeeilt. Morgan Stanley reihte sich in den Reigen positiver Geschäftsausweise im Bankensektor ein. Die Großbank hat im ersten Quartal den Gewinn mehr als verdoppelt. Ergebnis und Einnahmen fielen deutlich besser als erwartet aus. Trotz der besten Auftaktperiode der Unternehmensgeschichte zeigte sich der Titel 2,7 Prozent im Minus. Bereits an den Vortagen war zu beobachten, dass Anleger die Geschäftsausweise nutzen, um Kasse zu machen. Bank of New York Mellon verbuchte sinkende Ergebnisse und Einnahmen im ersten Quartal - die Titel sanken um 4,1 Prozent. Auch der Finanzdienstleister State Street enttäuschte mit Quartalszahlen, was die Aktie 7 Prozent abstürzen ließ. Alcoa konnte im Berichtsquartal abermals höhere Aluminiumpreise durchsetzen und erwartet wegen der hohen Nachfrage weitere Preissteigerungen. Das verhalf der Aktie zu einem Anstieg um 8,5 Prozent. Sehr positiv wurden auch Geschäftszahlen und Ausblick des Farben- und Lackeherstellers PPG Industries aufgenommen. Der Kurs kletterte um 8,8 Prozent.

Asia

An den Börsen Ostasiens stützen am Montag die neuen Rekordmarken in den USA. Der steigende Yen bremst jedoch den japanischen Aktienmarkt. Dennoch schafft der Nikkei-225 den Sprung mit knapp 0,3 Prozent ins Plus. In China steigen die Indizes deutlicher. Schanghai meldet feste Kurse, Hongkong immerhin noch freundliche. In Südkorea zeigt sich der Kospi etwas fester - angeführt von Titeln aus den Sektoren Pharma und Schiffsbau.

Bonds

Der Run auf US-Renten fand ein Ende. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verharrte zum Wochenschluss bei 1,58 Prozent. Solange die US-Notenbank trotz der konjunkturellen Erholung die Geldpolitik nicht straffe, kauften Anleger aber prinzipiell weiter Rentenpapiere, hieß es mit Blick auf die weiterhin relativ hohen Renditen.

Analysis

Jefferies erhöht Givaudan-Ziel auf 3.300 (3.200) CHF - Underperform
Citi erhöht L'Oreal-Ziel auf 300 (290) EUR - Sell
Jefferies hebt Siemens-Ziel auf 170 (164) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.