Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 10.03.2021
Morning news

Bouygues verkauft 12 Mio Alstom-Aktien für 41,65 EUR/Stück

Topic of the day

Der Bau-, Medien- und Telekommunikationskonzern Bouygues gab am Dienstag seine Absicht bekannt, 12 Millionen Aktien des Bahnausrüsters Alstom im Rahmen einer Platzierung an qualifizierte Investoren im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren zu verkaufen. Nach der Platzierung wird Bouygues einen Anteil von 3,12% am Aktienkapital von Alstom halten, verglichen mit seinem derzeitigen Anteil von 6,35%. "Bouygues hat sich gegenüber den mit der Platzierung beauftragten Banken verpflichtet, den Restbetrag seiner Beteiligung an Alstom für einen Zeitraum von 60 Tagen ab dem Abwicklungsdatum zu behalten", sagte der Konzern in einer Erklärung. Das Orderbuch wird "sofort" eingerichtet und von BNP Paribas und JPMorgan, die als globale Koordinatoren und assoziierte Bookrunner fungieren, sowie von BofA Securities, Crédit Agricole CIB und Société Générale, die als assoziierte Bookrunner fungieren, verwaltet, sagte Bouygues. Bouygues verkaufte seine 12 Millionen Alstom-Aktien nach Marktinformationen zu je 41,65 Euro. Dies entspricht einem Rückgang von fast 4 % gegenüber dem Schlusskurs von 43,07 Euro. Es wird erwartet, dass der Aktienkurs von Bouygues steigen wird, während der Aktienkurs von Alstom zunächst etwas unter Druck gerät, sagte ein Händler. Der Verkauf betrifft die Hälfte der Bouygues-Beteiligung bzw. 3,12% der Alstom-Aktien. Das Buch soll schnell vergriffen gewesen sein.

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Swiss stocks

Nach dem kräftigen Plus zu Wochenbeginn ist es am schweizerischen Aktienmarkt am Dienstag in Einzelfällen zu kleineren Gewinnmitnahmen gekommen. Eine deutlich positive Eröffnung der US-Börsen gab dem breiten Markt am Nachmittag jedoch Rückenwind. Der SMI gewann 0,3 Prozent auf 10.858 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und acht -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 44,23 (zuvor: 46,97) Millionen Aktien. Von Abgaben betroffen waren vor allem die zinssensitiven Finanzwerte, nachdem die Anleihezinsen von ihren jüngsten Hochs wieder etwas zurückgekommen waren. Die Aktien der beiden Banken CS Group und UBS gaben um 0,1 und 1,8 Prozent nach. Die Kurse der Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich sanken zwischen 0,2 und 0,6 Prozent. Im Pharmasektor verloren Novartis 0,8 Prozent. Ein Medikamentenkandidat des Unternehmens hatte in einer Studie das Ziel verfehlt. Roche verbesserten sich hingegen um 0,9 Prozent. Das defensive SMI-Schwergewicht Nestle ging 1 Prozent höher aus dem Handel. Gesucht waren Technologiewerte, zumal sich der Sektor auch in den USA von dem Ausverkauf des Vortags kräftig erholte. Ams stiegen um 2,8 Prozent und Logitech um 6,0 Prozent. Unter den Nebenwerten gewannen Dufry trotz schwacher Geschäftszahlen 3,3 Prozent. Hier setzten Anleger wohl darauf, dass sich die Geschäfte des Betreibers von Duty-Free-Läden mit dem Ende der Lockdowns wieder beleben werden. Stadler Rail verbuchten ein Plus von 2,3 Prozent. Der Schienenfahrzeugbauer hat gemeinsam mit der französischen Alstom einen milliardenschweren Auftrag der spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe erhalten, wie schon am Montagabend bekannt geworden war.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Dienstag höher und profitierten von der anhaltenden Flaute an den Anleihemärkten und der Hoffnung auf eine schnelle Verabschiedung des von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagenen Konjunkturprogramms. Der Stoxx Europe 600-Index stieg um 0,8 % auf 420,4 Punkte. In Paris legten der CAC 40 und der SBF 120 um 0,4 % zu. In Frankfurt legte der DAX 30 ebenfalls um 0,4 % zu und markierte mit 14.437,9 Punkten einen neuen Rekord, während der FTSE 100 in London um 0,2 % zulegte. Der Kurs der Continental-Aktie brach um 8 Prozent ein. Continental verschreckte nach einem erneut hohen Verlust und dem Dividendenausfall die Investoren mit einem vorsichtigen Ausblick für das Gesamtjahr. Einer der grossen Gewinner im DAX waren erneut Deutsche Post. Der Kurs stieg um 3,0 Prozent. Der Logistiker will nun bis 2023 unter anderem den operativen Gewinn auf mehr als 6 Milliarden Euro steigern. Vodafone zogen in London um 1,3 Prozent an. Vodafone und sein europäisches Mobilfunkmast-Geschäft Vantage Towers legten die Preisspanne für das geplante Börsendebüt auf 22,50 bis 29,00 Euro je Aktie fest. Für die Aktie von JDE Peet's ging es an der Börse in Amsterdam um 8 Prozent nach unten. Der niederländische Kaffee- und Teehersteller erwirtschaftete 2020 einen Nettogewinn von 308 Millionen Euro, was im Rahmen der Erwartung lag.

United States

Die New Yorker Börse schloss am Dienstag dank einer Erholung der Technologiewerte und der Entspannung bei den Anleiherenditen höher. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) legte um 0,1% auf 31.832,74 Punkte zu, fiel aber zum Ende der Sitzung aufgrund des Rückgangs der Disney-Aktien. Der S&P 500 Expanded Index stieg um 1,4% auf 3.875,44 Punkte und der Nasdaq Composite sprang um 3,7% auf 13.073,82 Punkte. Am Montag fielen die Indizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite in den Korrekturbereich, nachdem sie mehr als 10 % von ihren jüngsten Höchstständen verloren hatten. Der Halbleitersektor sorgte für die Erholung der Technologiewerte, angeführt von Nvidia (+8%) und AMD (+6,2%). Auch Intel legte um 4,7% zu. Disney verlor 3,5% und litt unter Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie am Vortag um mehr als 6% zugelegt hatte. Der im November 2019 gestartete Online-Videodienst Disney+ hat die Schwelle von 100 Millionen Abonnenten weltweit überschritten, teilte Walt-Disney-CEO Bob Chapek am Dienstag während der Jahreshauptversammlung mit. Der Gründer von Zoom Video Communications (+10%), Eric Yuan, übertrug rund 40% seiner Anteile an dem Anbieter von Videokonferenz-Tools, dessen Aktienkurs sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht hat. Tesla (+20%) erholte sich von einem Rückgang von 6% am Vortag. Die Aktie hatte in den letzten fünf Sitzungen an Boden verloren. GameStop (+27%) konnte nach dem 40%igen Anstieg am Montag weiter zulegen. Auf der anderen Seite legten die Spezialisten für elektronische Zahlungen zu: PayPal gewann 7% und Square stieg um 12%.

Asia

Trotz guter Vorgaben durch die Wall Street in Form massiv erholter Aktienkurse im Technologiesektor zeigen sich die Börsen in Ostasien zur Wochenmitte uneinheitlich. Der Nikkei-Index in Tokio liegt knapp behauptet bei 28.986 Punkten, grössere Abgaben verzeichnet der Kospi. In Schanghai erholt sich das Marktbarometer von den kräftigen Einbussen seit Wochenbeginn, zuletzt aber auch nur noch leicht um 0,3 Prozent.

Bonds

Die Rendite von US-Staatsanleihen gab am Dienstag um 5 Basispunkte auf 1,546% nach. Die Benchmark Anleihe beendete die Montagssitzung bei 1,599% und damit auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Zu Beginn des Jahres hatte die 10-jährige Rendite einen Tiefstand von 0,915 % erreicht.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.