Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 22.02.2021
Morning news

Boeing: 777 sollte nach Vorfall in Colorado am Boden bleiben

Topic of the day

Nach dem Brand eines Triebwerks in einer Passagiermaschine der Fluglinie United Airlines hat der Hersteller Boeing Fluggesellschaften weltweit aufgefordert, ihre Boeing-777-Maschinen mit dem gleichen Triebwerksmodell am Boden zu lassen. Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA hat Untersuchungen bei Maschinen des Flugzeugtyps angeordnet. Auch die Behörden in Japan haben Airlines angewiesen, bis auf weitere keine Flüge mit dem betroffenen Triebwerksmodell von Pratt & Whitney mehr durchzuführen. Die Boeing 777-220 mit 241 Menschen an Bord war auf dem Weg von Denver im Bundesstaat Colorado nach Hawaii gewesen. Wenige Minuten nach dem Start setzte der Pilot einen Notruf ab, da das rechte Triebwerk ausgefallen war. Auf Videoaufnahmen eines Passagiers war zu sehen, dass die Verkleidung des brennenden Triebwerks abgefallen war. Flugzeugteile stürzten in ein Wohngebiet nahe der US-Großstadt Denver. Die Passagiermaschine musste kurz nach dem Start notlanden. Verletzt wurde aber niemand. Der Vorfall war der dritte mit diesem Flugzeugmodell und diesen Triebwerken in den vergangenen Wochen.

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Swiss stocks

In einem Umfeld mit gemischten Vorgaben wurde der Leitindex am Schweizer Aktienmarkt von den Indexschwergewichten ausgebremst. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 10.705 Punkte. Swiss Re hat wegen Schadenbelastungen durch die Coronavirus-Pandemie vergangenes Jahr einen hohen Verlust verzeichnet. Ohne Covid-19-Schäden und -Rückstellungen habe der Gewinn für 2020 allerdings deutlich über Vorjahr gelegen. Die Verluste in der Aktie hielten sich denn auch mit 0,1 Prozent in Grenzen. Nestle verloren 1 Prozent. Am Tag nach dem Zahlenausweis erfolgten leichte Kurszielsenkungen diverser Häuser. Auch die anderen beiden Indexschwergewichte lasteten auf dem Gesamtmarkt. Novartis fielen um 0,9 Prozent und Roche um 1,1 Prozent. Dagegen rückten Sika nach Ausweis der Geschäftszahlen um 0,3 Prozent vor. Laut Baader ist das EBIT im vierten Quartal 10 Prozent über den Schätzungen ausgefallen, während sich die Dividende 4 Prozent über der Prognose bewege. Der Ausblick für 2021 liege im Rahmen der Erwartungen. Bankenwerte erholten sich von den Verlusten am Vortag und setzten ihre jüngste Aufwärtsbewegung fort. Credit Suisse gewannen nach der Bilanzvorlage am Donnerstag 2,4 Prozent, UBS stiegen um 1,2 Prozent.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Freitag im grünen Bereich, da die Anleger in den auf beiden Seiten des Atlantiks veröffentlichten Indikatoren Grund zum Optimismus fanden. Der Stoxx Europe 600 Index stieg um 0,5% auf 414,9 Punkte. In Paris stiegen der CAC 40 und der SBF 120 um 0,8 % bzw. 0,7 %. In Frankfurt gewann der DAX 30 0,8 %, während der FTSE 100 in London um 0,1 % zulegte. Unterstützung lieferten vor allem die erfreulich robusten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Die Geschäftszahlen von Renault fielen nach Einschätzung der Citigroup durchwachsen aus. Die Analysten hoben die positive Ergebnisentwicklung hervor, kritisierten indes die enttäuschende Entwicklung des Cashflows. Renault verloren 4,4 Prozent. Für die Aktie des italienischen Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzerns Leonardo ging es an der Mailänder Börse um 10 Prozent nach oben. Stützend wirkte ein Bericht in Il Messaggero, wonach sich das Tempo für den geplanten US-Börsengang der US-Tochter DRS beschleunigt. Die Aktien von Hermes stiegen an der Pariser Börse nach "exzellenten" Zahlen um 3,1 Prozent. Das organische Wachstum im vierten Quartal liegt bei beeindruckenden 15,6 Prozent. Hermes-Produkte würden über alle Grenzen hinweg von den Konsumenten stark begehrt, so Bernstein.

United States

Die New Yorker Börse beendete den Handel am Freitag trotz positiver Konjunkturindikatoren verstreut, da der Anstieg der Anleihezinsen weiterhin das Misstrauen der Anleger erregt. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) schloss nahezu stabil bei 31.494,32 Punkten. Der S&P 500 Index fiel um 0,2% auf 3.906,74 Punkte. Der überwiegend technologiegetriebene Nasdaq Composite stieg um weniger als 0,1 % auf 13.874,46 Punkte. Uber verlor 1% nach einem gerichtlichen Rückschlag in Grossbritannien. Der britische Supreme Court entschied am Freitag in einer mit Spannung erwarteten Entscheidung, dass Uber-Fahrer als Angestellte betrachtet werden können und wies die Berufung des US-Autobuchungsriesen zurück. Der Land- und Baumaschinenhersteller Deere (+9,6%) profitierte von der Veröffentlichung stark verbesserter und besser als erwarteter Ergebnisse im ersten Quartal seines zurückliegenden Geschäftsjahres. Kraft Heinz gaben 3,8 % ab und entfernten sich damit von ihrem am Vortag erreichten Zweijahreshoch. Die Aktie hat seit der Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals und der Ankündigung des Verkaufs der Tochtergesellschaft Planters um 15% zugelegt. Der Impfstoff von Pfizer (-0,3%) gegen Covid-19 würde laut einer in Israel durchgeführten Studie ab der ersten Dosis zu 85% wirksam sein, um den Ausbruch der Krankheitssymptome zu verhindern. GameStop (stabil) hat sich stabilisiert, nachdem der Kurs in den letzten drei Sitzungen um 22% gefallen war.

Asia

Kein einheitlicher Trend schält sich am Montag an den Börsen in Ostasien und Australien heraus. Am japanischen Markt geht es mit dem Nikkei-225 um 0,8 Prozent auf 30.243 Punkte nach oben. Minimale Abschläge verzeichnet der Markt in Schanghai. Der Markt in Hongkong setzt die seit Monatsanfang laufende Rally fort, der HSI legt 0,5 Prozent zu. Am koreanischen Markt hat der Index nach Eröffnungsgewinnen relativ leicht ins Minus gedreht.

Bonds

Am Anleihemarkt zog die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe erneut an, und zwar um 6 Basispunkte auf 1,345 %, nach 1,286 % am Donnerstag. Der Anstieg der Marktzinsen hat dazu geführt, dass die Anleger vorsichtiger mit risikoreichen Anlagen wie Aktien umgehen, die weniger attraktiv geworden sind, sagte Kiran Ganesh, Multi-Asset-Stratege bei UBS Global Wealth Management.

Analysis

DZ erhöht Infineon-Ziel auf 42 (40) EUR - Buy
LBBW erhöht Ziel Credit Suisse auf 12,20 (9,30) CHF - Hold
CS senkt Orange-Ziel auf 13 (13,50) EUR - Outperform

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.