Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 17.03.2021
Morning news

Nokia streicht bis zu 10.000 Stellen

Topic of the day

Der Netzwerkausrüster Nokia setzt den Rotstift an. Wie der finnische Konzern mitteilte, streicht er in den kommenden zwei Jahren 5.000 bis 10.000 Jobs. Diese Massnahme soll dazu beitragen, die Kosten in den nächsten Jahren um rund 600 Millionen Euro zu reduzieren. Die Kostensenkungen sollen erhöhte Investitionen in Forschung & Entwicklung, 5G-Netze, Cloud- und Digitalinfrastruktur, Lohninflation und andere Bereiche, von denen der Konzern langfristig profitieren will, ausgleichen. Die Belegschaft soll damit in den nächsten 18 bis 24 Monaten auf 80.000 bis 85.000 Mitarbeiter schrumpfen. Aktuell beschäftigt Nokia 90.000 Mitarbeiter. Die Kosten für die Restrukturierung bezifferte Nokia auf 600 bis 700 Millionen Euro bis 2023. Rund die Hälfte davon sollen in diesem Jahr verbucht werden. Der Ausblick für 2021 wird von den Plänen nicht beeinträchtigt.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Dienstag freundlich präsentiert. Der SMI gewann 0,7 Prozent auf 10.944 Punkte. Im Zentrum des Interesses stand die Credit Suisse. Die Grossbank ist stark ins neue Jahr gestartet und hat sowohl im Januar als auch im Februar in Bezug auf den Vorsteuergewinn das höchste Niveau der vergangenen zehn Jahre erzielt. Die Investmentbank habe von einer starken Entwicklung im Emissionsgeschäft und einer anhaltend guten Entwicklung im Handelsgeschäft profitiert. Allerdings warnte die Bank vor möglichen Kosten im Zusammenhang mit Greensill Capital. Partners Group kletterten um 2,8 Prozent. Die Beteiligungsgesellschaft veröffentlichte solide Finanzkennziffern für das Jahr 2020. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Gut kam die erhöhte Dividende an. Unter den Nebenwerten legten unter anderem Tecan (+4%) und Sensirion (+5,2%) Geschäftszahlen vor. Während Tecan für 2020 ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum vermeldete, profitierte Sensirion 2020 von neuen Produktfamilien und einer coronabedingten Nachfrage nach Sensoren für Beatmungsgeräte.

International markets

Europe

Wieder aufwärts ging es am Dienstag an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 14.558 Punkte, vorübergehend stand er mit 14.602 Punkten erstmals über der 14.600er Marke. "Der nahende Terminbörsen-Verfall zieht den DAX", so ein Marktteilnehmer. Am Freitag laufen die März-Futures und -Optionen aus. Damit kommen die Basispreise ins Spiel, zunächst bei 14.600 und vielleicht auch der bei 14.700 Punkten. Gestützt wurde die Stimmung auch von den VW-Aktien, die ihren Kursaufschwung weiter beschleunigten. Der Euro-Stoxx-50 zog um 0,6 Prozent auf 3.851 Punkte an. Im DAX stiegen VW-Vorzüge um 6,7 Prozent auf 207,85 Euro. Die Stammaktien von VW schossen sogar um 11,5 Prozent auf 266,60 Euro nach oben. Porsche legten um 4,9 Prozent zu. Vor allem der zuversichtliche Ausblick von VW kam gut an. Ein Händler hob das ambitionierte Margenziel von 7 bis 8 Prozent heraus, das zudem schnell erreicht werden soll. BMW gewannen 3,5 Prozent und Daimler 1,7 Prozent, Continental legten um 3,5 Prozent zu. Im TecDAX gewannen Varta 14,4 Prozent. Händler machten hier als Kurstreiber einen Bericht aus, wonach Varta nun auch Batterien für Elektroautos herstellen will. Die Sorgen wegen der zunächst in vielen Ländern unterbrochenen Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca belasteten kaum. Astrazeneca konnten sich um 3,6 Prozent erholen, gestützt auch von einer Hochstufung der Aktie auf "Kaufen" durch Jefferies. Gut kamen die Zahlen und der Ausblick von Zalando (+5%) an.

United States

Die Wall Street hat sich zu Beginn der zweitägigen US-Notenbanksitzung am Dienstag im Wartemodus präsentiert. Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 32.826 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,2 Prozent nach unten und der technologielastige Nasdaq-Composite stieg um 0,1 Prozent. Im Technologiesektor stiegen Apple, Microsoft und Intel um bis zu 1,6 Prozent. Die US-Notenbank dürfte bei ihrer Sitzung am Mittwoch ihren geldpolitischen Kurs bestätigen. Vor dem Hintergrund steigender Langfristzinsen fragen sich viele Anleger, ob die US-Notenbank gezwungen sein wird, ihre lockere Geldpolitik früher als erwartet zurückzunehmen. Der Branchenindex der Halbleiterwerte legte um 1,3 Prozent zu. Fallende Erdölpreise, vor allem aber schwache Aussichten des Branchenunternehmens NOV belasteten den Ölsektor. Der Branchenindex im S&P-500 zählte mit einem Abschlag von 2,8 Prozent zu den schwächsten. NOV hatte zuvor für das erste Quartal Umsätze in Aussicht gestellt, die klar unter der Marktprojektion lagen. Die Titel des Ausrüsters der Erdöl- und Gasbranche brachen um 10,3 Prozent ein. Exxon Mobile (-2,1%), Marathon Oil (-4,9%), Occidental Petroleum (-3,9%), Chevron (-2,4%) sowie Kinder Morgan (-2,5%) folgten. Unter den Einzelwerten gaben Ford um 5,4 Prozent nach. Der Automobilhersteller warnte, dass sich die Knappheit bei Halbleitern negativ auf die Geschäftszahlen auswirken könnte. GM gaben 1,4 Prozent nach. Die Branchenidex stürzte um 4,1 Prozent ab. Moderna legten dagegen um 8,6 Prozent zu. Der Pharmakonzern testet seinen Covid-19-Impfstoff nun auch an Kindern. Bislang war das Vakzin nur für Menschen ab 18 Jahren aufwärts zugelassen.

Asia

Der Handel an den ostasiatischen Börsen ist am Mittwoch von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt. Die kleinen Verluste des Nikkei-Index von 0,2 Prozent in Tokio gehen laut Händlern vorwiegend auf das Konto von Automobil-, Energie- und Transportwerten, während Halbleiteraktien im Einklang mit den US-Vorgaben zulegen. Der Markt in Hongkong ist nach minimalen Gewinnen zum Start leicht ins Minus abgerutscht.

Bonds

Die Nasdaq profitierte gestern von leicht sinkenden Marktzinsen – die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stand jedoch am Abend knapp im Plus bei 1,62 Prozent und damit in der Nähe ihres Jahreshochs.

Analysis

Dt. Bank senkt Ziel Grand City Properties auf 23 (24) EUR – Buy
BoA erhöht Ziel VW Vz. auf 218 (192) EUR – Neutral
H&A erhöht Ziel Bet-at-home auf 57 (47) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.