Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 22.03.2021
Morning news

Canadian Pacific kauft Kansas City Southern: 25-Milliarden-Deal für US-Güterbahn

Topic of the day

Auf dem nordamerikanischen Kontinent steht eine grosse Fusion im Bahnverkehr an: Die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway Ltd. kauft die Eisenbahnholding Kansas City Southern und schafft damit erstmals ein Schienennetz im Güterverkehr, das Mexiko, die USA und Kanada verbindet. Die Transaktion hat einen Wert von rund 25 Milliarden US-Dollar. Der Zusammenschluss spiegelt eine langfristige Perspektive auf eine vernetzte nordamerikanische Wirtschaft. Die drei Länder erholen sich in unterschiedlichem Tempo von den Folgen der Covid-19-Pandemie auf die Lieferketten und den Welthandel. Das Schienenverkehrsaufkommen, das im vergangenen Jahr stark eingebrochen war, hat sich wieder erholt, auch wenn Rückstaus in den Häfen Kalifornien Importe aus Asien verzögert und einige US-Fabriken zum Stillstand gebracht haben. Die beiden Unternehmen gaben am Sonntag die Einigung ihrer Vorstände auf einen Deal bekannt, der Kansas City mit 275 Dollar je Aktie bewertet. Die Investoren von Kansas City erhalten 0,489 Aktien von Canadian Pacific und 90 Dollar in bar für jede Kansas-City-Stammaktie.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag mit leichten Abschlägen geschlossen. Etwas belastet wurde der Markt auch von neuerlichen Lockdowns. Dass der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort in Europa wieder eingesetzt werden konnte, stützte immerhin etwas. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 10.967 Punkte. Auffallend und eher Zeichen einer vorsichtigen Haltung unter Anlegern waren die Aufschläge der defensiven Schwergewichte Nestle (+1,2%), Roche (+0,6%) und Novartis (+0,4%). ABB stiegen um 0,9 Prozent. Aktionär Capital Group hatte beim Technologiekonzern aufgestockt. Credit Suisse (-1,3%) und UBS (-1,7%) litten nach den Vortagesaufschlägen unter Gewinnmitnahmen. Unter den Nebenwerten zogen Interroll um 4,3 Prozent an. Die Logistikgesellschaft verbuchte Gewinn und Cashflow auf Rekordniveau und überraschte auch mit der Dividende positiv.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte fielen am Freitag, belastet von schwachen Ölpreisen und erneuten Ängsten wegen der Gesundheitskrise. Der Stoxx Europe 600 Index fiel um 0,8 % auf 423,4 Punkte. In Paris verloren der CAC 40 und der SBF 120 1,1 % bzw. 1 %. In Frankfurt verlor der DAX 30 0,9 %, während der Londoner FTSE 100 um 1,1 % nachgab. Fluggesellschaften und Flugzeugausrüster gehörten zu den grössten Absteigern des Tages aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die Wiedereröffnung der Grenzen in Europa. Airbus sank um 3,7 %, Safran um 3,5 %, der britische Konzern Rolls-Royce um 4,9 % und die deutsche MTU Engines Aero um 4,6 %. Auch der Automobilsektor ging aufgrund von Produktionsstörungen, die durch die weltweite Verknappung von Halbleitern verursacht wurden, zurück. Die Automobilzulieferer Valeo und Plastic Omnium verloren 3,8 % bzw. 3,6 %, während Renault und Stellantis um 3,2 % bzw. 3,6 % nachgaben. Alstom (-0,8%) gab am Donnerstagabend einen Auftrag im Wert von rund 650 Mio. € zur Lieferung von 200 mehrstöckigen Vorortzugwagen an die Metra in Chicago bekannt. In London gab die britische Regierung bekannt, dass sie 590,7 Mio. NatWest-Aktien an die Bankengruppe verkauft hat, deren Aktie um 0,7% stieg.

United States

Die New Yorker Börse schloss am Freitag grösstenteils im Minus, nach einem starken Rückgang, da die Anleger weiterhin über steigende Zinsen am Anleihemarkt besorgt waren. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gab um 0,7 Prozent auf 32.627,97 Punkte nach, gebremst durch einen Rückgang der Visa-Aktien, und der breiter gefasste S&P 500 Index fiel um weniger als 0,1 Prozent auf 3.913,10 Punkte. Der Nasdaq Composite stieg dagegen um 0,8 Prozent auf 13.215,24 Punkte. Der DJIA hat in dieser Woche 0,5 Prozent verloren, während der S&P 500 und der Nasdaq in den letzten fünf Sitzungen um 0,8 Prozent gefallen sind. Bankaktien verloren im Zuge der Fed-Ankündigung an Boden. Citigroup und Goldman Sachs verloren 1,1%. JPMorgan (-1,6%) erzielte eine Vereinbarung über den Erwerb eines 10%igen Anteils an der Vermögensverwaltungssparte der chinesischen Bank China Merchants Bank für 2,67 Mrd. Yuan, was etwa 410 Mio. $ entspricht. Visa (-6,2%) wird vom US-Justizministerium (DoJ) untersucht, um festzustellen, ob der Konzern versucht hat, den Wettbewerb auf dem Zahlungskartenmarkt einzuschränken, sagten Personen, die der Angelegenheit nahe stehen, gegenüber dem Wall Street Journal. FedEx gewann 6,1 Prozent. Nike verlor 4%.

Asia

Die ostasiatischen Börsen werden am Freitag von mauen Wall-Street-Vorgaben nach unten gezogen. Im Fokus steht daneben die Sitzung der japanischen Notenbank (BoJ), die ihre Renditezielspanne ausgeweitet hat - wie am Vortag von manchen Teilnehmern erwartet. Dies gilt als möglicher Einstieg in eine Zinserhöhung. Zugleich teilte die Bank aber mit, umfangreiche ETF-Käufe vorzunehmen, falls sich die Märkte destabilisieren sollten.

Bonds

Nachdem der Zinssatz für 10-jährige Staatsanleihen in den letzten Wochen stark gestiegen war, legte dieser am Freitag wieder um fast 2 Basispunkte auf 1,727% zu. Am Freitag gab die Fed bekannt, dass sie die Erlaubnis für Banken, US-Staatsanleihen von der Berechnung ihrer ergänzenden Leverage Ratio (SLR) auszunehmen, nicht über den 31. März hinaus verlängern wird.

Analysis

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