Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 15.03.2021
Morning news

Roche übernimmt Genmark Diagnostics für 1,8 Milliarden Dollar

Topic of the day

Roche übernimmt Genmark Diagnostics für 1,8 Milliarden Dollar. Der Schweizer Pharmakonzern unterzeichnete ein entsprechendes Übernahmeabkommen mit dem US-Anbieter von Diagnostiklösungen. Nach der Offerte werden 24,05 Dollar je Aktie gezahlt. Das entspricht einem Aufschlag von rund 43 Prozent auf den Schlusskurs der Genmark-Aktie am 10. Februar - dem letzten Handelstag, bevor Spekulationen über einen möglichen Verkauf aufkamen. Die Transaktion ist von den Boards beider Seiten bereits abgesegnet worden und soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. "Mit der Übernahme von Genmark Diagnostics erweitern wir unser Portfolio in der Molekulardiagnostik um Lösungen, die Patienten und ihren medizinischen Betreuern im Kampf gegen Infektionskrankheiten schnell lebensrettende Informationen liefern können", sagte Thomas Schinecker, Chef von Roche Diagnostics.

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Swiss stocks

Mit kleinen Verlusten hat der schweizerische Aktienmarkt den Freitagshandel beendet. Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 10.840 Punkte. Die am Vortag geschmähten Aktien des Finanzsektors erholten sich etwas im Gefolge der wieder gestiegenen Anleiherenditen. UBS verbesserten sich um 0,9 Prozent und Julius Bär um 0,5 Prozent. CS Group (-2,5%) wurden dagegen von einem negativen Analystenkommentar belastet. Goldman Sachs hatte die Titel auf Neutral von Buy zurückgestuft. Unter den Versicherern gewannen Swiss Life, Swiss Re und Zurich zwischen 0,2 und 0,9 Prozent. Einzelne Konjunkturzykliker, die als Nutzniesser der sich abzeichnenden Wirtschaftserholung gesehen werden, erfreuten sich ebenfalls einer ungebrochenen Nachfrage. Dazu gehörten etwa Geberit (+0,5%) und Lafargeholcim (+0,6%). Der Luxusgütersektor profitierte derweil weiter von der Lockerung von Reise- und Kontaktbeschränkungen. Richemont rückten um 2,1 Prozent vor und Swatch um 0,4 Prozent. Partners Group gaben um 0,2 Prozent nach. Die Private-Equity-Gesellschaft übernimmt von der finnischen Fortum Heizkraftwerke in den baltischen Staaten.

International markets

Europe

Nach der jüngsten Rally haben Europas Börsen zum Wochenausklang eine Verschnaufpause eingelegt. Nach dem Kursaufschwung mit vier Rekordtagen in Folge fiel der DAX um knapp 0,5 Prozent auf 14.502 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent auf 3.832 Punkte nach. Etwas stärker nach unten ging es lediglich in Amsterdam mit Gewinnmitnahmen in den stark gestiegenen Technologiewerten ASML, ASMI und Adyen. In London, Madrid, Paris und Wien zogen die Indizes dagegen sogar noch etwas an. Zwar hat die Europäische Zentralbank (EZB) wie erhofft angekündigt, sie werde das Tempo der Anleihenkäufe wieder erhöhen. Die Renditen der US-Anleihen zogen aber deutlich an, die Rendite der zehnjährigen US-Papiere stieg auf 1,63 Prozent und markierte damit schon wieder ein neues Jahreshoch. Die Daimler-Aktie fiel um 1,9 Prozent auf 70,72 Euro. Hier belastete, dass Renault sich von ihrem gesamten Anteil an Daimler im Rahmen eines beschleunigten Bieterverfahrens getrennt hatte. Der Erlös betrug rund 1,14 Milliarden Euro. "Der Zeitpunkt war sehr gut gewählt", so ein Aktienhändler. Im DAX gaben auch BMW und VW nach. Und Delivery Hero gerieten mit einem Minus von 3,8 Prozent in den Sog der schwachen Technologiewerte. Für die Aktie von Burberry ging es nach dem Zwischenbericht zum vierten Quartal um fast 7 Prozent nach oben.

United States

Nach neuerlichen Rekorden am Vortag zeigten sich die US-Börsen am Freitag zweigeteilt. Vor allem bei den am Vortag vorausgeeilten Technologiewerten wurden Gewinne mitgenommen, wobei sich die Kurse von ihren Tagestiefs aber schon wieder etwas erholten. "Der Aktienmarkt wird nach all den Schlagzeilen eine Pause einlegen", erwartet Vermögensstrategin Sophie Chardon von Lombard Odier. Die gestiegenen Marktzinsen trieben die Aktienkurse im Bankensektor, der Branchenindex zog um 1,5 Prozent an: Citigroup, JP Morgan, Morgan Stanley, Bank of America und Wells Fargo legten bis zu 2,3 Prozent zu. Steigende Renditen verbessern das Geschäftsmodell der Finanzinstitute. Novavax machten einen Sprung um 5,1 Prozent, nachdem der Corona-Impfstoffkandidat des Biotechmologie-Unternehmens in einer Spätstudie eine Wirksamkeit von 96,4 Prozent gezeigt hat gegen "leichte, mittelschwere und schwere Erkrankungen, die durch den ursprünglichen Covid-19-Stamm verursacht werden". Das Cloud-Software-Unternehmen Domo (-6,7%) hat im vierten Quartal einen niedrigeren Verlust als im Vorjahr geschrieben und die Markterwartungen übertroffen. Gleichwohl wurden weiter rote Zahlen geschrieben. Docusign (-5,9%) übertraf zwar die Umsatz- und Gewinnerwartungen, der Ausblick deutet jedoch auf eine Abschwächung hin.

Asia

An den Börsen in Ostasien und Australien schält sich am Montag kein einheitlicher Trend heraus. Teilnehmer sprechen von einem zögerlichen und abwartenden Handel und der Suche nach Impulsen. Neue Konjunkturdaten aus China und Japan verfehlen bislang noch ihre Wirkung - in China haben Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz in den ersten Beiden Monaten stärker zugelegt als von Ökonomen erwartet. In Tokio tendiert der Nikkei-225 wenig verändert, nachdem die Maschinenbauaufträge gegen den Vormonat nicht ganz so stark nachgaben wie befürchtet.

Bonds

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt am Freitag wieder über die Marke von 1,60 Prozent in den Bereich des Jahreshochs, aktuell liegt sie satte 8 Basispunkte höher bei 1,62 Prozent.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen