DISCLAIMER

Our systems have detected that you are using a computer with an IP address located in the USA.
If you are currently not located in the USA, please click “Continue” in order to access our Website.

Local restrictions - provision of cross-border services

Swissquote Bank Ltd (“Swissquote”) is a bank licensed in Switzerland under the supervision of the Swiss Financial Market Supervisory Authority (FINMA). Swissquote is not authorized as a bank or broker by any US authority (such as the CFTC or SEC) neither is it authorized to disseminate offering and solicitation materials for offshore sales of securities and investment services, to make financial promotion or conduct investment or banking activity in the USA whatsoever.

This website may however contain information about services and products that may be considered by US authorities as an invitation or inducement to engage in investment activity having an effect in the USA.

By clicking “Continue”, you confirm that you have read and understood this legal information and that you access the website on your own initiative and without any solicitation from Swissquote.

Ausnahmefall Schweiz

Im Gegensatz zu ihren europäischen Nachbarn haben Schweizer Firmen 2020 grosszügige Dividenden gezahlt.

Die Schweiz war das einzige Land in Europa, in dem die Gewinnausschüttungen an Aktionäre zwischen 2019 und 2020 stabil geblieben sind. Damit – so formulieren es die Autoren des Janus Henderson Global Dividend Index – nahm die Schweiz «eine herausragende Stellung in Europa» ein. Wie lässt sich dieser Ausnahmefall erklären? «Die Schweizer Unternehmen sind finanziell sehr solide», antwortet Jérôme Schupp, Analyst bei Prime Partners. «Nur wenige mussten ihre Dividende kürzen, um durch die Krise zu kommen.» Diese Einschätzung teilt auch Eleanor Taylor Jolidon: «Die Dividendenausschüttungen der Schweizer Unternehmen sind ganz einfach ein Zeichen ihrer Qualität», so die Co-Leiterin Schweizer & globale Aktien bei der Union Bancaire Privée (UBP).

Von den 20 am Swiss Market Index (SMI) kotierten Unternehmen, dem Leitindex der Schweizer Börse, entschieden sich nur drei dafür, ihre Dividenden zu reduzieren: Swatch, Alcon und Richemont. Nimmt man alle 214 Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI) in den Blick, so hat sogar nur ein Zehntel der Firmen einen Dividendenstopp verhängt. Zu ihnen gehören der Hörgerätehersteller Sonova, der Medienkonzern TX Group (vormals Tamedia), der Hotel- und Luxusklinikspezialist Aevis Victoria, der Logistiker Kühne+Nagel, die Duty-Free-Boutique-Gruppe Dufry, der Kioskbetreiber Valora oder auch der Spezialist für Aussenwerbung APG/SGA. Die Liste erscheint zwar lang, im Verhältnis zu unseren europäischen Nachbarn ist sie aber sehr kurz. Dort haben rund ein Viertel aller im Euro Stoxx kotierten Unternehmen ihre auf das Geschäftsjahr 2019 bezogenen Dividenden ausgesetzt.

 

Credit Suisse und UBS konnten die geplanten Dividenden in voller Höhe an ihre Aktionäre ausschütten

 

Neben der Qualität Schweizer Firmen gibt es noch andere Gründe für die eidgenössische Resilienz: Vor allem haben die Behörden weniger Druck ausgeübt als in Europa, insbesondere im Bankensektor. So konnten Credit Suisse und UBS die geplanten Dividenden in voller Höhe an ihre Aktionäre ausschütten, obwohl die meisten europäischen Banken nichts erhielten.

Ein weiterer deutlicher Unterschied zwischen der Schweiz und ihren europäischen Nachbarn ist, dass sich an der Schweizer Börse, vor allem im SMI, wenige, wenn nicht gar keine Unternehmen befinden, deren Sektoren von der Pandemie hart getroffen wurden: «Giganten wie die Fluggesellschaft Lufthansa, die Millionen vom deutschen Staat für ihre Rettung erhalten haben, dürfen wegen der erhaltenen Hilfen per Gesetz keine Dividenden ausschütten», erklärt Jérôme Schupp. «Das ist auch hier der Fall, wo die Unternehmen, die vom Bund verbür-gte Covid-19-Überbrückungskredite erhalten haben, keine Ausschüttungen an Aktionäre leisten dürfen, bis sie die Kredite zurückgezahlt haben. In der Schweiz sind das aber vor allem kleine Firmen, die nicht an der Börse kotiert sind. Und keine Grosskonzerne wie die IAG (Eigentümer von British Airways) oder Air France, um nur einmal die Luftfahrtindustrie zu nennen.»

 
Live chat