Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 06.04.2021
Morning news

Softbank kauft 40 Prozent an norwegischer Autostore

Topic of the day

Die Softbank Group Corp erwirbt für 2,8 Milliarden US-Dollar eine Beteiligung von 40 Prozent am norwegischen Lagertechnikunternehmen Autostore. Die japanische Beteiligungsholding setzt damit auf den Einsatz von Robotern und Automatisierung in Lagerhäusern. Autostore wird von der Beteiligungsgesellschaft Thomas H. Lee Partners kontrolliert, die schwedische EQT AB hält eine Minderheitsbeteiligung. Insgesamt bewertet die Transaktion Autostore mit 7,7 Milliarden Dollar, wie die beteiligten Unternehmen mitteilten. Thomas H. Lee Partners bleibt auch nach dem Einstieg von Softbank Mehrheitseigner. Softbank-Chef Masayoshi Son hatte 2017 die Prognose gestellt, da intelligente Roboter innerhalb von 30 Jahren die Zahl der Menschen auf dem Planeten übersteigen werden. Autostore ermöglicht den vollautomatischen Betrieb von Lagern, in denen Roboter die benötigten Teile und Produkte aus den Regalen holen und an den geforderten Ort bringen. Das Unternehmen will erstmals dieses Jahr Gewinne schreiben. Auch an dem US-Unternehmen Invitae Corp, einem Anbieter von Gentests, will sich die japanische Softbank mit 1,2 Milliarden Dollar beteiligen, um damit das Portfolio an Biotech- und Life-Sciences-Unternehmen auszubauen.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Gründonnerstag mit einem Plus beendet. Stützend wirkte das von US-Präsident Joe Biden vorgestellte Billionen-Infrastrukturprogramm. Für die Aktien im SMI ging es fast ausschliesslich nach oben. Das Index-Schwergewicht Nestle (+0,2%) blieb allerdings deutlich zurück und gehörte zu den Schlusslichtern. Auch die beiden anderen Schwergewichte - Roche (kaum verändert) und Novartis (+0,5%) - liefen dem Markt hinterher. Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 11.118 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursgewinner und zwei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 46,33 (zuvor: 70) Millionen Aktien. Eine Erholungsbewegung zeigten indessen Credit Suisse (+2,6%) nach einer durch kräftige Verluste gekennzeichneten Handelswoche. Der Aktie hatte der Zahlungsausfall des US-Hedgefonds Archegos in den vergangenen Tagen massiv zugesetzt. Im Gefolge von Credit Suisse legten UBS um 1,7 Prozent zu. Für die Aktie des Vermögensverwalters Partners Group ging es um 1,9 Prozent nach vorne. Auch die Versicherungswerte lagen gut im Markt: Swiss Life (+1,5%), Zurich (+0,8%), Swiss Re (+0,6%).

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Donnerstag vor dem viertägigen Osterwochenende höher, unterstützt von ermutigenden Indikatoren in der Eurozone und einer Entspannung bei den langfristigen Zinsen. Darüber hinaus milderten Ankündigungen von US-Präsident Joe Biden über seinen Plan, in die US-Infrastruktur zu investieren, die Auswirkungen der neuen Beschränkungen, die in Frankreich zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 verhängt wurden. Der Stoxx Europe 600 Index stieg um 0,6 Prozent auf 432,2 Punkte. In Paris legte der CAC 40 um 0,6 % bzw. 0,7 % zu. In Frankfurt stieg der DAX 30 um 0,7 % und der FTSE 100 in London gewann 0,4 %. Atos (-12,4%) teilte mit, dass die Wirtschaftsprüfer eine Arbeitsbeschränkungsreserve für zwei juristische Einheiten in den USA ausgestellt haben, die 11% des konsolidierten Umsatzes und 9% der operativen Marge des IT-Dienstleistungskonzerns im Jahr 2020 beitragen. Solutions 30 (+27,6 %) gab an, dass die unabhängige Prüfung, mit der Didier Kling Expertises & Conseil und Deloitte beauftragt wurde, die Unbegründetheit und Fehlerhaftigkeit der gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe bestätigte. Vinci (+2,9%) hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Energieaktivitäten der spanischen Gruppe ACS für 4,9 Mrd. Euro unterzeichnet, die vollständig in bar zu zahlen ist.

United States

Überraschend starke heimische Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Montag steil nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 markierten am ersten Handelstag nach dem langen Osterwochenende neue Rekordhochs. Schon die am Karfreitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten übertrafen die Erwartungen der Ökonomen deutlich. Der Dow stieg um 1,1 Prozent auf 33.527 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite gewannen 1,4 und 1,7 Prozent. Angeführt wurde die Aufwärtsbewegung von den Sektoren Kommunikation und Technologie mit durchschnittlichen Gewinnen von jeweils 2,3 Prozent. Den schwächsten Sektor stellten Energiewerte. Sie folgten den Ölpreisen nach unten und verloren im Schnitt 2,4 Prozent. Für die Tesla-Aktie ging es 4,4 Prozent nach oben. Der Elektroautobauer hat im ersten Quartal weltweit rund 184.000 Elektrofahrzeuge ausgeliefert und damit die Prognose der Analysten übertroffen, die lediglich mit einem Absatz von rund 168.000 Fahrzeugen gerechnet hatten. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet rückte um 4,2 Prozent vor. Im Rechtsstreit mit Oracle (+3,3%) um die Programmiersprache Java hat Google einen juristischen Sieg errungen. Der Oberste Gerichtshof in Washington entschied, da Google mit der Nutzung von Java nicht gegen das Urheberrecht verstossen habe. Die Facebook-Aktie kletterte um 3,4 Prozent auf ein Rekordhoch. Sie zeigte sich damit unbeeindruckt von schlechten Nachrichten: Die Daten von mehr als 500 Millionen Facebook-Nutzern, die 2019 erbeutet worden waren, sind im Internet in einem Hacker-Forum veröffentlicht worden. Auch an Amazon (+2,1%) perlte Kritik am Umgang des Konzerns mit seinen Mitarbeitern ab. Die Apple-Aktie gewann 2,4 Prozent. Die südkoreanische LG Electronics will noch in diesem Jahr ihre verlustbringende Handy-Sparte aufgeben.

Asia

An den ostasiatischen Börsen überwiegen am Dienstag im Handelsverlauf die Minuszeichen. In Schanghai, wo das Geschäft am Vortag noch geruht hatte, geht es um 0,3 Prozent nach unten. In Tokio, wo es am Ostermontag kräftig nach oben gegangen war, gibt der Nikkei-Index nach Anfangsgewinnen mit 1,1 Prozent einen Grossteil der Gewinne wieder ab, gebremst zum Teil vom etwas festeren Yen. In Seoul ist die Tendenz knapp behauptet. Der Hang-Seng legt eine Feiertagspause ein.

Bonds

Der Benchmark-Zinssatz am Markt, der 10-jährige T-Bond, zog erneut an, und zwar um 4 Basispunkte auf 1,72 %, nachdem er am Freitag als Reaktion auf den Arbeitsmarktbericht gestiegen war.

Analysis

Citi erhöht Henkel-Ziel auf 96 (88) EUR - Neutral
Warburg erhöht BASF-Ziel auf 79 (77) EUR - Buy
JPM erhöht Givaudan-Ziel auf 3.710 (3.530) CHF - Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.