Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 26.02.2021
Morning news

HP schneidet im ersten Quartal noch besser als erwartet ab

Topic of the day

Der US-Computerhersteller HP Inc hat von einer verstärkten Nachfrage nach Rechnern im Zuge der Coronapandemie profitiert. Der Konzern hatte den Geschäftsausweis eigentlich nach US-Börsenschluss avisiert, dann aber die Zahlen bereits während des Handels veröffentlicht. Der Umsatz im ersten Quartal sprang dank der guten Nachfrage um 1 Milliarde US-Dollar. Netto verdiente die Gesellschaft 1,1 (Vorjahr: 0,7) Milliarden Dollar oder 92 (Vj 46) Cent je Aktie. Die Erlöse kletterten auf 15,6 Milliarden nach 14,6 Milliarden Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten im Konsens mit einem Ergebnis je Titel von 66 Cent bei Umsätzen von 15 Milliarden Dollar gerechnet. Im späten US-Aktienhandel legte der Kurs nach anfänglichen Aufschlägen von 4 Prozent um 1,3 Prozent auf 28,33 Dollar zu.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 10.659 Punkte. Die gestiegenen Renditen der US-Anleihen befeuerten zugleich Zinserhöhungsfantasien und stützten somit die Titel aus dem Finanzsektor. Swiss Life, Credit Suisse, Swiss Re, UBS und Partners Group legten an der Spitze des Tableaus um bis zu 1,2 Prozent zu. "Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Kurz- und Langläufern wirkt für die Banken wie eine Gelddruckmaschine", betonte ein Börsianer. Insbesondere Versicherungswerte profitierten zudem von ordentlichen Geschäftszahlen des französischen Versicherers Axa. Zurich Insurance rutschten allerdings ins Minus. Adecco gaben nach Geschäftsausweis um 1,7 Prozent nach. Der Arbeitsmarktdienstleister hat laut Citi im vierten Quartal 2020 positiv überrascht. Allerdings dürfte der Umsatzrückgang anhalten, so Händler.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienindizes schlossen am Donnerstag niedriger, da die steigenden Anleiherenditen die Aktienkurse auf beiden Seiten des Atlantiks belasteten. Der Stoxx Europe 600-Index schloss 0,4 % niedriger bei 411,7 Punkten. In Paris fielen der CAC 40 und der SBF 120 jeweils um 0,2 %, während der 10-jährige OAT-Satz am Donnerstag zum ersten Mal seit Juni 2020 wieder in den positiven Bereich zurückkehrte. In Frankfurt fiel der DAX 30 um 0,7 % und in London verlor der FTSE 100 0,1 %. Nexity (+5,7%) prognostiziert einen "starken Anstieg" des laufenden Betriebsergebnisses (OIR) im Jahr 2021, "auf mindestens 350 Mio. Euro, d.h. eine Marge von mehr als 7%". Im Jahr 2020 sank das OIR des Immobilienentwicklers um 19 % auf 285 Mio. Euro, was einer Marge von 5,9 % entspricht. Axa (+4,2%) will 2021 eine Dividende in Höhe von 1,43 Euro ausschütten, nachdem der Nettogewinn im vergangenen Jahr um 18% gesunken ist. Veolia (unverändert) teilte am Donnerstag mit, dass es die Gespräche mit dem Konkurrenten Suez (-0,2%) seit der Einreichung des feindlichen Übernahmeangebots nicht wieder aufgenommen hat und kündigte an, dass es seine Leistung bis 2021 verbessern will. Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer (-6,4% in Frankfurt) hat am Donnerstag für das vierte Quartal einen Nettogewinn und einen geringeren Umsatz bekannt gegeben.

United States

Die New Yorker Börse schloss trotz eines Rückgangs der US-Arbeitslosenanträge deutlich niedriger, wobei Technologiewerte erneut unter Druck gerieten, nachdem der Leitzins für Anleihen über 1,5 % gestiegen war. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor am Donnerstag 1,8 Prozent auf 31.402,01 Punkte und der breiter gefasste S&P 500 Index schloss mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 3.829,34 Punkte. Der technologiedominierte Nasdaq Composite fiel um 3,5 % auf 13.119,43 Punkte. Twitter (+3,7 %) präsentierte ambitionierte mittelfristige Ziele. Das soziale Netzwerk plant, seinen Umsatz bis 2023 auf mindestens 7,5 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Der Einzelhändler Target (-1,2%) kündigte an, in seinen Geschäften neue Flächen für Apple-Produkte (-3,5%) einzurichten. Der Pharmakonzern Merck (+0,1%) gab am Donnerstag bekannt, dass er eine Vereinbarung zum Kauf von Pandion Therapeutics (+130%) für 1,85 Milliarden Dollar in bar getroffen hat. Der Grafikchip-Hersteller Nvidia (-8,2%) wurde vom Abwärtstrend der Technologiewerte mitgerissen, obwohl das Unternehmen dank der starken Nachfrage auf dem Videospielmarkt im Weihnachtsgeschäft zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Quartalsumsatz von mehr als 5 Mrd. Dollar veröffentlichte. Mastercard (-3,5%) plant nur Bitcoin-Transaktionen in seinem Netzwerk zu akzeptieren, sagte Ann Cairns, Executive Vice President des US-Zahlungskartenspezialisten, auf einer Konferenz am Donnerstag. Als besonders volatil erwies sich einmal mehr die GameStop-Aktie, die die Sitzung mit einem Plus von 19 % beendete.

Asia

Tief im Minus präsentieren sich die Aktienmärkte in Ostasien am Freitag, nachdem die US-Anleiherenditen abermals sprunghaft gestiegen waren und die US-Börsen darauf einknickten. In Tokio sackt der Nikkei-225-Index um 3,5 Prozent ab auf 29.128 Punkte. An der Börse in Schanghai geben die Kurse im Schnitt um 2,0 Prozent nach; der Hang-Seng-Index in Hongkong liegt 2,8 Prozent im Minus. Im südkoreanischen Seoul fällt der Kospi um 3,5 Prozent.

Bonds

Trotz der beruhigenden Worte der US-Notenbanker, die das Szenario eines Inflationsrückgangs und einer strafferen Geldpolitik abtun, ziehen sich einige Anleger angesichts steigender Anleiherenditen aus Aktien zurück. Der 10-jährige US-Zinssatz stieg am Donnerstag weiter an und legte um 14 Basispunkte auf 1,525 % zu.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.