Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 09.04.2021
Morning news

Netflix schliesst mehrjährige Lizenzvereinbarung mit Sony

Topic of the day

Netflix wird in den kommenden Jahren die Kinofilme von Sony Pictures Entertainment auf seinem Streamingdienst anbieten. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, haben sie ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen über die Kinofilme aus dem Hause Sony geschlossen, beginnend mit den für 2022 geplanten Filmen. Darunter sind künftige Spider-Man-Filme und andere auf Charakteren aus Marvel-Comics basierende Filme, an denen Sony die Rechte hält, wie Morbius und Venom. Finanzielle Details zu dem Deal wurden nicht bekanntgegeben. Mit den Vorgängen vertraute Personen bezifferten das Volumen auf mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr. Die genaue Summe wird zum Teil von den Erfolgen der Filme an den Kinokassen abhängen. Ein wichtiger Anreiz für Netflix war der Zugang zu Marvel-Titeln. Denn Disney verarbeitet die Inhalte seiner Tochter Marvel mittlerweile auf seinem eigenen Streamingdienst Disney+.

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Swiss stocks

Nach dem Rücksetzer vom Mittwoch haben die schweizerischen Aktien am Donnerstag wieder Boden gut gemacht. Rückenwind kam dabei von der US-Notenbank. Der SMI gewann 0,7 Prozent auf 11.207 Punkte. Die Aussicht auf einen Wiederaufschwung liess Anleger zu Konjunkturzyklikern wie ABB (+0,7%) oder SGS (+1,1%) und Sika (+0,5%) greifen. Gesucht waren aber auch defensive Werte wie das Schwergewicht Nestle (+1,2%) oder die Aktie des Duft- und Aromenherstellers Givaudan (+1,7%). Pharmawerte standen ebenfalls auf den Kauflisten der Anleger. Roche (+1,6%) profitierten von einem Analystenkommentar. Die Citigroup hat die Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt und die Gewinnschätzungen angehoben. Novartis gewannen 0,4 Prozent, Alcon 1,6 Prozent und Lonza 0,5 Prozent. Gesunkene Anleiherenditen belasteten derweil die Finanzwerte. Credit Suisse und UBS gaben um 0,6 und 0,4 Prozent nach. Die Versicherer Swiss Life und Zurich verzeichneten Kursverluste von 0,9 und 0,8 Prozent. Swiss Re schlossen kaum verändert.

International markets

Europe

Mit leichten Aufschlägen haben am Donnerstag die europäischen Aktienmärkte geschlossen. Der DAX beendete den Tag 0,2 Prozent höher bei 15.203 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent auf 3.978 Punkte nach oben. Der marktbreite Stoxx-600-Index, vergleichbar mit dem S&P-500 in den USA, schloss mit 436,67 Punkten auf einem neuen Allzeithoch. Positiv gesehen wurde, dass die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer im Februar erstmals seit Oktober 2018 eine zweistellige Zuwachsrate beim Auftragseingang erzielt haben. Der Telekomdienstleister KPN gewann 1,4 Prozent. Die Aktie profitierte von einem Bericht im Wall Street Journal, laut dem Stonepeak Infrastructure Partners und EQT an einem gemeinsamen Übernahmegebot arbeiten, das den Konzern mit mehr als 15 Milliarden Dollar bewerten würde. Nach Erstquartalsergebnissen gaben Gerresheimer um 2,1 Prozent nach. ABB (+0,7%) startet am Freitag sein Aktienrückkaufprogramm über 4,3 Milliarden Dollar. Für die Aktie von Asos ging es in London um 3,4 Prozent nach unten. Das Umsatzwachstum des Online-Modehändlers ist während der Coronavirus-Pandemie unter dem Niveau der Wettbewerber wie Zalando oder Boohoo geblieben, sagte Liberum. Während Asos bei der Kostensenkung Fortschritte gemacht habe und weniger Kunden verliere, bleibe allerdings unklar, wie es nach der Pandemie weitergehe.

United States

Die Rekordjagd an der Wall Street hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der S&P-500 markierte bei 4.098 Punkten ein neues Allzeithoch. Insgesamt zeigte sich der Markt allerdings mit einer uneinheitlichen Tendenz. Während die Standardwerte eher verhalten zulegten, führten Technologiewerte den Markt mit weitem Abstand an. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher bei 33.504 Punkten. Der S&P-500 rückte dagegen um 0,4 Prozent vor. Der Nasdaq-Composite kletterte sogar um 1,0 Prozent. Hier stützte die weitere Beruhigung am Anleihemarkt, wie es hiess es. Den 2.033 (Mittwoch: 1.407) Kursgewinnern standen 1.257 (1.884) -verlierer gegenüber, während 118 (133) Titel unverändert schlossen. Unternehmensnachrichten waren erneut dünn gesät. General Motors (GM) verloren 1,2 Prozent. Der Autohersteller muss wegen der Chip-Knappheit weitere Werke zeitweise stilllegen. Apple (+1,9%) zeigten sich derweil unbeeindruckt von einem Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei", wonach ein zu geringes Angebot an Komponenten wie Chips oder Bildschirmen die Fertigung von MacBooks und iPads verzögert. Die iPhone-Fertigung sei davon jedoch nicht betroffen. Mit einem Plus von 1,1 Prozent ging die Aktie von KKR aus dem Handel. Das Beteiligungsunternehmen hatte mitgeteilt, eine Mehrheit an Therapy Brands zu erwerben, einem Softwareanbieter im Gesundheitsbereich. Für die Papiere von Landec, einem Hersteller von Naturkostprodukten, ging es um 8,5 Prozent nach unten. Die Quartalszahlen kamen nicht gut an, sie verfehlten nettogewinnseitig die Erwartung. Zudem senkte Landec den Ausblick.

Asia

Die Indizes an den ostasiatischen Börsen geben am Freitag mehrheitlich nach. Der an den Vortagen wenig bewegte Nikkei-Index in Tokio macht eine Ausnahme und zeigt ein Plus von 0,4 Prozent auf 29.826 Punkte.Der HSI in Hongkong und der Schanghai-Composite kommen um 0,7 Prozent etwas stärker zurück. Der Kospi schliesst nahezu unverändert bei -0,1 Prozent.

Bonds

Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben am Donnerstag leicht nach und festigten damit eine Rallye am Anleihemarkt, die die Renditen für langlaufende Staatsanleihen nach einem Anstieg auf ein Niveau vor der Pandemie im ersten Quartal dieses Jahres wieder nach unten gezogen hat. Die Rendite der 10-jährigen Treasury-Note fiel um 2,1 Basispunkte auf 1,632% und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 25. März, während die Rendite der 30-jährigen Anleihe um 1,4 Basispunkte auf 2,322 % sank.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.