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Die wichtigsten Profiteure

Kurzfristig kommt der 5G-Ausbau vor allem Telekommunikationsausrüstern und Chipherstellern zugute.
Wir stellen die sieben wichtigsten vor.

ATC

Funkmastbetreiber

  • Gründungsjahr: 1995
  • Sitz: Boston (US)
  • Umsatz: USD 7.4 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 5'000

Langsam, aber stetig ist der Aktienkurs der American Tower Corporation (ATC) seit 2002 immer weiter gestiegen, von 1,5 Dollar im September 2002 auf inzwischen mehr als 200 Dollar. Und die Hausse dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Aus technischen Gründen benötigt der 5G-Standard nämlich viel mehr Funkmasten als 4G. Und ATC ist der weltweit führende Anbieter für Sendestandorte. Konkret heisst das: Das Unternehmen baut Funkmasten, die es anschliessend an Betreiber vermietet, die dort ihre Antennen installieren. Das US-Unternehmen hat heute mehr als 170’000 Sendestandorte in 17 Ländern, davon allein 41’000 in den USA. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt, den bereits gut bewerteten Titel zu halten.

Broadcom

Experte für Bandpassfilter

  • Gründungsjahr: 1961
  • Sitz: San José (US)
  • Umsatz: USD 20.5 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 15'000

Broadcom kann sich die Hände reiben. Mit der Einführung des 5G-Standards scheint der Erfolg seiner Produkte gesichert. Das US-Unternehmen stellt vor allem Bandpassfilter für Smartphones her, die das richtige Frequenzband auswählen sollen. Die Komponenten spielen heute eine immer wichtigere Rolle. Denn während ein aktuelles 4G-Telefon rund 40 Frequenzbänder abdeckt, dürfte sich diese Zahl mit dem Umstieg auf 5G verdoppeln.

Ergebnis: Der Weltmarkt für die Filter, der 2017 ein Volumen von 8 Mrd. Dollar hatte, soll dem Marktforschungsunternehmen Yole Développement zufolge bis 2023 auf 22,5 Mrd. Dollar anwachsen. Apple-Zulieferer und Weltmarktführer Broadcom dürfte davon besonders stark profitieren. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt zwar den Kauf des Titels, das Unternehmen sieht sich aber einer wachsenden Konkurrenz durch Qualcomm, Qorvo, Skyworks Solutions und Murata ausgesetzt.

Cellnex

Europas Nummer eins für Sendemasten

  • Gründungsjahr: 2015
  • Sitz: Barcelona (ES)
  • Umsatz: EUR 898 MIO.
  • Belegschaft: 1'400

Die Nachricht kam Anfang Mai. Nach Sunrise gibt ein weiterer Schweizer Anbieter den Betrieb seiner Telekommunikationsantennen an Cellnex ab. Salt verkaufte dem Unternehmen seine 2’800 Antennen für 700 Mio. Euro. Der spanische Spezialist für den Betrieb von Sendemasten festigt damit seine Position als europäischer Marktführer.

Das Unternehmen besitzt inzwischen 45’000 Masten in sechs europäischen Ländern (Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Niederlande und Grossbritannien). 2014 waren es noch 7’000. Zum Vergleich: Konkurrent ATC (American Tower Corporation) hat weltweit zwar 170’000 Funkmasten, aber nur 4’500 in Europa. Die meisten Analysten empfehlen den Kauf der Cellnex-Aktie.

Ericsson

Schwedisches Comeback

  • Gründungsjahr: 1876
  • Sitz: Stockholm (SE)
  • Umsatz: SEK 210.8 MRD.
  • Belegschaft: 95'400

Die Ericsson-Mitarbeiter hätten sich ein Glas Aquavit redlich verdient. Nach einem langen Durchhänger und einer schwierigen Umstrukturierung ist der schwedische Telekommunikationsausrüster endlich wieder auf Erfolgskurs. Zwischen Januar und März 2019 machte der Konzern 2,4 Mrd. Kronen (230 Mio. Euro) Gewinn.

Eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch Verluste von 725 Mio. Kronen einfuhr. Was das Ergebnis so gesteigert hat, waren Investitionen in die 5G-Technologie von Betreibern wie Swisscom, die Ericsson mit dem Netzausbau in der Schweiz beauftragten. Das schwedische Unternehmen hat es so zum Weltmarktführer für den Ausbau des 5G-Netzes gebracht. Es profitiert direkt von der Entscheidung der USA und anderer Länder gegen die Huawei- Technik auf eigenem Boden. So legte Ericssons Umsatz im US-Markt im ersten Quartal 2019 um 43 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018 zu. Die Mehrheit der Analysten spricht eine «Hold»-Empfehlung aus. Denn der hart umkämpfte Wettbewerb mit Huawei und Nokia im 5G-Markt könnte die Margen drücken.

Nokia

Der finnische Patient

  • Gründungsjahr: 1865
  • Sitz: Espoo (FI)
  • Umsatz: EUR 22.56 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 102'800

Das Unglück der einen ist nicht zwangsläufig das Glück der anderen. Eigentlich war zu erwarten, dass Nokia von der 5G-Einführung und dem Verbot der chinesischen Ausrüster (Huawei und ZTE) durch die USA profitieren und seine Schäfchen ins Trockene bringen würde. Und der finnische Ausrüster steckt in Schwierigkeiten. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen überraschenden Verlust von 59 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 239 Mio. im Vorjahreszeitraum.

Von Reuters befragte Analysten waren von einem Gewinn zwischen 175 und 457 Mio. Euro ausgegangen. Nachdem der frühere Weltmarktführer für Mobiltelefone 2013 seine Telefonsparte an Microsoft abgetreten hatte, richtete er sein Geschäft auf den Markt für Telekommunikationsinfrastruktur neu aus, unter anderem durch die Übernahme von Alcatel-Lucent 2016. Seitdem leidet das Unternehmen unter der rückläufigen Nachfrage nach 4G-Anlagen. Der bevorstehende Wechsel auf die nächste Mobilfunkgeneration sollte ein Neubeginn für Nokia sein, das weltweit bereits mehr als 30 Verträge für die 5G-Technologie, unter anderem mit dem Schweizer Betreiber Salt, abgeschlossen hat.

Doch bislang weiss Konkurrent Ericsson die Huawei-Krise deutlich besser für sich zu nutzen. Die Analysten zeigen sich unverändert zurückhaltend, was die Entwicklung der Nokia-Aktie angeht.

Qorvo

Noch ein Spezialist für Hochfrequenzsysteme

  • Gründungsjahr: 2015
  • Sitz: Greensboro (US)
  • Umsatz: USD 3.09 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 8'600

Anfang April gab der amerikanische Hersteller von Hochfrequenzsystemen für Breitbandkommunikation Qorvo den Kauf von Active-Semi International bekannt. Mit dieser Übernahme will Qorvo vor allem «neue Wachstumschancen im 5G-Bereich erschliessen», wie das Unternehmen verlautbaren liess. Qorvo ist auf drahtlose Netzwerke spezialisiert und produziert Hochfrequenz-Komponenten (Antennen, Bandpassfilter, Verstärker) für WLAN-, 4G- und 5G-Modems, die vorwiegend in Smartphones verbaut sind. Das Unternehmen beliefert auch Apple.

Active-Semi International wiederum stellt Schaltungen für das Leistungsmanagement und Batterieladegeräte her. Die Produkte senken den Energieverbrauch von Smartphones bzw. vernetzten Objekten. Da Energieeffizienz immer wichtiger wird, vor allem für Objekte, die über 5G vernetzt sind, geht Qorvo davon aus, mit dieser Übernahme seine Marktchancen um mehr als drei Mrd. Dollar steigern zu können. Aufgrund der Einführung des 5G-Standards hat Goldman Sachs seine Empfehlung von «Neutral» auf «Kaufen» geändert.

 

Qualcomm

Platzhirsch bei den Modem-Anbietern

  • Gründungsjahr: 1985
  • Sitz: San Diego (US)
  • Umsatz: USD 22.73 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 35'400

Was für ein Triumph! Mitte April legten Apple und Qualcomm ihren jahrelangen Rechtsstreit bei. Die Bedingungen des Waffenstillstands wurden zwar nicht enthüllt, für Qualcomm war es aber zweifelsohne ein Triumph. Der Aktienkurs des Unternehmens kletterte nach der Bekanntgabe um 30 Prozent und ist seitdem nicht wieder gesunken.

Wenn man den Zahlen glaubt, die in der Presse kursieren, hat Apple seinem Lieferanten wohl sechs Mrd. Dollar gezahlt, um die Handelsstreitigkeiten auszuräumen. Doch diese Summe ist erst ein Vorgeschmack auf den Geldregen, der dem Chipfabrikanten bevorsteht. Denn nachdem er zunächst hatte zusehen müssen, wie Apple seine Produkte gegen Intel-Chips austauschte, darf Qualcomm der Firma aus Cupertino jetzt wieder seine Halbleitertechnik verkaufen. Pro Smartphone verdient das Unternehmen dabei zwischen acht und neun Dollar. Auch wenn Apple jetzt erst einmal viel auf den Tisch legen muss, ist es für den Handyhersteller zweifellos die beste Lösung. Denn ohne die Einigung liefe die Marke mit dem Apfellogo Gefahr, das 5G-iPhone nicht vor Ende 2020 auf den Markt bringen zu können, weil Partner Intel auf diesem Gebiet im Rückstand ist.

Qualcomm aber ist nicht nur Marktführer für 4G-Smartphone-Modems und hat dem Marktforschungsinstitut Strategy Analytics zufolge einen Anteil von fast 50 Prozent am Weltmarkt, sondern setzt auch Massstäbe im Bereich der 5G-Chips. Sein neues Modem Snap Dragon X50 wird bereits von ZTE, Oppo, Vivo, OnePlus, aber auch Xiaomi verbaut. Die meisten Analysten empfehlen den Kauf der Aktie.

 
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