DISCLAIMER

Our systems have detected that you are using a computer with an IP address located in the USA.
If you are currently not located in the USA, please click “Continue” in order to access our Website.

Local restrictions - provision of cross-border services

Swissquote Bank Ltd (“Swissquote”) is a bank licensed in Switzerland under the supervision of the Swiss Financial Market Supervisory Authority (FINMA). Swissquote is not authorized as a bank or broker by any US authority (such as the CFTC or SEC) neither is it authorized to disseminate offering and solicitation materials for offshore sales of securities and investment services, to make financial promotion or conduct investment or banking activity in the USA whatsoever.

This website may however contain information about services and products that may be considered by US authorities as an invitation or inducement to engage in investment activity having an effect in the USA.

By clicking “Continue”, you confirm that you have read and understood this legal information and that you access the website on your own initiative and without any solicitation from Swissquote.

Dieser Flieger stellt alles auf den Kopf

Der A321neo LR ist die Langstreckenvariante der Airbus-Maschine. Sie wurde gerade erst in den Dienst gestellt – und wird den Markt für Transatlantikflüge kräftig aufwirbeln.

Wenn Sie regelmässig mit EasyJet fliegen, haben Sie sicher schon in einem Airbus A321 gesessen. Das sogenannte Single-Aisle-Flugzeug, das also nur einen Mittelgang in der Kabine besitzt, wurde bislang ausschliesslich für Kurzstreckenflüge wie Genf–Barcelona oder Zürich–London eingesetzt. Doch ab jetzt wird alles anders. Die neueste Variante des Fliegers, der A321neo LR (Long Range), ist dank effizienterer Triebwerke in der Lage, 7’400 Kilometer nonstop zu fliegen – eine Distanz, die bisher den deutlich grösseren Twin-Aisle- Maschinen vorbehalten war. Damit ist das Modell für Strecken wie etwa Zürich–New York, Lissabon–Recife, Dubai–Peking, Kuala Lumpur–Tokio oder auch Singapur–Sydney ausgelegt. Eine kleine Revolution. «Der A321 LR wird den Langstreckenmarkt umkrempeln, weil er Verbindungen möglich macht, die bisher noch gar nicht existieren», prognostiziert Xavier Tytelman, Luftfahrtexperte bei der Unternehmensberatung CGI Business Consulting. «Das wird den Luftraum komplett neu ordnen.»

Denn durch die enorme Menge Kraftstoff, die für Langstreckenflüge gebraucht wird, musste man dort bisher grosse Flugzeuge mit 300 bis 400 Sitzplätzen einsetzen. Um Grossflugzeuge rentabel zu betreiben, hatten die Airlines keine andere Wahl, als von Drehkreuzen aus zu starten, also riesigen Flughäfen in grossen Städten, die genügend Passagiere anziehen.

Das Ergebnis: Das Luftverkehrsnetz ähnelt in seinem Aufbau einem Spinnennetz. Single-Aisle-Flugzeuge fliegen von regionalen Flughäfen zu riesigen Drehkreuzen, wo die Passagiere in die Langstreckenflieger umsteigen können. Ein System, das der A321neo LR, der je nach Kabinenkonfiguration zwischen 200 und 240 Plätze hat, auf den Kopf stellen könnte. «Mit der Inbetriebnahme dieses Flugzeugs können neue Langstreckenziele von kleineren Flughäfen aus angeboten werden, die mit Grossflugzeugen niemals rentabel wären», so Jean-Baptiste Nau, Luftfahrtexperte beim Consulting- Büro Wavestone. «Paris–New York kennt man, in Zukunft wird es auch ein Toulouse–New York geben.» Diese Direktflüge sind den Billigfluggesellschaften vorbehalten, die im A321neo LR nun ihre Chance sehen, sich auch auf dem Langstreckenmarkt zu etablieren. Konkret bedeutet das, dass sie nicht mit den traditionellen Branchenriesen auf Strecken wie London–New York konkurrieren müssen, sondern ganz neue Verbindungen wie Boston–Bristol anbieten könnten.

 

«PARIS-NEW YORK KENNT MAN, IN ZUKUNFT WIRD ES AUCH TOULOUSE-NEW YORK GEBEN»

Jean-Baptiste Nau, Luftfahrtexperte beim Consulting-Büro Wavestone

 

Darauf setzt Norwegian, der grösste Langstrecken-Billigflieger in Europa, der 2016 30 A321 LR bestellt hat, um Flüge zwischen Bordeaux und den USA anbieten zu können. Die günstige israelische Fluggesellschaft Arkia, die das erste Exemplar des A321 LR im November 2018 erhalten hat, nutzt ihn, um von Israel aus Ziele in Europa und Asien anzufliegen. Die Gefahr wird inzwischen so ernstgenommen, dass Air France sich auf diese Herausforderung in ihren strategischen Leitlinien bezieht: «Angesichts der Entwicklung von Single-Aisle-Flugzeugen für Langstrecken (...) müssen wir die neuartige Konkurrenz mit grösster Ernsthaftigkeit untersuchen, um entsprechend zu reagieren», schreibt die französische Luftfahrtgesellschaft. Eine Reaktion wird auch von Boeing erwartet. Derzeit besitzt der US-Flugzeugbauer kein Flugzeug, das mit dem A321neo LR konkurrieren könnte. Die Maschinen vom Typ B737 Max 8, von denen eine im Dienst der Lion Air Ende Oktober abstürzte, können nicht so viele Passagiere wie das Airbus-Modell transportieren und haben auch eine geringere Reichweite.

Die Fluggesellschaft Norwegian setzt das Flugzeug auf kürzeren Transatlantikrouten ein, etwa zwischen Dublin und Newburgh im Staat New York.

 

 

 
Live chat