Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 16.04.2021
Morning news

Kosmetikmarkt erholt sich: L'Oreal mit Umsatzplus zum Jahresstart

Topic of the day

L'Oreal hat den Umsatz im ersten Quartal um 6,1 Prozent gesteigert; drei von vier Sparten verzeichneten sogar zweistelliges Wachstum trotz der negativen Begleiterscheinungen durch das Coronavirus. Der französische Kosmetik- und Konsumgüterhersteller gab an, dass der Quartalsumsatz bei 7,61 Milliarden Euro lag, gegenüber 7,23 Milliarden Euro im Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Einnahmen um 10,2 Prozent. Im Geschäft mit Profi-Produkten verzeichnete L'Oreal einen organischen Umsatzanstieg von 21 Prozent, unterstützend wirkten die Digitalisierung von Salons und der E-Commerce-Boom. Das Geschäft mit Wirkstoffkosmetika legte auf vergleichbarer Basis um 28,7 Prozent zu - es gewann Marktanteile in allen Regionen, während die Luxussparte einen Umsatzanstieg von 14,6 Prozent auf vergleichbarer Basis verzeichnete.

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Swiss stocks

Der Leitindex SMI war im Tageshoch keine 50 Punkte von seinem Rekord aus dem Februar 2020 entfernt. Er gewann 0,4 Prozent auf 11.199 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursverlierer und 9 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 44,97 (zuvor: 44,43) Millionen Aktien. Rundum überzeugend fiel ein Bericht von ABB zum ersten Quartal aus. Umsatz, Marge, Ausblick - die Zahlen und Ausführungen kamen an der Börse gut an. Die EBITDA-Marge wurde zum Jahresauftakt um rund 30 Prozent gesteigert. Die Aktie kletterte um 3,1 Prozent nach oben. Bankenwerte gehörten nicht zu den Favoriten, zumal die Renditen weiter nachgaben. UBS verloren 0,5 Prozent, Credit Suisse 0,1 Prozent. Für die Experten der Deutschen Bank bleibt Credit Suisse auch nach den Verlusten wegen der Pleite des Hedgefonds Archegos ein Kauf, wenngleich sie das Kursziel senkten. Zwar werfe das Risikomanagement Fragen auf, doch sei dies für die Credit Suisse eine Chance, so ihre Einschätzung. Die Aktie sollte sich langsam von der wenig anspruchsvollen Bewertung erholen. Luxusgüterwerte tendierten leichter, aber in unterschiedlichem Ausmass. Während Swatch 1,5 Prozent verloren, gaben Richemont lediglich 0,1 Prozent ab.

International markets

Europe

Leicht im Plus sind Europas Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Die Berichtssaison läuft bislang global sehr gut: In den USA haben weitere US-Banken wie Citigroup und Bank of America die Prognosen deutlich überboten. Und auch in Europa sah es gut aus, wie die Geschäftszahlen unter anderem bei ABB, Publicis und Drägerwerk zeigten. Der DAX stieg um 0,3 Prozent auf 15.255 Punkte, der Euro-Stoxx-50 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.993 Zähler. Deutsche Wohnen setzten sich mit 2,5 Prozent Plus an die DAX-Spitze. Hier trieb das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG), nach dem der Berliner Mietendeckel nicht verfassungsgemäss sei. Damit steht weiteren Mieterhöhungen nichts im Wege. Das Unternehmen hat einen hohen Wohnungsbestand in Berlin. Vonovia stiegen 0,7 Prozent. Zeichen für einen globalen Konjunkturaufschwung kamen auch aus der Werbebranche: Hier hat die französische Holding Publicis laut Citigroup für das erste Quartal mit "herausragenden" Ergebnissen aufgewartet. Die Aktien sprangen um 3,3 Prozent. Im DAX legten SAP nach den guten Vortageszahlen weitere 2 Prozent zu. "Corona" zog sich derweil als roter Faden durch alle Bilanzen: Drägerwerk sprangen um 10,6 Prozent, nachdem im ersten Quartal eine operative Gewinnmarge von gut 16 Prozent erzielt worden war - erwartet hatte man gerade die Hälfte des Wertes. Der Umsatz stieg um 28 Prozent. Die Sonderkonjunktur mit Beatmungsgeräten geht nun aber zu Ende: Der Auftragseingang brach um rund 45 Prozent ein. Curevac legten knapp 4 Prozent zu. Das Biotechnologie-Unternehmen liegt mit seinem neuen Corona-Imfpstoff gut im Zeitplan und fährt die Planung seiner Produktionskapazitäten hoch.

United States

Die Wall Street hat am Donnerstag mit neuen Rekordständen geglänzt. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,9 Prozent auf 34.036 Punkte und kletterte erstmals über 34.000 Punkte. Auch der S&P-500 erreichte mit einem Plus von 1,1 Prozent ein neues Rekordhoch. Der Nasdaq-Composite stieg um 1,3 Prozent. Im Fokus stand aber die Entwicklung auf Unternehmensseite, die ebenfalls sehr gut läuft: Citigroup und Bank of America haben die Erwartungen an ihre Quartalszahlen deutlich übertroffen. Wie am Vortag bei JPM, Goldman Sachs und Wells Fargo treibt eine Kombination aus etwas besserem operativen Geschäft und Auflösung der enormen Risikovorsorge die Gewinnentwicklung. Allerdings bezeichnen Analysten die Kosten der Bank of America als enttäuschend. Die Aktie sank um 2,9 Prozent. Bereits an den Vortagen war zu erkennen, dass Anleger gute Bankbilanzen zum Einstreichen von Gewinnen nutzten. Citigroup verloren 0,5 Prozent. Der US-Krankenversicherer Unitedhealth hat das erste Quartal besser als erwartet abgeschlossen und seine Jahresprognose angehoben. Die Titel zeigten sich 3,8 Prozent fester. Dell will sich von ihrer Beteiligung an VMware trennen, um Schulden abzubauen. Der Wert des VMware-Anteils wird mit 52 Milliarden Dollar angegeben. Dell sprangen um 6,7 Prozent, VMware gewannen 3 Prozent. American Eagle Outfitters verbesserten sich um 4,1 Prozent. Bei der Textilhandelskette verlief die abgelaufene Periode besser als gedacht.

Asia

Eher gedämpft ist die Stimmung zum Wochenausklang an den Börsen in Ostasien. In Asien steigen vielerorts die Corona-Fallzahlen. Der Nikkei-225-Index liegt 0,1 Prozent im Plus bei 29.679 Punkten. Etwas stärker, nämlich um 0,5 Prozent, legt der Composite-Index in Schanghai zu. Kaum verändert tendiert der HSI in Hongkong. Auch in Seoul pendelt der Leitindex Kospi um den Schlusskurs des Vortags.

Bonds

Am Rentenmarkt stiegen die Notierungen kräftig - trotz der guten Wirtschaftsdaten. Doch da Zinserhöhungen noch lange nicht auf der Agenda stehen, fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um knapp 8,5 Basispunkte auf 1,55 Prozent.

Analysis

Citi erhöht Ziel Kühne + Nagel auf 212 (143) CHF - Sell
Deutsche Bank senkt Ziel Credit Suisse auf 12 (15) CHF - Buy
Jefferies erhöht RWE-Ziel auf 43 (40) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.