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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Daily Market Brief

USD-Flaute, Ölpreise halten sich

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USD-Flaute, da Anleger die Zinsprognosen diskontieren.

Von Arnaud Masset

Der US-Dollar brach am Freitag den dritten Tag in Folge ein. Die Auswirkungen der Aussage von Fed-Chef Powell vor dem Kongress am Mittwoch hinterliessen weiter ihre Spuren. Der Buck fiel im G10-Komplex am deutlichsten im Vergleich zu den Rohstoffwährungen wie dem Aussie (-0,36%), dem Kiwi (-0,35%) und dem Loonie (-0,35%). Die Einheitswährung erholte sich ebenfalls weiter, da sie um 1,1260 konsolidierte, aber die Gewinne waren begrenzter. Das ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Prognosen für den Euro unsicherer sind, da die EZB weniger Spielraum hat als die Fed.

Die EZB hat nicht einmal versucht, ihr quantitatives Lockerungsprogramm zurückzufahren, so dass die Zinsen bereits unverändert oder negativ sind und die Bilanz aufgeblasen ist. Die Fed hingegen hat Handlungsspielraum: Die Funds Rate liegt bei 2,25% und die Bilanz wurde in den letzten 20 Monaten um mehr als 630 Mrd. USD gesenkt.

Vor einem solchen Hintergrund gehen wir davon aus, dass die Einheitswährung weiter gegenüber dem Buck Aufwertung findet. Die effiziente Aufwertung wird allerdings zum Sommerende beginnen, sobald sich die lockereren Bedingungen der US-Geldpolitik zeigen und die Marktteilnehmer damit anfangen, eine weitere Zinssenkung einzupreisen. Wir gehen davon aus, dass die Einheitswährung in Richtung der Schwelle bei 1,15 steigen wird, wenn wir dem Jahresende näherkommen.

Ölpreise halten sich

Von Vincent Mivelaz

Die Ölpreise durchliefen in letzter Zeit eine Achterbahnfahrt. Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für China anzuheben und die Tatsache, dass er Mexiko mit ähnlichen Sanktionen droht, sowie der Anstieg der US-Rohölbestände und ein Rekordproduktionsvolumen haben die Rohstoffhändler dazu gebracht, ihre Positionen im Rohöl massiv abzuverkaufen. Aber es scheint so, als würde sich die Situation ändern, da die Anleger die Spannungen im Mittleren Osten und den Sturm im Golf von Mexiko und auch den schrittweisen Abbau der US-Ölbestände berücksichtigen. Die längerfristige Sicht bleibt jedoch unklar, da die globale Ölnachfrage wahrscheinlich aufgrund der fallenden Aktivität des verarbeitenden Gewerbes und einer möglichen Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen den USD und der EU fallen wird.

Der Rückgang der US EIA Rohölbestände für die zum 5. Juli endende Woche um 9,5 Mrd. Bpd, der stärkste Rückgang seit März 2019 und der vierte Rückgang in Folge sowie geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Iran und ein Rückgang der Leistung um 1 Mio. Bpd der im Golf von Mexiko tätigen Ölunternehmen aufgrund des Tropensturms Barry führten zu einem Anstieg der Ölpreise. Sowohl das Brent-Rohöl als auch das WTI handeln nun auf Werten von Mai 2019 und dürften sich stabilisieren, da die Anleger die anstehenden Gespräche zwischen dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und dem US-Handelsvertreter Robert Lightizer verfolgen werden, die einen Zoll in Höhe von 25% auf EU-Fahrzeugimporte verhindern sollen. Thema werden sich vor allem Flugzeugsubventionen, Fahrzeugimporte und die russische Gaspipeline Nord Stream 2 sein, die die Lieferkapazitäten in die EU verdoppeln soll. Trotz optimistischer Meinungen zu den anstehenden Gesprächen bleibt es zweifelhaft, ob wir in den kommenden Monaten Lösungen sehen werden.

Das Rohöl sollte sich daher stabilisieren und sehr sensibel auf wichtige Schlagzeilen reagieren. Das weitere Aufwärtspotenzial ist bei dem aktuellen Preis und dem Status Quo der OPEC-Produktionssenkung jedoch begrenzt. Das WTI handelt bei 60,68 und nähert sich kurzfristig 60,95.

 
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