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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Live Analysis

GBP-Prognosen aufgrund von Covid negativ, Brexit-Risiken für britische Wirtschaft

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Die Sterling-Händler konzentrierten sich auf die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten diese Woche. Das Gesamtbild war nicht schlecht; die starken Gesamtzahlen stimmten die Anleger zuversichtlich.

Schaut man sich jedoch die Zahlen etwas genauer an, so könnte man sagen, dass die zugrundeliegenden Fundamentaldaten nicht so rosig aussehen, wie die Gesamtdaten angedeutet hatten und die Risiken für die britische Wirtschaft bleiben stark negativ.

Der Einzelhandelsumsatz ist im Juli laut Daten des British Retail Consortium (BRC) um 3,2% gestiegen. Aber die Erholung des Einzelhandels den zweiten Monat in Folge vertuschte deutliche Diskrepanzen unter den Unternehmen. Der Nahrungsmittelumsatz blieb stark, aber impulsive Käufe machten weiter Sorgen, da die Haushalte nicht in die Geschäfte gingen und die Touristen fehlten. Der Online-Handel machte bis zu 40% des Einzelhandelsumsatzes aus und wird wahrscheinlich nicht fallen, da die virtuellen Geschäfte ein sicheres Umfeld bieten, da die Neuinfektionen und die Angst vor einer zweiten Welle steigen.

Am Arbeitsmarkt blieb die britische Arbeitslosenquote im Juni unverändert bei 3,9%, während die Analysten von einem Anstieg auf 4,2% ausgegangen waren. Ganze 220.000 Arbeiter verloren in diesen drei Monaten bis Mai ihre Stellen und die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen im Juli auf 94.400 und deuteten an, dass die Verbesserung, die wir vor einem Monat gesehen haben, kurzlebig war.

Auch wenn die Anzahl der Stellenverluste bisher aufgrund des Beurlaubungsprogramms der Regierung, das es den Unternehmen erlaubt, ihre Mitarbeiter vorübergehend zu beurlauben, ohne jedoch ihr Beschäftigungsverhältnis für immer zu beenden, unter Kontrolle scheint, so wird das Programm der Regierung zur Arbeitsplatzerhaltung bis Oktober enden und zu einem starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Land führen.

In der Zwischenzeit zeigen die jüngsten Zahlen, dass die Beschäftigung trotz der stabilen Arbeitslosenquote weiter zurückgeht. Das bedeutet, dass es nicht einfach ist, eine neue Stelle zu finden, da die Unternehmen unter der durch die Pandemie verursachten Verlangsamung leiden, und die Situation würde sich sogar noch mehr verschlechtern, wenn diese Beschäftigten sich zum Ende des Beurlaubungsprogramms dem Pool der Arbeitssuchenden anschliessen würden.

Zusammen mit den fallenden Löhnen und den weniger werdenden Unternehmensinvestitionen sind die Zahlen nicht so vielversprechend, wie sie scheinen.
Denn der schlimmste BIP-Einbruch aller Zeiten war keine Überraschung, was bestätigt, dass die britische Wirtschaft im zweiten Quartal um 20,4% eingebrochen ist. Auch wenn die durch die Pandemie verursachte Rezession im Vereinigten Königreich weniger schlimm als erwartet ausgefallen ist, so war sie dennoch die schlimmste der europäischen Nationen. Die Unternehmensinvestitionen brachen im 2. Quartal um mehr als 30% ein, da der Dienstleistungsindex um 20% gefallen ist - eine schlimme Strafe für eine Dienstleistungswirtschaft.

Die Pfundhändler fanden die Erholung der Produktion (+10%) und der Konstruktionsleistung (+23%) im Juli vielversprechend. Aber die Erholung sollte nachhaltig sein, um die Aktivität wieder auf Niveaus von vor der Pandemie zu bringen und das Vereinigte Königreich hat noch eine weitere Krise, mit der es sich in den kommenden Wochen und Monaten auseinandersetzen muss: der Brexit.

Die Brexit-Verhandlungen gehen ohne wesentliche Fortschritte weiter, da die britischen und europäischen Verhandlungsführer sich schwer tun, zu wichtigen Themen wie Rechten, Vorschriften und Zuschüssen, Fischerei und Nordirland einen Kompromiss zu schliessen.

Das Vereinigte Königreich hat die EU am 31. Januar 2020 offiziell verlassen und einen elfmonatigen Übergangszeitraum begonnen. Da die Frist für die Ausweitung des Übergangszeitraums verstrichen ist, und Boris Johnson an seiner strikten Haltung gegen einen längeren Übergangszeitraum festhält, ist die nächste wichtige Frist der 31. Dezember. Die beiden Parteien werden bis zu diesem Datum weiter an einem Handelsabkommen arbeiten. Gibt es keinen Fortschritt, so wird das Vereinigte Königreich die EU ohne Abkommen verlassen, und das wäre ein weiterer Schlag für die bereits durch die Pandemie von 2020 stark betroffene Wirtschaft des Landes.

Unter diesen Umständen ist es recht klar, dass der jüngste Anstieg des Sterlings gegenüber dem US-Dollar nicht an der Aufwertung des Pfundes lag, sondern eher an einer allgemeinen US-Dollarabwertung, die das Cable auf seine Werte von vor der Pandemie gebracht hat.

Aber der Währungsindex des Sterlings, der die Gesamtperformance des Pfundes im Vergleich zu einem Währungskorb nachbildet, ist auf seinen Tiefstwert seit der Brexit-Entscheidung 2016 gefallen und blieb trotz den nachhaltigen Gewinnen gegenüber dem Greenback um diese Werte.

Die CFTC-Daten zeigen jedoch, dass die spekulativen Netto-Positionen im Sterling seit Anfang Mai stetig negativ sind, eine Bestätigung, dass der Markt weiter short im Sterling bleibt, aber die Jahrzehnthochs bei den USD-Shortpositionen haben die Stimmung zum GBP aus Dollar-Sicht vertuscht.

Was kommt als nächstes?

Je näher das Jahresende rückt, desto mehr wird der fehlende Fortschritt bei den Verhandlungen die Risiken erhöhen, dass wir einen No-Deal-Brexit sehen werden und das Pfund unter verstärkten Verkaufsdruck setzen. Somit profitiert das Pfund eventuell nicht länger von einem billigeren US-Dollar und beginnt, zu fallen, auch wenn der US-Dollar weiter hinter den wichtigen Währungen hinterherhinken sollte.

Sollte sich das schlimmste aber recht wahrscheinliche Szenario eines No-Deal-Brexits bewahrheiten, so wird die Sterling-Dollar-Parität wahrscheinlich auf 1,10 fallen, was für das Paar ein wesentliches Abwärtspotenzial in den kommenden Monaten bedeuten würde.

Somit glauben wir, dass das Sommerende das Ende der Cable-Stärke bedeuten könnte und auch den Beginn eines Rückgangs in Richtung des mittelfristigen bärischen Trends gegenüber dem Greenback. Daher könnten die Preisanstiege auf den aktuellen Werten eine interessante Top-Selling-Chance für mittelfristige Short-Positionen bieten.

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