Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 18.03.2021
Morning news

Amazon führt landesweiten Gesundheitsdienst in den USA ein

Topic of the day

Der Online-Handelskonzern Amazon will seinen Gesundheitsdienst landesweit anbieten. Das könnte potenziell tiefgreifende Auswirkungen für Telemedizinanbieter, Apotheken, Notfalldienste und Arbeitgeber haben. In einem Blog-Eintrag kündigte der Konzern für den Sommer die Einführung des "Amazon Care Service" in den USA an, der Zugang zu medizinischer Versorgung und Beratung rund um die Uhr in allen 50 Bundesstaaten bieten werde - sowohl für Amazon-Mitarbeiter als auch für Arbeitgeber im ganzen Land. Amazon hatte den Service vor 18 Monaten für seine eigenen Mitarbeiter und deren Familien im Raum Seattle eingeführt. Der Service ermöglicht Nutzern, über die Amazon Care-App per Chat oder Videokonferenz mit einer Krankenschwester oder einem Arzt sprechen. In einigen Märkten umfasst der Service auch die persönliche Betreuung durch Krankenschwestern, die für Dienstleistungen wie beispielsweise Bluttests ins Haus kommen, sowie die Lieferung von Medikamente, die über Amazon Care verschrieben wurden.

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Swiss stocks

Anleger am schweizerischen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch nicht aus der Deckung gewagt. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 10.922 Punkte. Profiteure der erneut gestiegenen Rentenrenditen waren die Banken. Folgerichtig fanden sich deren Aktien an der SMI-Spitze: UBS und Credit Suisse legten um 1,6 bzw. 0,9 Prozent zu - trotz einer Abstufung von Credit Suisse durch Kepler. Wegen eines hohen Finanzierungsbedarfs zählten Technologiewerte angesichts hoher Marktzinsen zu den Verlierern: Ausserhalb des SMI sanken AMS um 2,6 Prozent, Logitech gaben um 2,4 Prozent nach. Nach einem positiven Kommentar von Morgan Stanley mit Kurszielerhöhung kletterten Nestle um 0,2 Prozent. Der Lebensmittelkonzern treffe die richtigen Entscheidungen bei der Kapitalallokation, setze sie effektiv um und habe die Kompetenz, die Ziele zu erreichen, urteilten die Analysten. Swatch büssten 0,3 Prozent ein. Zuversichtliche Äusserungen von Swatch-Chef Nick Hayek stützten damit nicht. Das Geschäft in China und in den USA boome bereits wieder, hatte Hayek gesagt.

International markets

Europe

Der Handel an Europas Börsen war am Mittwoch von Zurückhaltung geprägt. Der Tag stand ganz im Zeichen der US-Notenbank (Fed), auch wenn diese ihre Beschlüsse erst nach dem Handelsende in Europa mitteilen wird. Weiterhin für Verunsicherung sorgte das Impfdesaster in der EU, wegen dem Lockerungshoffnungen nach hinten verschoben werden, mit Folgen für die Wirtschaft. Der DAX gewann dank steigender Autowerte 0,3 Prozent auf 14.597 Punkte und schloss fast auf einem neuen Allzeithoch, für den Euro-Stoxx-50 ging es um einen Punkt auf 3.850 Punkte nach unten. Die Rally der Autoaktien ging ungebremst weiter. VW Vorzüge im DAX stiegen um 11 Prozent auf 230,80 Euro, ihre am Vortag haussierenden Stammaktien um weitere 15,8 Prozent. Dazu kamen positive Analystenstimmen. Unter anderem hat Kepler Cheuvreux das Kursziel für VW Vz von 199 auf 270 Euro erhöht. BMW legten nach einem gut aufgenommenen Ausblick auf 2021 um 6,2 Prozent zu. Die schwachen Acea-Absatzzahlen wurden vom Markt als "historisch" ignoriert. BT Group notierten sehr fest. Der Kurs stieg um 6,5 Prozent. Der Telekom-Konzern hat sich bei Auktionen des Regulierers Ofcom mehrere Lizenzen und Lots für den Aufbau der 5G-Netze gesichert.

United States

Die US-Notenbank und ihr Gouverneur Jerome Powell haben die Finanzmärkte am Mittwochabend kräftig durcheinandergewirbelt. Der Dow-Jones-Index übersprang in Reaktion auf die Fed-Verlautbarungen erstmals die Marke von 33.000 Punkten und kletterte bis auf das neue Hoch von 33.048 Zähler. Am Ende schloss der Index 0,6 Prozent höher bei 33.015 Punkten, der S&P-500 gewann 0,3 Prozent. Im Zuge gesunkener Rentenrenditen drehten die Nasdaq-Indizes ins Plus. Der Composite stieg um 0,4 Prozent, nachdem er zuvor noch Abschläge von über 1 Prozent verzeichnet hatte. Die Federal Reserve hatte ihren geldpolitischen Kurs bei Zinsen und Kaufprogrammen wie erwartet bestätigt. Die US-Währungshüter zeigten sich angesichts der gestiegenen US-Kapitalmarktrenditen unbesorgt. Hier hatten einige Marktakteure auf ein Gegensteuern gesetzt. Die meisten der Fed-Vertreter erwarteten immer noch, dass die kurzfristigen Zinssätze bis 2023 in der Nähe von null gehalten werden. Allerdings sah eine wachsende Minderheit steigende Zinsen 2022 oder 2023. Die US-Währungshüter gingen ferner von einem stärkeren Wirtschaftswachstum und einer höheren Inflation aus. Unter den Einzelwerten stiegen Lennar um 13,8 Prozent. Das Hausbau-Unternehmen hatte im ersten Geschäftsquartal mit dem bereinigtem Gewinn sowohl die Erwartungen der Analysten als auch die eigenen Ziele übertroffen. Zudem stützten die gesunkenen Marktzinsen. Uber sanken um 4,2 Prozent. Der Fahrdienstleister will britischen Fahrern einen Status einräumen, der ihnen Urlaubsgeld und Rentenbeiträge garantiert.

Asia

Erneut im Bann der Wall Street stehen die Aktienmärkte in Ostasien am Donnerstag. Nach den "taubenhaften" Äusserungen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell hatten sich die Anleger dort ermutigt gezeigt und Aktien gekauft, während der Dollar unter Druck geriet. In Japan steigt der Nikkei-225 um 0,9 Prozent, allerdings schmolzen deutlich höhere Gewinne am Gesamtmarkt im Tagesverlauf schon wieder ab.

Bonds

Die zuvor auf das Jahreshoch von rund 1,67 Prozent gekletterte Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kam am Mittwoch auf 1,64 Prozent zurück - auf Tagessicht noch immer ein Aufschlag von 2,5 Basispunkten.

Analysis

UBS hebt Henkel auf Neutral (Sell) – Ziel 88 (81) EUR
HSBC senkt Ziel Delivery Hero auf 139 (157) EUR – Buy
IR senkt Morphosys-Ziel auf 95 (120) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.