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Es geht los mit ersten Angeboten

Versicherung

Auch Rückerstattungen lassen sich automatisieren. Versicherer setzen daher verstärkt auf Blockchain-Portale. Hier ein konkretes Beispiel aus Zürich.

Die Banken haben nicht das Monopol auf die Blockchain. Und die Versicherer könnten sogar die Ersten sein, die die Technologie in industriellem Massstab einsetzen. Mit Zürich als Epizentrum. Denn in den Räumen des Trust Square residiert eine der interessantesten Organisationen dieses Wirtschaftszweigs: die B3i, kurz für Blockchain Insurance Industry Initiative. «Wir wollen im Januar 2019 mit unserem ersten Smart Contract auf Blockchain-Basis auf den Markt gehen», freut sich Paul Meeusen, CEO von B3i.

Um die Bedeutung dieser Neuerung zu verstehen, muss man die Geschichte von B3i kennen: Im Oktober 2016 wurde das Projekt als Konsortium aus 13 Versicherungsgesellschaften, darunter die Allianz, Munich Re, Swiss Re und die Zurich Insurance Group, gegründet, um das Potenzial der Blockchain auszuloten. 2017 wurde der erste Prototyp vorgestellt und von 38 Versicherern getestet, darunter Schwergewichte wie die US-amerikanische AIG. «In den letzten Jahren sind viele Blockchain-Initiativen in ganz unterschiedlichen Branchen entstanden, doch nur wenige haben es geschafft, so viele Unternehmen zusammenzuführen », sagt Paul Meeusen. «Das ist zwar noch keine Erfolgsgarantie, aber die Chancen werden auf diese Weise maximiert.» 2017 entwickelte B3i dann eine Blockchain-Plattform, die einen sicheren und automatisierten Datenaustausch zwischen den Versicherungsgesellschaften ermöglichen soll. «Wir haben den Schwerpunkt auf den B2B-Bereich, insbesondere auf Naturkatas trophen, gelegt. Dieser Sektor eignet sich gut zur Erprobung neuer Modelle, da er sehr wichtig, aber die Datenvolumen doch gering sind», fährt Paul Meeusen fort. Doch welchen Nutzen bringt die Blockchain? «Solche Verträge werden einmal pro Jahr erneuert, allerdings verteilen sich die Daten oft auf mehrere Akteure», erklärt der CEO. «Mit der Blockchain können alle Protagonisten zur gleichen Zeit über dieselben Daten verfügen. Das soll unnötige Reibungen vermeiden und Rückerstattungsfristen für die Kunden verkürzen. Anders gesagt: Es wird für alle nur noch eine Wahrheit geben.»

 

«Es wird für alle Beteiligten nur noch eine Wahrheit geben»

 

Wie gewaltig dieses Unterfangen ist, lässt sich am Beispiel der Terroranschläge vom 11. September 2001 verdeutlichen. Damals dauerte es mehrere Jahre, bis der Rechtsstreit zwischen den sieben Versicherungsgesellschaften, darunter auch die Swiss Re, und Larry Silverstein, dem Pächter des zerstörten World Trade Centers, beigelegt werden konnte. Mit der Blockchain könnten derartige Konflikte künftig vermieden werden.

Zunächst testete B3i die Hyperledger Blockchain-Technologie, doch dann entschied man sich für Corda. Nach einem Jahr erfolgreicher Tests gründete B3i im April 2018 ein eigenes Unternehmen. Es lagen mehrere Optionen auf dem Tisch. «B3i hätte ein Konsortium bleiben oder eine Stiftung werden können. Schliesslich haben wir uns entschieden, ein Unternehmen zu sein, das seinen Erfolg an der Nutzung seiner Plattform bemisst und Einnahmen über Nutzungsgebühren generiert. So können wir die ständige Weiterentwicklung des Netzwerks finanzieren », so Meeusen. Im Januar 2019 wird das Portal in Betrieb gehen. «Zunächst wird die Blockchain-Version parallel zur Papierversion der Verträge existieren. Dann werden wir nach und nach unser Angebot auf andere Geschäftsfelder erweitern, insbesondere auf Rückversicherungen und Lebensversicherungen. Und ich denke, dass die Blockchain-Portale nach und nach auch den Endkunden (B2C) offenstehen werden.»

Axa hat sich mit der Plattform Fizzy für die umgekehrte Vorgehensweise entschieden und testet die Blockchain direkt mit Privatkunden. Wenn ein Klient eine Flugverspätungsversicherung auf Fizzy kauft, wird diese Transaktion in die Blockchain Ethereum geschrieben. Der so geschlossene Smart Contract ist zudem mit den Datenbanken der internationalen Fluggesellschaften verbunden, sodass bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden automatisch eine Entschädigungszahlung veranlasst wird. Damit werden Zwischenstellen überflüssig, und Kostenerstattungen.

 
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