Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 08.03.2021
Morning news

Brent steigt auf über 70 US-Dollar nach Angriff auf Ölanlage

Topic of the day

Kräftig nach oben geht es für Rohöl am Terminmarkt. Während ein Barrel der Sorte Brent am Donnerstagmittag noch 63,50 Dollar kostete, müssen aktuell 70,75 Dollar bezahlt werden. In der Vorwoche hatte zunächst die Bestätigung der Förderkürzung der Opec+ den Preis nach oben getrieben, aktuell sind es bestätigte Meldungen über einen Angriff auf eine Ölanlage im Osten Saudi-Arabiens. Die jemenitischen Huthi-Rebellen bekannten sich auf Twitter zu den Angriffen, die ihren Angaben zufolge neben der Anlage des Energieriesen Aramco auch militärischen Zielen in der nahe Dharhan gelegenen Stadt Damman galten. An den Börsen ist in der Folge zum einen zu erwarten, dass der Sektor der europäischen Ölwerte von den steigenden Notierungen profitiert und besser als der Gesamtmarkt performt. Auf der anderen Seite sorgen steigende Ölpreise für eine anhaltende Diskussion über eine weiter anziehende Inflation.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenausklang zwischen einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht und weiter steigenden Renditen. Am Ende drückten die erneut zulegenden Renditen den SMI kräftig ins Minus. Der Index verlor 1,3 Prozent auf 10.608 Punkte und schloss damit auf seinem Tagestief. Bei den Einzelwerten standen erneut die Aktien aus dem Technologie-Sektor unter Druck. Für die Papiere von Logitech ging es um 2,4 Prozent nach unten, AMS verloren 0,7 Prozent. Technologiewerte reagieren empfindlich auf steigende Renditen wegen des hohen Fremdkapitalanteils. Mit einem gemischten Bild zeigten sich die Index-Schwergewichte. Während Roche und Novartis um 2,0 bzw. 1,7 Prozent nachgaben, ging es für Nestle 0,1 Prozent aufwärts. Credit Suisse (-1,7%) hat den mit Greensill Capital betriebenen Lieferketten-Fonds aufgelöst. Die Priorität liege jetzt darauf, eine Balance zwischen einer zeitnahen Liquidation der Fonds und einem möglichst hohen Werterhalt für Investoren sicherzustellen, so die Bank. Greensill Capital war zuvor in Schieflage geraten. Die Aktien der UBS fielen um 0,7 Prozent. Die Bank musste an ihren vorläufigen Gewinnzahlen kleine Änderungen vornehmen.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Freitag im Minus, da die Renditen von US-amerikanischen und europäischen Staatsanleihen nach dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht auf hohem Niveau verharrten. Der höher als erwartet ausgefallene Stellenaufbau in den USA im Februar schürte die Erwartung eines Inflationsdrucks in den kommenden Monaten, der zu einer Straffung der monetären Bedingungen durch die Zentralbanken führen könnte. Der Stoxx Europe 600 Index fiel um 0,8 % auf 408,7 Punkte. In Paris verloren der CAC 40 und der SBF 120 0,8 % bzw. 0,9 %. In Frankfurt fiel der DAX 30 um 1 %, während der FTSE 100 in London um 0,3 % nachgab. Der gesamte Ölsektor wurde am Freitag durch den Anstieg der Rohölpreise gestützt, wie Total (+1%), BP (+1,8% in London) und Shell (+1,7% in Amsterdam). CGG (+3,9%) setzt nach einem von der Gesundheits- und Wirtschaftskrise geplagten Jahr 2020 auf eine Erholung der Ergebnisse im Jahr 2021. Im Jahr 2020 verzeichnete CGG einen Nettoverlust von 438 Millionen Dollar, gegenüber einem Verlust von 61 Millionen Dollar im Vorjahr. Dassault Aviation (-3%) erwartet für 2021 einen Umsatzanstieg, nachdem das Ergebnis 2020 aufgrund der Auswirkungen der Pandemie gesunken war.

United States

Die New Yorker Börse beendete am Freitag nach einer volatilen Sitzung eine Woche voller Kontraste, hin- und hergerissen zwischen einer sich verbessernden Wirtschaft und Ängsten vor Inflation und steigenden Anleiherenditen. Zum Abschluss beendete der Dow Jones Industrial Average (DJIA) die Woche mit einem Plus von 1,9% auf 31.496,30 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500-Index legte um 2% auf 3.841 Punkte zu. Der Nasdaq Composite gewann 1,6 % auf 12.920,1 Punkte. Mit diesen Gewinnen legten die Indizes Dow Jones und S&P 500 im Wochenverlauf um 1,5 % bzw. 0,8 % zu, während der Nasdaq Composite um 2 % fiel. Die Bekanntgabe des Arbeitsministeriums am Freitag über die Schaffung von 379.000 neuen Nettoarbeitsplätzen im Februar in den Vereinigten Staaten, die weit über den von Ökonomen erwarteten 210.000 neuen Arbeitsplätzen liegt, verstärkte die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung, während die Impfkampagne gegen das Coronavirus im Lande voranschreitet. Das billionenschwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden hat eine weitere wichtige Hürde im Kongress genommen: Nach einer Marathon-Debatte mit zahlreichen Änderungsanträgen nahmen die Senatoren in Washington das Paket am Samstag mit 50 zu 49 Stimmen an. Der Entwurf geht nun zurück an das Repräsentantenhaus - der anderen Parlamentskammer. Dort wird mit einer raschen Verabschiedung gerechnet. Die Oracle-Aktie sprang am Freitag um 6,6% auf 69,93 Dollar, unterstützt von einer Anhebung der Empfehlung von Barclays, die auf das Wachstumspotenzial des Softwareherstellers im Bereich Cloud Computing setzt. Die Gap-Aktie legte um 7% zu, da die Bekleidungskette bessere als erwartete Ergebnisse im letzten Quartal meldete und sagte, dass sie mit der erwarteten Wiederbelebung der Wirtschaft eine Beschleunigung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte erwarte.

Asia

Leichter und zudem deutlich unter den frühen Tageshochs zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte im Verlauf am Montag. Der Tokioter Nikkei-Index liegt 0,5 Prozent im Minus bei 28.733 Punkten und damit rund 500 Zähler unter dem Tageshoch. In Seoul und Schanghai fallen die Einbussen ähnlich gross aus, in Hongkong geht es mittlerweile sogar um 1,2 Prozent nach unten.

Bonds

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die sich auf dem höchsten Stand seit Februar 2020 befindet, beendete die Woche leicht höher bei 1,595%, nachdem sie kurzzeitig die Schwelle von 1,6% überschritten hatte. Der 30-jährige Zinssatz gab leicht auf 2,287 % nach, nachdem er zuvor den höchsten Stand seit Anfang 2020 erreicht hatte.

Analysis

Berenberg erhöht Alcon-Ziel auf 74 (70) CHF - Buy
H&A erhöht Nfon-Ziel auf 30 (22) EUR - Buy
Dt. Bank erhöht Ziel Dt. Lufthansa auf 7,20 (7) EUR – Sell

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.