Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 30.03.2021
Morning news

Deliveroo verengt Angebotsspanne auf das untere Ende

Topic of the day

Deliveroo bietet seine Aktien beim Börsengang billiger an als zunächst geplant. Der britische Essenslieferdienst verengte die Preisspanne laut eigenen Angaben auf 3,90 bis 4,10 Pfund je Aktie. Bislang standen die Anteile zwischen 3,90 und 4,60 Pfund zur Zeichnung. Laut Deliveroo gibt es sehr grosse Nachfrage bei institutionellen Investoren weltweit. Das Angebot sei mehrfach überzeichnet - angeführt von drei Ankerinvestoren. "Angesichts der volatilen globalen Marktbedingungen für Börsengänge hat sich Deliveroo für einen verantwortungsvollen Preis innerhalb der anfänglichen Spanne entschieden", sagte ein Sprecher. Vergangene Woche hatten einige grosse britische Fondsbetreiber erklärt, darunter Aviva Investors, Aberdeen Standard Investments, Legal and General Investment Management sowie M&G, sie würden nicht in Deliveroo investieren, weil sie Bedenken hinsichtlich des Geschäftsmodells und der Arbeitnehmerrechte hätten.

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Swiss stocks

Etwas leichter hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Im Fokus der Anleger standen Credit Suisse. Die Aktie brach um 13,8 Prozent ein. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 11.090 Punkte. Credit Suisse warnte vor erheblichen Belastungen mit einem US-Kunden. Ein US-Hedgefonds habe Margin Calls von Credit Suisse und anderen Banken nicht bedienen können, teilte die Schweizer Bank mit. Die Geldhäuser seien nun dabei, sich aus diesen Positionen zurückzuziehen. Der erwartete Verlust könnte für das Ergebnis des ersten Quartals massiv ausfallen. Konkret beziffern lasse sich die Belastung derzeit noch nicht, so Credit Suisse. Weitere Details, wie den Namen des US-Kunden, nannte Credit Suisse nicht. Nach Angaben von informierten Personen soll es sich aber um den Hedgefonds Archegos Capital Management handeln. Im Gefolge verloren USB 3,9 Prozent. Die Aktie des Vermögensverwalters Partners Group gab 1,7 Prozent nach. Unterstützung erhielt der SMI indessen vom Index-Schwergewicht Nestle. Für die als defensive geltende Aktie ging es um 1,0 Prozent nach oben. Daneben verzeichneten auch Versicherungswerte Aufschläge: Swiss Re (+0,6%), Zurich Insurance (+0,8%), Swiss Life (+0,1%). Tagessieger waren SGS mit einem Plus von 1,4 Prozent.

International markets

Europe

Europas Börsen sind am Montag mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Die Stimmung wurde gestützt von der Nachricht, dass das Containerschiff Ever Given freigelegt und der Schiffsverkehr nach Angaben der ägyptischen Kanalbehörde wieder aufgenommen wurde. Damit dürfte sich der Schiffsstau im Kanal bald auflösen und die globalen Lieferketten wieder funktionieren. Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 14.818 Punkte, bei 14.845 Punkten markierte er ein neues Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 rückte 0,4 Prozent auf 3.883 vor. Übernahmefantasie gab es in Spanien. Hier stiegen die Aktien des Telekombetreibers Euskaltel um 16 Prozent nach einem Gebot des Konkurrenten Masmovil. Telefonica-Aktien verloren dagegen 3,7 Prozent - hier belastete vor allem die Aussicht auf verschärfte Konkurrenz im Sektor. Kräftig im Minus mit 4,5 Prozent zeigten sich Leoni. Hier stufte JP Morgan die Aktien auf Underweight ab und halbierte fast das Kursziel von 9 auf 5 Euro. Die Aktien der Deutschen Beteiligungs AG sprangen indes um 9,1 Prozent: Der Gewinnausblick für das Geschäftsjahr 2020/21 wurde nahezu verdoppelt. Jefferies bestätigte die Kaufempfehlung für die Aktie und nahm das Kursziel auf 47 von 43 Euro nach oben.

United States

Nach dem kräftigen Kursplus vom Freitag sind die US-Börsen zurückhaltend in die neue Handelswoche gestartet. Der Nasdaq-Composite zeigte sich volatil. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent fester bei 33.171 Punkte, während der S&P-500 um 0,1 Prozent nachgab. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite ging es um 0,6 Prozent nach unten. Dabei gab es insgesamt 1.120 (Freitag: 2.554) Kursgewinner und 2.211 (752) -verlierer. Unverändert schlossen 67 (82) Titel. Belastet wurde die Stimmung von den Problemen eines US-Hedgefonds, der Margin Calls verschiedener Banken nicht bedienen konnte. Die schweizerische Credit Suisse und die japanische Nomura hatten deshalb vor erheblichen Verlusten mit diesem Kunden gewarnt, den sie namentlich nicht nannten, bei dem es sich nach Angaben informierter Personen aber um den Hedgefonds Archegos Capital Management handelt. Die Kurse von Credit Suisse und Nomura waren daraufhin am Montag in Europa und Asien um zweistellige Prozentsätze eingebrochen. Am Markt geht die Sorge um, dass noch mehr Banken betroffen sein könnten. Unter den Aktien von US-Banken fielen Goldman Sachs um 0,5 Prozent, Morgan Stanley um 2,6 Prozent und Citigroup um 2,0 Prozent. Die Aktien der Medienunternehmen Discovery und ViacomCBS gaben noch einmal nach. B-Aktien von ViacomCBS schlossen 6,7 Prozent im Minus, die A-Aktien von Discovery büssten 1,6 Prozent ein. Beide Titel waren am Freitag im späten Handel um jeweils gut 27 Prozent eingebrochen. Nach Angaben informierter Kreise warfen die Deutsche Bank, Goldman Sachs und Morgan Stanley im Auftrag von Archegos Aktien im Wert von rund 30 Milliarden Dollar auf den Markt, darunter auch von Discovery und ViacomCBS.

Asia

An den asiatischen Börsen werden die Probleme des US-Hedgefonds Archegos Capital am Dienstag gut weggesteckt - die Indizes zeigen sich mehrheitlich freundlich bis fest. Selbst erneut steigende Anleiherenditen in den USA tun der guten Stimmung keinen Abbruch.

Bonds

Befürchtungen, dass die jüngst wieder steigenden Corona-Infektionszahlen die Erholung der Wirtschaft bremsen könnten, beschäftigen viele Analysten. Die Rendite 10-jährige US-Staatsanleihen stieg zu Wochenbeginn um 2,9 Basispunkte auf 1,72 Prozent.

Analysis

JPM erhöht Allianz-Ziel auf 228 (224) EUR – Overweight
UBS erhöht Porsche-Ziel auf 120 (76) EUR – Buy
UBS senkt Ziel K+S auf 8,30 (10,10) EUR – Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.