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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Daily Market Brief

Italienische Politik, japanische Wirtschaft überrascht

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Zusammenbruch der italienischen Regierungskoalition wird klarer

Von Vincent Mivelaz

Die italienische Regierung, die seit 15 Monaten eng zusammenarbeitet, und die von der Koalition geleitet wird, die sich aus der linken, populistischen Partei MoVimento 5 Stelle und der extrem rechten Partei Lega zusammensetzt, steht kurz vor dem Zusammenbruch. Auch wenn das Ende der Zusammenarbeit weitgehend erwartet worden war und vor allem nach den EU-Wahlen im Mai, bei denen der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini als klarer Sieger hervorging, der auch bei den meisten nationalen Umfragen vorne lag, dürfte der Parteiführer der rechten Lega-Partei seine jüngsten Siege nutzen und das festgefahrene Parlament übernehmen. Aber es bleiben wichtige Hindernisse hinsichtlich des Zeitpunkts der Wahlen im August bzw. Sommer und die geplanten vorbereitenden Arbeiten für das Budget 2020 im September dürften mögliche Wahlen ebenfalls behindern. Anhaltende politische Unruhen in dem drittgrössten Land in Europa wären für Europa sicherlich kein positives Ereignis, da die Anleger italienische Staatsanleihen verkaufen.

Salvinis Plan Wahlen auszulösen würde die Zustimmung zahlreicher Interesseninhaber erfordern. «Il Capitano» würde die Unterstützung des Parlaments brauchen, um ein Misstrauensvotum in der Regierung auszulösen, gefolgt von einem Rücktritt von Ministerpräsident Giuseppe Conte. Zudem müsste Salvini auch den italienischen Präsidenten Sergio Mattarellaüberrreden, das Parlament aufzulösen, indem er sicherstellt, dass bis Oktober eine neue Regierung steht, um das Budget für 2020 festzulegen, was die Durchsetzungsfähigkeit des Plans in Frage stellt. Darüber hinaus kann eine weitere Konfrontation mit der Europäischen Kommission nicht ausgeschlossen werden, da Matteo Salvinis Plan, das Defizit 2020 von aktuell 2,04% des BIP-Ziels im Jahr 2019 anzuheben, in der Eurozone sicherlich auf Protestetreffen wird. Die Aussicht auf eine mögliche Regierungskrise in Italien unterstützt die europäischen Aktien daher nicht, die die Woche das zweite Mal in Folge in negativem Terrain schliessen dürften. Die Reaktion an den Devisenmärkten überrascht, die Einheitswährung gewinnt an Schwung, was teilweise an den neuen Kommentaren von Präsident Trump zur Fed und zum Dollar liegt.

Der EURUSD handelt aktuell bei 1,1205, die Aufwertung sollte nachlassen, und er dürfte kurzfristig auf 1,1180 gehen.

Japanische Wirtschaft überrascht positiv

Von Arnaud Masset

Trotz einer positiven Überraschung beim japanischen BIP-Wachstum zeigte sich der Yen wenig verändert. In den letzten drei Monaten bis Juni beschleunigte das BIP annualisiert um 1,8% im Quartalsvergleich und übertraf somit die Schätzungen von 0,5%, während die Zahl für das 1. Quartal von 2,2% auf 2,8% angehoben wurde. Die Anleger an den Devisenmärkten begrüssten die Nachrichten mit wenig Begeisterung, da der USDJPY nicht nachgab und weiter zwischen 105,80 und 106 handelte. Das könnte als gute Nachricht gesehen werden, da es belegen würde, dass die japanische Wirtschaft trotz dem Handelskrieg zwischen den USA und China und den zunehmenden globalen Unsicherheiten widerstandsfähig gegen externe Schocks ist.

Sieht man sich die Details an, so stammte der grösste Teil der Beschleunigung von den Inlandsausgaben und den höher als erwartet ausgefallenen Kapitalausgaben. Die Regierungsausgaben haben der endgültigen Zahl jedoch ebenfalls deutlichen Auftrieb verliehen. Die Zentralbank hat zudem die Schleuse mit kostenlosem Geld erneut geöffnet, was die Ausweitung der Bilanz der BoJ in den letzten acht Monaten vermuten lässt. Die Exporte stehen vor dem Hintergrund einer angespannten geopolitischen Situation weiter unter Druck.

Die Prognosen bleiben wegen der anstehenden Erhöhung der Verkaufssteuer im Oktober und den anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handelskrieg zwischen den USA und China durchwachsen. Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft im dritten Quartal in positivem Terrain verbleiben wird, da die Verbraucher aufstocken, bevor die Steuererhöhung ansteht.

 
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