Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 17.02.2021
Morning news

Adidas startet Verkaufsprozess für US-Marke Reebok

Topic of the day

Adidas trennt sich von seiner US-Marke Reebok. Der Sportartikelhersteller hat im Rahmen der Entwicklung seiner neuen Fünf-Jahres-Strategie strategische Alternativen für Reebok geprüft. Diese Prüfung sei nun abgeschlossen, und aufgrund des Ergebnisses sei nun beschlossen worden, einen Veräusserungsprozess der US-Marke zu starten, teilte die Adidas AG mit. Reebok werde ab dem ersten Quartal 2021 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Adidas hatte Reebok im Jahr 2006 für rund 3,1 Milliarden Euro übernommen, um seine Position gegenüber Weltmarktführer Nike zu stärken. In Zukunft will sich der Konzern aus Herzogenaurach nun aber darauf konzentrieren, die führende Position der Marke Adidas im weltweiten Sportartikelmarkt weiter zu stärken. Weitere Details zur strategischen Ausrichtung bis 2025 will Adidas am 10. März auf einem virtuellen Investoren- und Medientag bekannt geben.

Swiss stocks

Leichte Verluste hat der Schweizer Aktienmarkt am Dienstag verzeichnet, wobei vor allem die Indexschwergewichte den SMI nach unten zogen. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 10.908 Punkte. Die "grossen Drei" im SMI sorgten mit Kursverlusten für eine negative Gesamttendenz. Nestle verloren 0,6 Prozent, Novartis 1 Prozent und Roche 0,5 Prozent. Finanzwerte zeigten sich erneut fester, getragen von dem steigenden Zinsniveau, das dem Geschäftsmodell der Branche entgegenkommt. Credit Suisse gewannen 0,8 Prozent und UBS 1,2 Prozent. Zweitstärkster Wert nach UBS im SMI waren ABB mit einem Plus von 1,1 Prozent, die rote Laterne trugen Alcon mit minus 1,1 Prozent. Allerdings haben Alcon im laufenden Jahr bereits Gewinne von 12,5 Prozent verbucht. Die Straumann-Aktie reagierte auf Aussagen zur Zukunft mit einer Achterbahnfahrt. Die Analysten von Morgan Stanley bezeichneten den organischen Umsatzausblick als "enttäuschend". Doch nach Verlusten im frühen Geschäft setzten Gelegenheitskäufe ein, die die Aktie 5 Prozent nach oben trieben.

International markets

Europe

Weiter steigende Renditen mit der Diskussion um die Inflationsgefahren hinterlassen auch an den europäischen Börsen immer mehr Spuren. Am Dienstag setzte sich keine einheitliche Tendenz durch. Die grossen Leitindizes gaben etwas nach: Der DAX fiel um 0,3 Prozent auf 14.065 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,2 Prozent auf 3.726 Punkte. Dabei war die Tendenz bei den Branchen uneinheitlich. Daneben standen Geschäftszahlen im Minensektor im Blick. Der Branchenindex stand mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent erneut an der Spitze der Gewinnerliste. Mit Blick auf das Zahlenwerk von Glencore (+2%) sprach die Citigroup von starken Ergebnissen. Positiv zu werten sei die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen. Glencore hat den Ausblick für 2021 bestätigt. Der Bergbaukonzern BHP (+1,5%) hat mit dem EBITDA des ersten Geschäftshalbjahrs 2020/21 die Markterwartung übertroffen. Auf der anderen Seite bemängelten die Analysten von Jefferies jedoch die Entwicklung des freien Cashflow (FCF). BHP kündigte eine Zwischendividende von 1,01 Dollar je Aktie an. In der Folge liegt die Dividendenrendite annualisiert bei 6,5 Prozent, hier wurde teils mehr erhofft. Infineon zogen mit der Chip-Knappheit im Automobilsektor um weitere 1,4 Prozent an. Michelin legten um 0,2 Prozent zu. Zwar sind die Umsätze wie erwartet schwach ausgefallen. Positiv hoben die Analysten von Jefferies aber die EBIT-Entwicklung im zweiten Halbjahr hervor.

United States

Nach neuen Rekorden gleich zu Handelsbeginn hat die Wall Street am Dienstag etwas an Dampf verloren. Dow-Jones-Index, S&P-500 und Nasdaq-Composite markierten zu Start neue Allzeithochs. Doch in den bislang nie gesehenen Höhen ist die Luft sehr dünn und die Indizes kamen von den Tageshochs zurück. Der Nasdaq-Composite drehte sogar ins Minus. Gesucht waren die potenziellen Profiteure einer wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie wie etwa die Aktien der Kreuzfahrtbranche Royal Caribbean (+9,7 Prozent) oder Carnival (+9,1 Prozent). Dagegen standen die Technologiewerte als Nutzniesser der pandemiebedingten Beschränkungen auf den Verkaufslisten. Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 31.522 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent, der Nasdaq-Composite gab 0,3 Prozent ab. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.539 (Freitag: 1.734) Kursgewinner, 1.727 (1.518) Kursverlierer und 58 (67) unveränderte Titel. Auch die US-Berichtssaison blieb weiter im Fokus. "Die bislang vorgelegten Ergebnisse haben überwiegend deutlich über den Erwartungen gelegen", sagte Charles Hepworth, Investment-Director bei GAM Investments. Die Aktie von CVS Health fiel um 5 Prozent. Umsatz und Nettogewinn für das vierte Quartal haben die Erwartungen des Marktes übertroffen. Allerdings war beim Gewinn ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verkraften. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union (EU) beantragt. Die Aktie tendierte 0,8 Prozent leichter.

Asia

Die Rally an den ostasiatischen Aktienmärkten hat am Mittwoch eine Pause eingelegt. Die Anleger nehmen Gewinne mit. Die Indizes geben nach dem Erreichen von Rekord- oder Langzeithochs überwiegend nach.

Bonds

Der US- Anleihemarkt zeigte sich tendenziell als bremsender Faktor. Die seit geraumer Zeit steigenden Renditen schaffen Konkurrenz zur Assetklasse Aktien. Zudem erhöhen sie die Verschuldungskosten von Unternehmen. Die Treasurys geraten vor allem auch wegen der höheren Inflationserwartungen unter Druck, die wiederum von den steigenden Staatsausgaben angefacht werden. Am Dienstag machten die Zehnjahresrenditen den höchsten Tagessprung seit November.

Analysis

HSBC erhöht Michelin-Ziel auf 145 (141) EUR – Buy
UBS erhöht Krones-Ziel auf 89 (81) EUR – Buy
CS hebt Klöckner-Ziel auf 7,40 (6,80) EUR – Underperform

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.