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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Daily Market Brief

TRY-Volatilität steigt trotz Geopolitik

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Höhere TRY-Volatilität, da Geopolitik ins Spiel kommt

Von Vincent Mivelaz

Die in den letzten vier Monaten nach dem G20-Gipfel anhaltende Flaute der türkischen Lira dürfte ein Ende haben, da das Land im Rampenlicht steht. Die jüngste Ankündigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, einen Einfall in Nordost-Syrien zu starten, um Regionen einzufordern, die sich aktuell in den Händen der kurdischen Armee befinden, sollte der endgültige Auslöser für einen Rückgang der TRY und der Aktien sein, da die Auswirkungen der US-Zölle und Sanktionen das Land in Schwierigkeiten bringen dürften. Zusammen mit dem Druck durch die türkischen Behörden auf die türkische Zentralbank, mit den Zinssenkungen Schritt zu halten, bleibt der Bankensektor stark anfällig, da die Kreditrisiken steigen und die Margen am Kreditmarkt fallen.

Die Bedrohung von US-Präsident Donald Trump, die türkische Wirtschaft komplett zu zerstören und vernichten zu wollen, wenn ungewisse Massnahmen erforderlich werden, nachdem er vorher einen möglichen Einmarsch in die Region genehmigt hatte, dürfte bei den türkischen Anlagen zu weiterer Unsicherheit führen, so wie das auch im Zusammenhang mit der Sache von Pastor Andrew Brunson der Fall war. Auch wenn die Anleihen in einem Umfeld mit einer schwächer werdenden Inflation weiter eine Outperformance zeigten, so scheint es so, als könnte der Trend möglicherweise in eine beschleunigende Inflation und eine weitere TRY-Schwäche drehen. Der Borsa Istanbul 100 Index (+10,60% im bisherigen Jahresverlauf) setzt sich bereits den ersten Schlagzeilen ausgesetzt und hat seit Anfang Oktober ganze -3,30% verloren. Trotz den Ereignissen im letztenJahr dürfte die türkische Zentralbank ihren Kurs halten und ihren wöchentlichen Reposatz, der aktuell bei 16,50% liegt (-7,50% im bisherigen Jahresverlauf) bis zum Jahresende um weitere 2% senken. Auch wenn die Gesamt- und Kerninflation bei 9,30% (vorher 15%) stark auf eine Stelle bzw. 7,50% (vorher: 13,60%) eingebrochen ist, und die Herstellerpreise auf 2,50% zurückgegangen sind (vorher 13,50%), was an den hohen Zahlen aus dem letzten Jahr liegt und an den stabileren Wirtschaftsbedingungen, so würden taktische Operationen in Syrien die neuesten Verbesserungen wieder aus der Bahn werfen. Die Finanzmärkte haben die türkischen Anlagen in Erwartung möglicher Sanktionen bereits untergewichtet, und die Dollarisierung der Vermögenswerte in dem Land begünstigt.

In diesem Zusammenhang sollte das Momentum des USDTRY hoch bleiben. Aktuell handelt der USDTRY bei 5,83 und dürfte den Widerstand bei 5,8324 (Hoch vom 30.08.208 und 07.10.2019) durchbrechen und sich an 5,8620 annähern.

 
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