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Sieben Unternehmen auf dem Radar

Auch wenn die Luftfahrtbranche boomt, so kommt es dennoch zu Turbulenzen. Hier ein Überblick über die interessantesten Unternehmen.

ADP

DER GLOBALE RIESE

  • Gründungsjahr: 1945
  • Sitz: TREMBLAY-EN-FRANCE (FRA)
  • Umsatz: EUR 3,6 MRD. (2017)
  • Belegschaft: 17'422

Die Entscheidung der Macron-Regierung könnte für noch mehr Aufruhr in Frankreich sorgen. Doch die Sache ist beschlossen: Am 4. Oktober 2018 hat das Parlament grünes Licht für die Privatisierung der Groupe ADP, ehemals Aéroports de Paris, gegeben. Konkret heisst das, dass der französische Staat, der 50,63 Prozent am Unternehmen hält, sämtliche oder einen Teil seiner Aktien veräussern wird. Diese Ankündigung hat zu einem Kurssprung des ADP-Titels geführt. Dazu muss man wissen, dass das Unternehmen ein Goldesel ist. 2017 hat ADP einen Gewinn von 571 Mio. Euro eingefahren, 31 Prozent mehr als 2016. Neben dem Drehkreuz Paris Charles de Gaulles (CDG) betreibt die Groupe ADP weltweit 26 Flughäfen, die 2017 von etwa 228,2 Millionen Passagieren genutzt wurden. Und die Aussichten für den Flughafenbetreiber sind wegen des erwarteten starken Wachstums der Branche gut. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt, den Titel zu halten.

EASYJET

DER NIMMERSATT

  • Gründungsjahr: 1995
  • Sitz: LONDON-LUTON (GBR)
  • Umsatz: GBP 5,9 MRD.
  • Belegschaft: 12'000

Nach der Übernahme von Teilen der Air Berlin im Dezember 2017 kündigte EasyJet Anfang November an, die Gespräche mit der italienischen Regierung fortzusetzen, um das Kurzstreckengeschäft der in roten Zahlen steckenden Alitalia zu übernehmen. Mit dieser Akquisitionspolitik zählt die orangefarbene Airline bei der Neuordnung des sich konsolidierenden europäischen Luftfahrtsektors zu den Marktführern. Nach 88,5 Millionen beförderten Passagieren im Jahr 2018 plant EasyJet 2019, die symbolische Marke von 90 Millionen zu knacken. Der Anstieg des Ölpreises, auf den ein Drittel der Unternehmenskosten entfallen, sowie die möglichen Folgen des Brexits lassen die Analysten zur Vorsicht mahnen. Die Mehrheit von ihnen spricht eine «Hold»-Empfehlung aus. 

FLUGHAFEN ZÜRICH

DER SCHWEIZER MARKTFÜHRER

  • Gründungsjahr: 2000
  • Sitz: KLOTEN ZH (CHE)
  • Umsatz: CHF 1,04 MRD. (2017)
  • Belegschaft: 1'773

Steigende Passagierzahlen, eine positive Entwicklung der Geschäftstätigkeit und hohe Auslandsgewinne: Der Flughafen Zürich, der einzige börsenkotierte Flughafen der Schweiz, hatte 2017 ein starkes Jahr mit einem Gewinn von 285,5 Mio. Franken, 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der weltweite Boom des Luftverkehrs dürfte dem Züricher Drehkreuz, durch das 2017 insgesamt 29,4 Millionen Passagiere geschleust wurden (Genf– Cointrin zum Vergleich: 17,3 Millionen), in den nächsten Jahren weitere Gewinne bescheren. Doch die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt vorgeschlagenen Änderungen der Flughafengebühren könnten die Ergebnisse belasten. Die Anpassungen sehen eine 30- bis 50-prozentige Erhöhung der Abgaben auf kommerzielle Erträge vor. Sollten die Änderungen vom Bundesrat verabschiedet werden, könnte der Umsatz des Flughafens Zürich nach eigenen Berechnungen ab 2020 um ein Viertel sinken. Von diesen Aussichten verunsichert, haben die Anleger heftig reagiert. Im November gab die Aktie am Tag der Bekanntgabe um 15 Prozent nach. Ein Titel, den man halten sollte.

FRAPORT

DAS FRANKFURTER DREHKREUZ

  • Gründungsjahr: 1924
  • Sitz: FRANCFORT-SUR-LE-MAIN (DE)
  • Umsatz: EUR 2,9 MRD. (2017)
  • Belegschaft: 20'673

Das Unternehmen Fraport, das den Flughafen Frankfurt, aber auch viele andere Airports auf der Welt betreibt – darunter die Flughäfen von Ljubljana (Slowenien), Warna (Bulgarien), Sankt Petersburg (Russland), Lima (Peru) und Xi’an (China)–, profitiert vom weltweiten Luftverkehrswachstum. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 kletterte der Gewinn der deutschen Firma um 10,4 Prozent auf 377,8 Mio. Euro. Die 14 griechischen Regionalflughäfen, seit April 2017 Teil des Fraport-Konzerns, sind mit für das gute Ergebnis verantwortlich. Die geplante Ausweitung des Frankfurter Flughafens – die Inbetriebnahme des neuen Terminals 3 ist für 2023 geplant – dürfte die Erträge noch weiter steigern. Da knapp 51 Prozent der Fraport- Aktien von der Stadt Frankfurt am Main und dem Bundesland Hessen gehalten werden, ist das börsenkotierte Unternehmen weiterhin in öffentlicher Hand. Viele Analysten raten dazu, den Titel zu kaufen oder zu halten.

NORWEGIAN

DER LANGSTRECKENPIONIER

  • Gründungsjahr: 1993
  • Sitz: FORNEBU (NOR)
  • Umsatz: EUR 3,1 MRD (2017)
  • Belegschaft: 10'000

Bislang hat Norwegian Air Shuttle alle Fusionsangebote abgelehnt. Doch das muss nicht für immer so bleiben. Das 1993 gegründete skandinavische Unternehmen ist Vorreiter auf dem Markt für billige Langstreckenflüge. Seit 2013 wächst Norwegian wie verrückt – um fast 15 Prozent jährlich, sodass 2017 die Marge von 30 Millionen Passagieren erreicht wurde und die Airline damit zur Nummer acht in Europa aufstieg. Doch das allzu schnelle Wachstum basierte auf Krediten, die heute das Unternehmen belasten. Unter dem Druck von 2 Mrd. Euro Schulden wurden bei Norwegian die Flügel gestutzt. Um sich wieder zu erholen, kündigte die Gesellschaft im September den Verkauf ihrer 140 bestellten Flugzeuge an. Obwohl Lufthansa und IAG Interesse an einer Übernahme von Norwegian bekundet haben, bringt die Gerüchteküche den Aktienkurs des norwegischen Unternehmens immer wieder ins Schwanken.

RYANAIR

DER UNRUHESTIFTER

  • Gründungsjahr: 1984
  • Sitz: DUBLIN (IRL)
  • Umsatz: GBP 7,15 MRD (2017)
  • Belegschaft: 13'000

Eine Steuer für Übergewichtige, Stehplätze in Flugzeugen oder eine Gebühr zur Toilettennutzung: Seit der Gründung 1984 erschüttert Ryanair die Luftfahrtbranche mit immer neuen, aufsehenerregenden Meldungen, verkündet vom polarisierenden Chef Michael O’Leary. Hinter diesen (bislang folgenlosen) Provokationen steckt ein florierendes Unternehmen. Im Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 verbuchte Ryanair einen Rekordgewinn von 1,4 Mrd. Euro, 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Experten raten für 2019 dennoch zur Vorsicht. Die irische Fluggesellschaft, die immer wieder gesellschaftlichen Unmut auf sich zieht, musste nach mehreren Streiks dem Personal Lohnerhöhungen gewähren. Auch der Anstieg des Ölpreises und der Brexit werden die Gewinne des Unternehmens belasten. Aus diesen Gründen spricht die Mehrheit der Analysten eine «Hold»-Empfehlung aus und rät dazu, bessere Zeiten abzuwarten.

SOUTHWEST

DAS US-MODELL

  • Gründungsjahr: 1971
  • Sitz: Dallas (US)
  • Umsatz: USD 21,17 MRD. (2017)
  • Belegschaft: 57'700

1966 sassen Rollin King, ein Unternehmer aus Texas, und sein Anwalt Herb Kelleher in einer Bar und tranken Bier. Der Legende zufolge kam ihnen damals eine Idee, die den Luftverkehr revolutionieren sollte: Eine Airline, deren Flugzeuge immer voll besetzt wären, könnte ihre Tickets für die Hälfte des Preises verkaufen. Im Jahr 1971, als die Southwest Airlines in den Dienst ging, hatte sie bereits alles, was später den Erfolg von Ryanair und EasyJet in Europa ausmachen sollte: niedrige Preise, eine maximale Auslastung der Maschinen und zahlungspflichtige Extras ohne Ende. Auch wenn Southwest seit der Gründung turbulente Phasen durchmachte, hat sie immer schwarze Zahlen geschrieben. Das Geschäftsjahr 2017 schloss das Unternehmen zum 45. Mal mit Gewinn ab, diesmal in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar. Ein sicherer Wert, für den die meisten Analysten eine Kaufempfehlung aussprechen.

 
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