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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Daily Market Brief

Marktoptimismus hält sich trotz anfälliger Fundamentaldaten

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Marktoptimismus hält sich trotz anfälliger Fundamentaldaten

Von Vincent Mivelaz

Der Optimismus darüber, dass das warme Wetter nach einem mehr als zwei Monate anhaltenden weltweiten Lockdown die schrittweise Rückkehr zu den normalen Aktivitäten unterstützt, führt dazu, dass die Aktien nachgefragt bleiben, da die Rohstoffwährungen ihre Gewinne halten und die Ölpreise zum ersten Mal seit Mitte März 2020 über 30 USD steigen, da man hofft, dass die Nachfrage steigt und da die Leistung gekürzt wurde. Es gibt aber dennoch gute Gründe in Erwägung zu ziehen, dass es zu einer Realitätsprüfung kommen könnte, da die Marktkursentwicklung kurzfristig zu sein scheint. Die übrigen 10% der Einnahmen des S&P 500 gehen nun in zyklische Titel (d. h. Einzelhandel, Medien und Reise), eine der Industrien, die von der Pandemie am stärksten getroffen wurde, wo die Veröffentlichungen für das 2. Quartal wahrscheinlich unter Beweis gestellt werden, da das Coronavirus-Hilfspaket im Wert von 3 Bio. USD im Senat auf Widerstand treffen dürfte, nachdem es vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde. In der Zwischenzeit führen die neuen Handelsstreitigkeiten zwischen China und Amerika, nachdem gegen Huawei neue Einschränkungen durchgesetzt wurden, indem das Chip-Angebot begrenzt wurde, zu einem Ansturm auf sichere Häfen, den Dollar, Gold und letztendlich auch Bitcoin sollte sich die Situation noch verschlimmern. Diesbezüglich scheint eine schnelle v-förmige Erholung unrealistisch, da die Analystenerwartungen im Zusammenhang mit der EZB weiter nachlassen, da die Abwärtsrisiken vorherrschen.

Auch wenn die «medizinischen Messgrössen» laut Fed-Chef Jerome Powell weiter die Schlüsseldaten bleiben dürften, scheint es so, als dürften negative Wirtschaftsdaten nachfolgen, da die meisten Wirtschaften davon ausgehen, dass sich ihre BIP-Zahlen nicht vor 2021 erholen. In den Schlagzeilen deuten die BIP-Zahlen für das erste Quartal in Japan eine annualisierte Konzentration von -3,40% (vorher -7,30%) bzw. -0,9% (vorher -1,90%) im Quartalsvergleich an. Sie bleiben also somit in der Rezession und dürften im aktuellen Quartal Schätzungen zufolge ganze 22% zurückgehen, was ein Rekordtief wäre. Morgen stehen die britischen Arbeitsmarktdaten an, die ZEW-Indikatoren in Deutschland und Europa sowie die US-Wohnungsdaten, weshalb die Anleger vor dem Christi Himmelfahrt abwarten lassen dürfte. Die Brexit-Gespräche sollten zusammen mit den Spekulationen um negative Zinsen im Vereinigten Königreich das britische Pfund weiter unter Druck setzen. Aktuell handelt das Cable bei 1,2105, sein niedrigster Wert seit Ende März 2020, und dürfte einen Rückzug entlang der 1,2024 erleben, die 76,4%ige Fibonacci-Ausweitung des Hochs vom 30. April 2020.

Risikofreude setzt sich fort

Von Peter Rosenstreich

Die globale Risikoerholung dürfte zum Wochenbeginn zulegen, da Fed-Chef Powell sich optimistisch zeigte, dass sich die US-Wachstumsgeschichte im 2. Halbjahr verbessern sollte. Die S&P 500-Futures (1,15%) lassen die asiatischen Aktien, den Nikkei (0,48), Shanghai Composite (0,47%) und Kospi (0,51%) steigen, obwohl sich Nachrichten breit machen, dass die japanische Wirtschaft in die Rezession abgerutscht ist, da die Covid-Krise das Geschäft und die Verbraucherausgaben belastet hat.

Mit dem sich bessernden Wetter in der westlichen Welt tauchen die Verbraucher aus ihrem Covid-Lcokdown wieder auf, was die Ölpreise (WTI 5,30%) steigen lässt, da sich Hoffnung breit macht, dass die anhaltenden Senkungen der Leistung und eine schrittweise Erholung der Kraftstoffnachfrage das globale Überangebot senken werden.

Direktoriumsmitglied der SNB, Andrea Maechler, sagte gegenüber der Neue Zürcher Zeitung, dass eine v-förmige Erholung für die Schweizerische Wirtschaft unwahrscheinlich sei. Trotz der negativen Prognosen der Zentralbank hat die Nachfrage nach dem sicheren Hafen CHF nicht nachgelassen. Der EURCHF bleibt über der Schwelle bei 1,0500, da die SNB den Schweizer Franken mit einer physikalischen Intervention verteidigt. Bei den anderen als sicherer Hafen geltenden Anlage bleibt der USDJPY über 107 im Angebot, und Gold wird jenseits der 1750 USD pro Unze nervös geboten. Die Anleger bleiben vorsichtig, was die begrenzte Fähigkeit des Goldes angeht, gegen einen beschleunigten Risikoabverkauf abzusichern, aber die zunehmende Nervösität am Markt könnte das Aufwärtspotenzial des Goldes freisetzen und einen Anstieg in Richtung 1800 USD auslösen. Die Bitcoin-Erholung bei 8199 USD lässt einen kurzfristigen Test der 10.000 vermuten.

In einem Interview mit dem Telegraph weigerte sich der Chefökonom der BoE, Andy Haldane, die Idee der negative Zinsen abzulehnen, um die britische Wirtschaft zu unterstützen. Haldane deutete auch an, dass die BoE der Fed-Strategie folgen könnte, indem sie die Finanzanlagen mit niedrigerer Qualität im Rahmen des Anleihekaufprogramms der Zentralbank fördert. Wie erwartet haben diese Nachrichten das bereits schwache Pfund erneut geschwächt. Der GBPUSD handelt nun in der Nähe des einmonatigen Tiefs bei 1,2100. Ein Durchbruch durch die psychologische Schwelle bei 1,2000 sollte eine schnelle Bewegung in Richtung des Tiefs bei 1,1955 und dann des Hochs vom März bei 1,1930 auslösen. Diese deutlich zurückhaltende Veränderung bei der Einstellung der BoE könnte die britischen Aktien kurzfristig unterstützen. Aber der Schatten der vergessenen Brexit-Unsicherheiten und die steigende Möglichkeit eines Austritts ohne Abkommen könnten die britischen Anlagen belasten.

 
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