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Im Trend: Stromlieferung von nebenan

Energie

Die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien bringt den Stromsektor dazu, sich auch mit der Blockchain-Technologie zu befassen. Denn sie ist für den Stromhandel bestens geeignet.

«Der Energiesektor durchläuft derzeit eine grundlegende Transformation – weg von Grosskraftwerken hin zu kleinen Produktionsanlagen wie Solarpaneele oder Windkraftanlagen », sagt Romain Bonenfant von der Consulting-Firma Emerton. «Die Blockchain scheint besonders gut zu diesem Dezentralisierungstrend zu passen. Bislang begegnen die Grosskonzerne der Technologie noch mit Skepsis, aber im Start-up-Bereich finden immer mehr Innovationen statt.»

Tatsächlich gibt es weltweit viele neue Pilotprojekte, das symbolträchtigste läuft in den USA. Seit 2016 stellen Siemens und LO3 Energy den Bewohnern eines ganzen Quartiers das Brooklyn Microgrid zur Verfügung – ein Protokoll, mit dem Eigentümer von Solarmodulen über Peer-to-Peer-Transaktionen auf Blockchain-Basis überschüssige Energie an ihre Nachbarn verkaufen. Was ist Sinn und Zweck eines solchen Systems? «Bisher konnten die Kleinstromproduzenten ihre Überschüsse nicht vermarkten, das war aufgrund der geringen Mengen nicht rentabel», erklärt Romain Bonenfant. «Mit der Blockchain können nun alle Arbeitsschritte automatisiert werden, und durch den Wegfall von Zwischenstellen wird der Handel effektiver und effizienter.»

Konkret bedeutet das, dass die 150 Haushalte, die am Brooklyn Microgrid teilnehmen, ihren Energieüberschuss ins örtliche Stromnetz einspeisen. Im Austausch dafür erhalten sie sogenannte Token, die vor Ort gehandelt werden können. Token sind eine Art lokale Währung, die ähnlich wie der Bitcoin funktioniert. Das Experiment aus Brooklyn findet überall Nachahmer, so wie das Power- Ledger-Projekt in Australien und Neuseeland oder Innogy und Co-Tricity in Deutschland. In Lyon entwickelt Bouygues Immobilier zusammen mit Microsoft einen ähnlichen Versuch.

«Die Projekte sind vielversprechend, doch noch muss man zahlreiche Hürden überwinden, bevor ein grossflächigerer Einsatz möglich ist», bedauert Romain Bonenfant, Autor einer Studie zum Thema Block- chain und Energie. «Zum einen ist die Technologie nach wie vor sehr energieintensiv. Und solange das Eintragen in die Blockchain mehr Strom verbraucht als die Transaktion, die damit zertifiziert werden soll, ist das System nutzlos. Zum anderen ist der Energiesektor für jedes Land eine Schlüsselbranche, die die Souveränität betrifft. Angesichts der Tatsache, dass der Bitcoin vorwiegend in China geschürft wird, glaube ich daher nicht, dass viele Länder eine Stromproduktion auf Basis dieser Technologie akzeptieren werden.»

 

Die 150 Bewohner des Quartiers Brooklyn Microgrid können ihren überschüssigen Strom ins Netz einspeisen

 

In anderen Bereichen des Energiesektors könnte es hingegen schneller funktionieren: So hätten Nutzer eines E-Autos schon bald die Möglichkeit, an jeder beliebigen Steckdose aufzuladen, während die Abrechnung per Smartphone-App im Blockchain-System abliefe. Das deutsche Unternehmen RWE hat das Konzept 2017 getestet und plant ein privates Netz mit den 5’000 Ladestationen seiner Tochter Innogy.

 
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