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«Schweizer Firmen können von der vierten industriellen Revolution profitieren»

Die hiesige Wirtschaft darf die neuesten Digitalisierungstrends auf keinen Fall verschlafen.
Erläuterungen von Martin Vetterli, Präsident der ETH Lausanne.

Als ausgewiesener Kenner der Schweizer Wirtschaft sieht Martin Vetterli, Präsident der ETH Lausanne (EPFL), in den neuesten digitalen Entwicklungen eine enorme Chance, die es zu ergreifen gilt.

Die US-amerikanischen und asiatischen Unternehmen dominieren derzeit den digitalen Sektor, vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die Schweiz hinkt hinterher. Woran liegt das?

Wir bezahlen jetzt für die Fehler der Vergangenheit. In der Schweiz ist man wie im gesamten Rest Europas viel zu spät auf den Zug der Computertechnologie aufgesprungen. In den USA gibt es seit den 60er-Jahren «Computer Science»-Fachbereiche, in denen herausragende Forscher tätig sind. In der Schweiz musste man bis in die 80er-Jahre auf die ersten kleinen Fachbereiche in diesem Segment warten. Inzwischen sind wir langsam auf Kurs. Aber es gibt nach wie vor einen Rückstand aufzuholen.

Können die Schweizer Hochschulen Antworten auf die Fragen geben, wie mit diesen Herausforderungen umzugehen ist?

Die Hochschulen sind Teil der Antwort, ebenso wie die Umgebung und die Rahmenbedingungen für Start-ups. Wir benötigen ein angemessenes Ökosystem, und das wird gerade geschaffen. Ich bin relativ optimistisch.

Wie viele Studierende bildet die EPFL auf diesem Gebiet aus?

Der Lehrgang «Machine Learning» (Maschinelles Lernen, eines der Forschungsgebiete im Bereich der künstlichen Intelligenz, Anm. d. Red.) wird von mehr als 400 Studierenden besucht. Er ist einer der grössten, den es an der EPFL je gab. Wir bieten diesen Herbst auch zum ersten Mal einen Master in Datenwissenschaft an, für den sich rund 65 Studierende eingeschrieben haben.

In welchen Branchen fehlen Spezialisten, und für welche müssten mehr Studierende ausgebildet werden?

Datenwissenschaft, Computer- und Netzsicherheit, Fintech (Finanztechnologie, Anm. d. Red.) und alle Fachrichtungen, die dazwischen liegen. Dabei geht es nicht ausschliesslich um reine Informatik, sondern auch um quantitative Verfahren für die Industrie und die Wirtschaft. Studierende haben hier schon eine Stelle, bevor sie überhaupt ihr Diplom in der Hand halten. Ich habe schon viele Unternehmer kennengelernt, und die neue Realität der Digitalisierung sieht überall gleich aus.

Welche Absatzmärkte sind aus Ihrer Sicht am aussichtsreichsten?

Die Schweiz kann einen Trumpf ausspielen, wenn es ihr gelingt, die vierte industrielle Revolution mit jenen Sektoren zusammenzubringen, in denen ihre Unternehmen traditionell stark sind: etwa bei komplexen Systemen, im Medtech- oder im Pharmabereich. Denn auch diese Branchen verändern sich durch den Einzug der IT. Vor allem in den Mensch-Maschine-Schnittstellen und in der personalisierten Medizin liegen grosse Chancen.
Das sieht man an Firmen wie Mindmaze (das einzige Schweizer «Einhorn», das virtuelle Realität, Neurowissenschaften und maschinelles Lernen verbindet, Anm. d. Red.) oder Sophia Genetics (das auf datengesteuerte Medizin spezialisierte Unternehmen aus Lausanne hat seit seiner Gründung im Jahr 2011 60 Mio. Franken an Kapital eingesammelt, Anm. d. Red.). Dazu muss man sagen, dass Grosskonzerne wie Google sich damit etwas schwertun, aus der reinen Software- Entwicklung herauszukommen. Diese Lücke müssen die Schweizer Firmen nutzen, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

 
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