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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Live Analysis

Ist die Energieaktien- und Währungsrallye nachhaltig?

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Die Wiedereröffnung der Unternehmen weltweit und die bisher reibungslose Normalisierung haben die Anleger in den letzten zwei Wochen dazu angeregt, ihr Kapital aus Covid-freundlichen Anlagen wie als sicherer Hafen geltenden Währungen und dem Technologie- und Versorgungssektor in risikoreichere, aber auch höher rentierliche Anlagen wie Energie-, Rohstoff- und Finanztitel, umzuschichten.

Zudem tragen die gemeinsamen Bemühungen der ölproduzierenden Länder, die Produktion zu senken, Früchte. Die niedrigere Produktion Saudi-Arabiens und Russlands sowie die fortlaufenden wöchentlichen Rückgänge der US-Lagerbestände haben den rückläufigen Ölmärkten angemessenen Auftrieb verliehen. Ein Barrel Rohöl der Marke WTI erholte sich von seinem historischen Einbruch auf -40 USD pro Barrel im April auf fast 40 USD diese Woche.

Die gute Erholung der globalen Ölpreise war in den letzten beiden Wochen zweifellos eine dringend benötigte Erleichterung für die Energieaktien und Währungen.

Energie-Giganten wie Exxon Mobil, BP und Royal Dutch machten ca. 45 % ihrer Verluste wieder gut, nachdem ihre Aktienkurse während des Coronavirus-bedingten Abverkaufs und dem atemberaubenden Rückgang der Ölpreise um mehr als die Hälfte eingebrochen waren. Total SA stieg um 70 %, nachdem das Unternehmen zwischen Januar und März 60 % verloren hatte. Der Aktienkurs von Eni erholte sich um 65 %, nachdem er in den ersten drei Monaten des Jahres zwei Drittel seines Wertes abgegeben hatte.

Im selben Zeitraum erreichte der kanadische Dollar seinen niedrigsten Wert seit 2016, da die Anleger zusehen mussten, wie die Ölpreise zum ersten Mal aller Zeiten unter null einbrachen.

Ist die Energieaktien- und Ölwährungsrallye nachhaltig?

Langfristig wird die Erholung der Energiemärkte wahrscheinlich anhalten, da die Wirtschaften wieder ihre normale Betriebsgeschwindigkeit erreichen. Die einmaligen geldpolitischen und steuerlichen Hilfspakete der Regierungen und Zentralbanken sollten zudem weiter günstige Liquidität an die Märkte bringen, die dann am Ende die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen fördern und die Preise steigen lassen dürfte.

Kurzfristig jedoch könnte es schwierig werden.

Ölrallye könnte der Schwung ausgehen

Die derzeitige Ölpreisrallye könnte an Schwung verlieren, da der Markt angesichts der globalen Nachfrage und Angebotsdynamik akzeptable Werte erreicht hat. Das Risiko, dass die Preise erneut unter null fallen könnten, lässt nach, da die fundamentale Nachfrage mit Wiedereröffnung der Fabriken und weniger Reisebeschränkungen weltweit steigt.

In der Zwischenzeit dürfte das System einer deutlich langsameren Produktion in den kommenden Monaten anhalten, um sicherzustellen, dass das globale Angebot nicht ausser Kontrolle gerät und dazu führt, dass die Öltanker an den Häfen feststecken und die Energiepreise auf untragbar niedrige Werte fallen.

Das Rohöl der Marke WTI traf um 40/46,50 USD pro Barrel auf einen leichten Widerstand (psychologischer Widerstand/gleitender 200-Tagesdurchschnitt), aber eine weitere Ausweitung der Gewinne könnte um 50/55 USD pro Barrel gegen eine Wand laufen, sollten die Reibungen zwischen den USA und China eskalieren und in den kommenden Monaten zu einer weiteren Störung der globalen Handelsbeziehungen führen.

Energieaktien weiten Erholung in Ära nach Covid aus

Die Energieaktien, die zu den schlimmsten Opfern der Covid-19-Krise zählten, dürften konsolidieren und ihre Erholung ausweiten, da die fundamentale Energienachfrage wieder Werte von vor der Krise erreicht haben. Diese Aktien sind der positiven Marktstimmung voraus, da die Hoffnung steigt, dass wir eine reibungslose Normalisierung sehen könnten. Es stimmt, dass die Aussichten auf eine schnellere Erholung als erwartet den führenden Energieunternehmen deutlichen Auftrieb verleihen könnte, die aktuell zu deutlich diskontierten Kursen gehandelt werden.

Ein Risiko für die Erholung der Energieaktien ist eine zweite Ansteckungswelle mit Wiedereröffnung der Wirtschaften und die anhaltende Handelskrise zwischen den USA und China.

Die deutliche Abwärtsrevision der Gewinnerwartungen und Aktienpreise auf Mehrjahrestiefs deuten jedoch an, dass es für die Energieaktien weiteres Aufwärtspotenzial gibt. Somit könnten kurzfristige Preisrückgänge gute Chancen zu Käufen bei Rücksetzern für Anlagen mit längerfristigerem Horizont bieten.

CAD-Prognosen von negativ auf neutral revidiert

Der kanadische Dollar büsste gegenüber dem Greenback zwischen Januar und März 10 % ein. Der historische Einbruch der Ölpreise zog den Loonie in den ersten drei Monaten den Jahres in den Keller, da die kanadischen Ölsandprojekte, die eine teurere Art der Ölextraktion sind, die Aktivitäten anhand des globalen Lockdowns und den untragbar niedrigen Exportpreisen stoppten.

Bessere Ölpreise hatten selbstverständlich einen Glitzereffekt für den Loonie. Der USDCAD ging von 1,4665 auf unter 1,35 und drehte den positiven Trend von Januar bis März um.

Kurzfristig schützt der gleitende 200-Tagesdurchschnitt (1,3465) die Käufer. Eine positive Korrektur könnte anstehen, da die technischen Indikatoren einen überverkauften Markt anzeigen, aber der mittel- und langfristige Ausblick sieht besser aus.

Auch die steuerlichen und geldpolitischen Unterstützungsmassnahmen für die Wirtschaft sollten eine allgemeinere Erholung des Loonie unterstützen. Bei der dieswöchigen geldpolitischen Sitzung hielt die Bank of Canada (BoC) ihren Leitzins unverändert auf dem historischen Tief von 0,25%. Die Bank senkte die Häufigkeit ihrer Repo-Geschäfte auf einmal pro Woche, hielt aber an der Geschwindigkeit der Käufe von Staats-, kommunalen und Unternehmensschulden an den aktuellen Werten fest und hielt sich auch die Möglichkeit offen, weitere Anpassungen vorzunehmen, sollte dies erforderlich sein.

Somit revidieren wir unseren mittelfristigen Ausblick für den kanadischen Dollar auf Grundlage der Aussichten, dass sich die Ölpreise weiter erholen dürften und wir auf eine angemessene geldpolitische und steuerliche Unterstützung setzen können, von negativ auf neutral. Der USDCAD sollte seine Schwäche auf 1,33/1,30 ausweiten.

Nach oben könnte sich bei 1,3760 (geringfügiges 23,6% Fibonacci Retracement auf den Rückgang vom März bis Juni) vor dem kritischen Wert von 1,3932, dem wichtigen 38,2% Retracement, ein zwischenzeitlicher Widerstand finden, der den Unterschied zwischen dem aktuellen negativen USDCAD-Trend und einer mittelfristigen bullischen Umkehr ausmachen könnte.

 
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