Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 11.03.2021
Morning news

Oracle übertrifft Erwartungen und stockt Aktienrückkauf auf

Topic of the day

Oracle hat im dritten Geschäftsquartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Überdies stockte das Board des SAP-Wettbewerbers das Aktienrückkaufprogramm um 20 Milliarden Dollar auf. Anleger sollen am Erfolg des Unternehmens mit einer auf 32 von 24 US-Cent erhöhten Quartalsdividende beteiligt werden. Der Kurs von Oracle brach nachbörslich um mehr als 6 Prozent ein, allerdings hatte die Aktie im zurückliegenden Jahr um gut 60 Prozent zugelegt. Wie der Softwarekonzern nach US-Börsenschluss mitteilte, stieg der Umsatz im Quartal auf 10,09 Milliarden von 9,8 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung sei nicht zuletzt der Pandemie zu verdanken, hiess es. Die Nachfrage nach der Cloud-Infrastruktur der zweiten Generation (Gen2) habe die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Umsatz mit Gen2 habe sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, teilte Oracle-Chairman und -CTO Larry Ellison mit. Oracle will daher seine Expansion in neue Gebiete beschleunigen. Der Gewinn verbesserte sich auf 5,02 (Vorjahr: 2,57) Milliarden Dollar.

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Swiss stocks

Etwas fester haben sich die schweizerischen Aktien aus dem Mittwochshandel verabschiedet. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 10.910 Punkte. Gefragt waren eher defensive Aktien wie Givaudan (+1,3%), SGS (1,3%) oder Swisscom (+1,2%). Das ebenfalls als defensiv geltende Indexschwergewicht Nestle stieg um 0,2 Prozent. Im Pharmasektor verbesserten sich Roche um 2,2 Prozent. Die Novartis-Aktie (+0,2%) blieb etwas zurück nach der Abstufung auf Hold von Buy durch die US-Invest-Researchgesellschaft Argus Research. Der Zahlenausweis von Geberit (-1,1) enthielt nach Angaben der Analysten von Baader Helvea keine Überraschungen. Anleger dürften aber verstimmt darüber gewesen sein, dass der Anbieter von Sanitärtechnik keinen Ausblick auf das laufende Jahr gab. Der im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhte Dividendenvorschlag vermochte die Stimmung nicht zu wenden. Unter den Nebenwerten gewannen Medartis nach Zahlenvorlage 4,2 Prozent. Idorsia (+1,7%) profitierten davon, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung des Mittels Daridorexant gegen Schlafstörungen bei Erwachsenen prüft.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte stiegen am Mittwoch im Allgemeinen weiter an, gestützt durch die gedämpfte Inflation in den Vereinigten Staaten im Februar, während die endgültige Abstimmung des Kongresses über das von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagene Konjunkturpaket und die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag abgewartet werden. Der Stoxx Europe 600 Index stieg um 0,4% auf 422,1 Punkte. In Paris schloss der CAC 40 nahe der Marke von 6.000 Punkten mit einem Plus von 1,1% bei 5.990,6 Punkten, während der SBF 120 um 0,9% zulegte. In Frankfurt gewann der DAX 30 0,7 Prozent, während er in London um 0,1 Prozent nachgab. Stellantis (+2,1%) gab bekannt, dass die Ausschüttung der rund 39%igen Beteiligung an dem Ausrüstungshersteller Faurecia (-2,5%) an die Aktionäre bedingungslos erfolgt ist. Maisons du Monde (-5,8%) kündige an, dass es in diesem Jahr mit einer Wiederaufnahme des Umsatzwachstums und einer Stärkung der Profitabilität und Cash-Generierung rechnet, nachdem es ein besser als erwartetes Jahresergebnis vorgelegt hat. Der spanische Bekleidungskonzern Inditex (+1,2% in Madrid) meldete am Mittwoch einen niedrigeren Nettogewinn und Umsatz für das am 31. Januar 2021 beendete Geschäftsjahr, aber seine Online-Verkäufe stiegen stark an. Der Eigentümer der Zara-Kette kündigte zudem an, für das vergangene Jahr eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie zu zahlen.

United States

Die New Yorker Börse schloss am Mittwoch höher mit dem Dow-Jones-Index auf einem neuen Rekord, nachdem der Kongress das riesige Konjunkturpaket verabschiedet hatte und beruhigende Inflationszahlen die Anleiherenditen sinken liessen. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) stieg zum Schluss um 1,5 Prozent auf einen neuen Höchststand von 32.297,02 Punkten. Der S&P 500 Index stieg um 0,6% auf 3.898,81 Punkte. Der an Technologiewerten reiche Index beendete derweil nahezu stabil (-0,04%) bei 13.068,83 Punkten und wurde insbesondere durch den Rückgang von Apple gebremst. Der US-Industriekonzern General Electric (-5,4% auf 13,25 Dollar) einigte sich mit der irischen AerCap Holdings (+3,8%) auf eine Fusion seiner Flugzeug-Leasingsparte Gecas im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar. Roblox, die bei Kindern und Jugendlichen beliebte Videospielplattform, begann den Mittwochshandel an der New York Stock Exchange (NYSE) mit einem Paukenschlag und stieg um 54,5% auf 69,47 $. Basierend auf dem Schlusskurs hat Roblox eine Marktkapitalisierung von über $45 Milliarden. Campbell Soup (+1,9%) sagte am Mittwoch, dass es für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatzrückgang von 2,5% bis 3,5% erwartet. Apple (-0,9%) hat beschlossen, die Produktion des iPhone 12 mini aufgrund der schwachen Nachfrage nach dem Einstiegsmodell seiner 5G-Smartphones zu kürzen, berichtete die Wochenzeitung Nikkei Asia unter Berufung auf Quellen, die der Angelegenheit nahestehen.

Asia

Die nach dem jüngsten Höhenflug weiter sinkenden Renditen insbesondere am US-Anleihemarkt, sorgen am Donnerstag an den Aktienmärkten in Ostasien für Kaufbereitschaft. An den chinesischen Börsen ziehen die Indizes nach einem verhaltenen Start besonders stark an, ebenso legt der südkoreanische Kospi (+1,9%) kräftig zu, nachdem er an den fünf Tagen zuvor auch gefallen war. In Tokio legt der Nikkei-Index mit 0,5 Prozent auf 29.160 Punkte weniger stark zu, etwas gebremst vom zum Dollar zulegenden Yen.

Bonds

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank auf 1,52% von fast 1,55% am Vortag. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe gab ebenfalls um 2 Basispunkte auf 2,243 % nach. Zu Beginn des Jahres lag die Rendite der 10-jährigen Papiere noch bei 0,915 %.

Analysis

Quirin erhöht Nexus auf Buy (Hold) - Ziel 61 (33,50) EUR
BoA erhöht Ziel Telecom Italia auf 0,92 (0,85) EUR - Buy
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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.