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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Live Analysis

Mehr Anreizmassnahmen bedeuten höheres Gold

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Der US-Dollar, der der Held der Covid-19-Krise war, geriet ab Mitte März unter deutlichen Verkaufsdruck und brach bis Ende Juli um mehr als 8 % ein.

Die einmaligen geldpolitischen und steuerlichen Anreize waren die Hauptantriebskraft für den Rückgang des US-Dollars, da die steigenden Staatsschulden und die übermässige billige Liquidität an den Finanzmärkten zu dem Risiko geführt haben, dass die mittelfristige Inflation ernsthaft ansteigen könnte. Schlimmer noch: Sollte die US-Politik nicht zu besseren wirtschaftlichen Fundamentaldaten führen, könnte sich die weltweit grösste Wirtschaft auch einer Stagflation ausgesetzt sehen – einer hohen Inflation und einer hohen Arbeitslosigkeit.

Die Angst vor einem steigenden Inflationsdruck lässt auch die Goldmärkte ansteigen. Die Grundlagen der Gold-Rallye wurden bereits Mitte 2018 gelegt, als der Handelskrieg zwischen den USA und China die Aussichten förderte, dass die Federal Reserve (Fed) auf eine zurückhaltendere Politik übergehen könnte.
Zu diesem Zeitpunkt normalisierte die Fed ihre Zinspolitik. Die Funds Rate der Fed stieg von 2016 bis Ende 2018 um 225 Basispunkte von 0,25% auf 2,5%. Die US-Zinsen stagnierten in der ersten Hälfte des Jahres 2019. Dann begann die Talfahrt, die 2020 mit der Covid-19-Pandemie anzog.

Eine Unze Gold kostete im August 2018 rund 1150 USD und der Preis stieg im Folgejahr auf über 1500 USD. Das Interesse der Anleger am Gold stieg, als die Fed damit begann, die Zinsen zu senken. Bis März 2020 hatten die US-Zinsen den Nullpunkt erreicht und somit die Gold-Rallye in Richtung 2000 USD pro Unze ermöglicht. Grosse Banken wie Goldman Sachs und Citigroup hatten diese Bewegung vorausgesagt, die somit keine grosse Überraschung war.

Könnte die Gold-Rallye anhalten?

Es gibt solide Faktoren, die die derzeitige Gold-Rallye unterstützen und ausweiten könnten.

Zunächst hat sich Gold langfristig als effiziente Absicherung gegen die Inflation erwiesen. Und selbst wenn die Inflationserwartungen niedrig bleiben, so zieht die extrem lockere Geldpolitik der Fed weiter die Renditen der Staatsanleihen auf so niedrige Werte, dass selbst der leichteste Inflationsdruck die realen Zinsen ins Negative bringen könnte, wenn sie nicht schon dort sind.

Zweitens gibt es wie bereits in diesem Artikel erwähnt ein stärkeres Argument für den schnellen Anstieg der Inflation nach der Covid-19-Krise, da die globale Nachfrage zunimmt. Ist das der Fall, so werden die Anleger zunehmend versucht sein, ihre Staatsanleihenbestände mit niedrigen, negativen Renditen gegen Anlageinstrumente mit besseren Renditen auszutauschen. In diesem Fall haben die Anleger eine Wahl. Entweder stecken sie das Kapital in die risikoreichen Aktienmärkte – wohlwissend, dass es eine ernsthafte Entkopplung zwischen den tatsächlichen Aktienkursen und den zugrunde liegenden Unternehmensfundamentaldaten gibt, die mit dem Risiko einer starken Abwärtskorrektur verbunden sind, sollte es weltweit einen erneuten Risikoabverkauf geben. Oder sie stürzen sich aufs Gold, das nicht nur ein etablierter sicherer Hafen ist, sondern auch einen leistungsstarken Schutz gegen die steigende Inflation und die schlechter werdenden mikro- und makroökonomischen Fundamentaldaten bietet.

Drittens bieten die niedrigen Staatsanleihenrenditen fast irrelevante Opportunitätskosten für die Anlage in und das Halten von Gold, auch wenn Gold eine nicht zinstragende Anlage ist. Letzteres ist eine weitere Motivation für Goldanleger, an ihren bestehenden Beständen festzuhalten und ihre Long-Positionen zu erhöhen.

Zuletzt hat der starke Rückgang der US-Dollarnachfrage, der während des Covid-19-Abverkaufs als ultimativer Zufluchtsort galt und sogar die Gold-Performance übertroffen hat, den Weg zu weiteren Gewinnen für das gelbe Metall freigemacht. Solange die steigenden US-Staatsschulden, das Risiko eines «Kapitalkriegs» zwischen den USA und China, die Aussicht auf einen unkontrollierbaren Anstieg der Inflation und die extrem lockere Fed-Politik den Greenback belasten, wird Gold weiter eine solide Alternative für Anleger bieten, die nach einer Wertanlage suchen.

Folglich könnte die einmalige geldpolitische und steuerliche Unterstützung und die Erwartung, dass es weitere Anreizmassnahmen geben könnte, den Dollar weiter fallen und das Gold weiter steigen lassen. Ist das der Fall könnte Gold konsolidieren und sogar die Gewinne über 2000 USD pro Unze ausweiten.

Kurzfristig jedoch könnte die Akkumulation von spekulativen Long-Positionen im Gold die Preise abrupt in den Keller schicken. Eine plötzliche Gewinnmitnahme der nicht-kommerziellen Positionen ist somit ein Risiko, dass die Anleger bei den aktuellen Werten berücksichtigen sollten. Aber Kursrückgänge könnten für mittel- bis langfristige Anleger, die die einzigartigen Vorteile des Haltens von Gold unter so hektischen wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen nutzen möchten, interessante Kaufmöglichkeiten bei Rücksetzern bieten.

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