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Könige des Streams

Der Streaming-Markt wird von einer Handvoll US-Giganten beherrscht.
Darüber hinaus tun sich aber noch weitere Player, vor allem aus Asien, hervor. Ein Überblick.

ALPHABET

Der Nervenkitzel des Cloud-Gamings

  • Gründungsjahr: 2015
  • Sitz: MOUNTAIN VIEW (US)
  • Umsatz: USD 161 MRD. (2019)
  • Belegschaft: 98'771

Google ist nicht gerade ein Neuling, was das Streaming anbelangt. So erinnern wir uns, dass die Firma aus Mountain View bereits 2006 YouTube gekauft hat. Diese weltweit führende Videoplattform ist mit ihren Milliarden Stunden täglicher Videoaufrufe ein wahrer Koloss, der alles in den Schatten stellt. Laut einer Studie von Statista entfielen im März 2019 weltweit 37 Prozent des mobilen Internetverkehrs auf YouTube. Mit anderen Worten: eine gigantische Dominanz. Auch nicht zu vergessen ist der Content-Anbieter Google Play, ein weiteres Schwergewicht der Marke (Filme, Fernsehserien, Musik, Bücher usw.).

Was Google betrifft, wird in den letzten Wochen sehr viel über eine weitaus weniger populäre Plattform viel gesprochen: über Stadia. Google leidet derzeit unter den Auswirkungen des gescheiterten Starts dieses Cloud-Gaming-Service, der im vergangenen November in 14 Ländern lanciert wurde. Auch wenn sich der US-Konzern derzeit weigert, eine offizielle Zahl der Abonnenten zu nennen, so scheint diese jedoch im Vergleich zu den Branchenführern Sony und Microsoft bei Einführung einer neuen Konsole recht überschaubar zu sein. Auf dem Papier sieht das Projekt jedoch vielversprechend aus. Für 9,99 Euro pro Monat ist es möglich, 22 der derzeit beliebtesten Spiele zu streamen («Red Dead Redemption 2», «Destiny 2», «NBA 2K» usw.). Ein Founders’-Edition-Paket enthält einen Controller und eine kleine runde Scheibe namens Chromecast, die über USB an den Fernseher angeschlossen werden kann.

Allerdings steht die Plattform seit ihrem Start im Feuer der Kritik. Die Spielgeschwindigkeit des Systems sei nicht so optimal wie erwartet, insbesondere gelte dies für die WLAN-Verbindung. Und viele Benutzer klagen darüber hinaus über eine mangelnde Weiterentwicklung. Google kündigte an, es sei geplant, die Anzahl der verfügbaren Spiele auf mehr als 120 zu erhöhen, ohne jedoch bislang weitere Details dazu bekannt zu geben.

Sofern diese technischen Schwierigkeiten überwunden werden können, kann das Cloud-Gaming jedoch faszinierende neue Möglichkeiten für Google eröffnen. Die Erfassung der Verhaltensdaten von Stadia-Nutzern könnte nämlich seiner Haupteinnahmequelle zugutekommen: der Werbung. Online‑Spiele könnten Google auch helfen, die Denkweise einer Community besser zu verstehen und mit sozialen Netzwerken gleichzuziehen. Google+ hatte es ja nie geschafft, mit Twitter und Facebook zu konkurrieren.

AMAZON

Prima Prime

  • Gründungsjahr: 1994
  • Sitz: SEATTLE (US)
  • Umsatz: USD 232.9 MRD (2018)
  • Belegschaft: 750'000

26 Jahre nach dem Ende von «Star Trek: The Next Generation» wollte Patrick Stewart eigentlich nie wieder als Captain Jean-Luc Picard das Raumschiff Enterprise steuern. Dennoch ist es Amazon gelungen, den britischen Schauspieler für die Serie Star Trek Picard anzuheuern. Die erste Folge wurde am 24. Januar auf Prime Video ausgestrahlt. Der Marktführer des E-Commerce ist sehr geschickt vorgegangen und in wenigen Jahren zu einem tonangebenden Player im Streaming-Segment geworden.

Wie hat er das bewerkstelligt? Mit Prime. Der Dienst wurde 2005 in den USA eingeführt (in der Schweiz nicht verfügbar) und bot anfangs die schnelle Lieferung der Bestellungen bei dem Cyberhändler im Jahresabonnement. Der Dienst, der heute in den USA 119 Dollar pro Jahr kostet, umfasst nun weitere Leistungen. So haben etwa alle Abonnenten kostenlos Zugriff auf Prime Video und Prime Music. 2018 konnte Prime die symbolische Schwelle von 100 Millionen Nutzern weltweit überschreiten. In seinem Brief an die Aktionäre unterstreicht der CEO von Amazon, Jeff Bezos, dass die Abonnenten vor allem die Serien und Filme auf Prime Video sehen wollen. Diese Begeisterung bindet die Kunden der E‑Commerce‑Plattform.

APPLE

Holt auf

  • Gründungsjahr: 1976
  • Sitz: CUPERTINO (US)
  • Umsatz: USD 265.6 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 137'000

Als Apple im Juni 2019 die Einstellung von iTunes bekannt gab, setzte das Unternehmen ein starkes Signal. Schluss mit dem Download, jetzt wird gestreamt! Drei Apps ersetzen die berühmte Software von Apple: Apple Music, Apple TV+ und Apple Podcasts. iTunes wurde 2001 eingeführt und hat seitdem die Musikindustrie revolutioniert. Aber der Eintritt der Streaming-Spezialisten Pandora (2000), Spotify (2006) oder Deezer (2007) hat der Herrschaft von Apple ein Ende gesetzt. Apple Music hat sich seit dem Markteintritt 2015 zum zweitgrössten Streaming-Player entwickelt und zählt heute 50 Millionen Nutzer. Unbestritten an der Spitze hält sich jedoch Spotify mit 113 Millionen Abonnenten.

Im Bereich des SVOD (Subscription-Video-on-Demand) befindet sich Apple in derselben Lage. Apple TV+ wurde nach Prime Video und Netflix lanciert und ist deshalb im Rückstand. Eigentlich spielt Apple nur im Bereich der Podcasts eine Vorreiterrolle. iTunes führte 2005 einen eigenen Tab dafür ein. Aber das Unternehmen mit Sitz in Cupertino hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und sich damit zufriedengegeben, Podcasts zum Download anzubieten. Mit mehr als 550’000 Podcasts bleibt Apple die Nummer eins des Sektors, dennoch hat Spotify deutlich aufgeholt (500’000 Podcasts).

Im Gegensatz zu den Pure Playern besitzt Apple jedoch einen grossen Vorteil: Streaming bleibt eine Nebenbeschäftigung, die vor allem die Kunden im Ökosystem binden soll. Die Plattform Apple TV+ ist sehr günstig und wird allen Käufern eines iPhone, iPad oder Mac kostenlos angeboten. Die meisten Analysten empfehlen den Kauf der Aktie.

COMCAST

Der europäische Traum

  • Gründungsjahr: 1963
  • Sitz: PHILADELPHIA (US)
  • Umsatz: USD 94.5 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 184'000

Comcast, deren SVOD-Service Peacock erst im Frühjahr 2020 starten wird, träumt von einem internationalen Erfolg wie Netflix. 2018 übernahm die Gruppe den britischen TV-Betreiber Sky. Somit verfügt sie jetzt über eine Streitmacht an beiden Ufern des Atlantiks.

DISCOVERY

Natur pur

  • Gründungsjahr: 1985
  • Sitz: NEW YORK (US)
  • Umsatz: USD 10.533 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 9'000

Die Discovery-Gruppe hat sich vor allem mit Discovery Channel und Animal Planet einen Namen gemacht. Im April 2019 kaufte sie die VOD-Rechte an den Dokumentarfilmen der Division Natural History der BBC (mit Ausnahme von Grossbritannien, Irland und China). Damit kann Discovery 2020 im Nischenmarkt für Naturgeschichte, Reisen und Wissenschaften den SVOD-Service starten.

DISNEY

Goliath der Unterhaltung

  • Gründungsjahr: 1923
  • Sitz: BURBANK (US)
  • Umsatz: USD 69.6 MRD. (2019)
  • Belegschaft: 200'000

«Disney ist ein unglaubliches Unternehmen. Wir bewundern es.» Reed Hastings, ein fairer Wettbewerber, gab seiner Bewunderung unverhohlen Ausdruck, als sein neuer Konkurrent Disney+ im November 2019 an den Start ging: «Ich werde den Service abonnieren, die Sendungen im Angebot sind super», fügte der Netflix-Chef sogar hinzu. Dem Marktführer im SVOD-Segment könnte Disney aber gefährlich werden.

Oft wird nicht beachtet, dass die Mutter von Micky Maus kein Neuling in Sachen Streaming ist. Als Eigentümer von Hulu, ESPN+ und FX+ ist der Konzern bereits ein Player, der in den USA zählt. Die Lancierung von Disney+, dem neuen Stern am Himmel des Disney-Imperiums, ergänzt dieses Angebot mit einem Katalog, der alle Filme aus der Disney-Galaxie umfasst: Marvel, Pixar, Star Wars, National Geographic und sämtliche Filme von Walt Disney seit der Gründung des Studios im Jahr 1923. Alles zusammen zu dem sehr günstigen Preis von 6,99 Dollar pro Monat in den USA, während ein Standard-Abo von Netflix 12,99 Dollar kostet. Disney+ ist also im Vergleich zu Netflix und allen künftigen Mitspielern wie HBO Max und Peacock ein echter Goliath. «Es wird immer mehr Spieler geben», so Clark Spencer, Präsident der Walt Disney Animation Studios, zu einem AFPJournalisten. «Aber mit unserem Katalog und unseren talentierten Autoren können wir uns deutlich von der Konkurrenz abheben.»

Disney will in fünf Jahren weltweit auf 65 bis 90 Millionen Abonnenten kommen. Die Analysten raten zum Kauf der Aktie. Sie rechnen damit, dass Disney sein Ziel noch übertreffen wird. Bernie McTernan bei Rosenblatt Securities schätzt, dass Disney+ bereits im September 2020 mehr als 35 Millionen Abonnenten zählen dürfte. Laut Digital TV Research wird Disney+ bis 2025 insgesamt 100 Millionen Abonnenten und Netflix 236 Millionen haben.

FACEBOOK

Der blaue Player

  • Gründungsjahr: 2004
  • Sitz: MENLO PARK (US)
  • Umsatz: USD 55.838 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 43'000

Ende 2019 gab Facebook die Übernahme der spanischen Cloud‑Gaming‑Plattform PlayGiga bekannt. Nichts deutet darauf hin, dass diese Akquisition den Start eines Gaming‑Streaming‑Dienstes ankündigt, aber es würde Sinn machen. Das Netzwerk von Mark Zuckerberg besitzt bereits Facebook Gaming, das sich nur schwer in dem von Twitch dominierten Sektor durchsetzen kann.

IHEARTMEDIA

Das Streaming-Radio

  • Gründungsjahr: 1972
  • Sitz: SAN ANTONIO (US)
  • Umsatz: USD 6.33 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 18'300

Der amerikanische Radiokoloss iHeartMedia hat es schwer. 2018 entging das Unternehmen nur knapp dem Konkurs. Seitdem geht es ihm etwas besser. Die Streaming‑Plattform iHeart‑Radio kompiliert die Inhalte der 850 Radiosender der Gruppe sowie hunderter weiterer Sender anderer Mediengruppen.

IQIYI

Das chinesische YouTube

  • Gründungsjahr: 2010
  • Sitz: BEIJING (CN)
  • Umsatz: USD 3.6 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 8'600

iQiyi wurde von Baidu gegründet, der grössten chinesischen Suchmaschine, und gehört mit mehr als 500 Millionen aktiven Nutzern monatlich zu den am besten besuchten Video‑Streaming‑Sites der Welt. 2018 brachte das Unternehmen beim Gang an die Technologiebörse NASDAQ 2,25 Mrd. Dollar auf.

MICROSOFT

Streaming für Gamer

  • Gründungsjahr: 1975
  • Sitz: REDMOND (US)
  • Umsatz: USD 125.8 MRD. (2019)
  • Belegschaft: 148'465

Microsoft, das seit fast 20 Jahren Anbieter von Videospielen ist (die erste Xbox geht bereits auf das Jahr 2001 zurück), macht sich nun daran, sein Angebot mit neuen Cloud-Optionen auszubauen. Die in Redmond ansässige Firma hat im vergangenen Jahr eine Betaversion ihrer Cloud-Gaming-Plattform namens xCloud auf den Markt gebracht, in gewisser Weise das Pendant zu Stadia von Google. Grosser Unterschied jedoch ist das durchaus üppige Spieleangebot für Microsoft-User. Der Dienst soll ab diesem Jahr auf PCs sowie auf Android- und iOS-Mobilgeräten verfügbar sein.

Diese Einführung könnte es Microsoft ermöglichen, ein attraktives Ökosystem rund um das Cloud-basierte Gaming aufzubauen. Die Amerikaner verfügen mit der Mixer-Plattform über einen Konkurrenten zu Twitch, sodass die User ihre Spiele live übertragen können. Mixer zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass es die Interaktivität zwischen Streamern und ihren Zuschauern betont. Letztere haben die Möglichkeit, direkt in das Geschehen einzugreifen. Laut Stream Hatchet macht Mixer jedoch weniger als 5 Prozent der bisher angesehenen Inhalte aus, im Vergleich zu 70 Prozent bei Twitch. Microsoft hat den Vorteil, dass es sich bei der Bereitstellung der neuen Dienste auf seine leistungsfähige interne Cloud-Computing-Infrastruktur unter dem Namen Azure stützen kann. xCloud betreibt auf dieser Plattform 54 Rechenzentren, die sich auf mehr als 140 Länder verteilen.

NAVER

Ein koreanisches Google

  • Gründungsjahr: 1999
  • Sitz: SEONGNAM (KR)
  • Umsatz: USD 4.75 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 2'800

In Korea liest man Comics nicht mehr auf Papier, sondern auf dem Smartphone. Die Suchmaschine Naver, auch südkoreanisches Google genannt, zählt zu den wichtigsten Playern im Segment der Webtoons. Das Unternehmen hält auch einen SVOD-Dienst namens Naver TV Cast.

NETFLIX

Internationale Unterhaltung

  • Gründungsjahr: 1997
  • Sitz: LOS GATOS (US)
  • Umsatz: USD 20.1 MRD. (2019)
  • Belegschaft: 6'700

Schampus und Luftschlangen: Am 17. Januar hat Netflix im Beisein vieler Prominenter den neuen Geschäftssitz in Paris eröffnet. Reed Hastings, CEO des Unternehmens, reiste höchstpersönlich an, um sich mit der Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo und dem französischen Kulturminister Franck Rieser fotografieren zu lassen. Wenn der Chef sich so stark für die Eröffnung einer kleinen Niederlassung engagiert, dann wohl, weil heute das Wachstum ausserhalb Nordamerikas für den Marktführer des Video‑on‑Demand (VOD) eine wesentliche Bedeutung hat. Denn der Start von Disney+ belastet bereits die Ergebnisse des Unternehmens. Im 4. Quartal 2019 konnte man nur 550’000 neue Abonnenten in den USA und Kanada gewinnen, deutlich weniger als die 1,7 Millionen im Vorjahr.

Deshalb wirft die Firma nun im Ausland ihre Netze aus. Ende 2019 überschritt Netflix erstmals die Schwelle von 100 Millionen Abonnenten ausserhalb der Landesgrenzen, gegenüber 67 Millionen in den USA. Das ist ein Plus von 28 Millionen Kunden in einem Jahr, wovon 14 Millionen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika kommen. Diese Zahlen liegen weit über den Prognosen der Analysten. Entscheidend für diesen Erfolg ist die Tatsache, dass Netflix in allen Ländern, in denen das Unternehmen vertreten ist, vor Ort Inhalte produziert, etwa die Serien «Haus des Geldes» in Spanien, «Dark» in Deutschland, «Atelier» in Japan, «3%»in Brasilien und «Der Pate von Bombay» in Indien. Im November 2019 gab Netflix bekannt, ein Produktionsabkommen mit dem Koreaner CJ ENM geschlossen zu haben, um ihre Strategie verstärkt voranzutreiben. Im Brief an die Aktionäre vom 21. Januar steht, dass «die lokalen Produktionen in vielen Ländern wie Indien, Korea, Japan, der Türkei, Thailand, Schweden und Grossbritannien am beliebtesten waren».

Disney+ und Apple TV+ planen zwar, Netflix auf der ganzen Welt Marktanteile streitig zu machen, aber sie drehen kaum ausserhalb der USA. Nur Amazon hat – in geringerem Mass – diesen Schritt gewagt. Obwohl Netflix mehr Abonnenten im Ausland als in den USA zählt, entfällt doch der Grossteil des Konzernumsatzes auf den Heimatmarkt. Im Schnitt bringt ein amerikanischer Kunde 151 Dollar jährlich ein, während es in Europa nur 124 Dollar sind. Die meisten Analysten raten zum Kauf des Titels oder ihn zu halten, etwa Bernie McTernan bei Rosenblatt Securities, obwohl einige Experten befürchten, dass der Wettbewerb immer heftiger wird.

NVIDIA

Der Gaming-Profi

  • Gründungsjahr: 1993
  • Sitz: SANTA CLARA (US)
  • Umsatz: USD 11.716 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 13'277

Nvidias Cloud-Gaming-Plattform, GeForce NOW, befindet sich seit Jahren in der Beta-Phase, die im Laufe des Jahres 2020 zu einem echten kommerziellen Angebot führen soll. Der Dienst kann unter Windows, Mac und Android-Smartphones genutzt werden, sodass den Gamern Hunderte von Spielen zur Verfügung stehen, die sie von ihrer persönlichen Bibliothek aus aufrufen können.

RAKUTEN

Doppelgänger von Amazon

  • Gründungsjahr: 1997
  • Sitz: TOKYO (JP)
  • Umsatz: USD 10.117 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 17'214

Der japanische E-Commerce-Gigant, der in Europa durch die Übernahme von Price Minister im Jahr 2010 bekannt wurde, folgt dem Beispiel von Amazon und wagt nun auch den Schritt ins Streaming-Geschäft. Sein VOD-Dienst Viki zeichnet sich durch sehr asiatisch geprägte Inhalte aus und findet bei jungen Konsumenten grossen Anklang. Im Oktober 2019 lancierte die Gruppe Rakuten TV in Europa, einen kostenlosen VOD-Dienst, der durch Werbung finanziert wird (AVOD).

REALNETWORKS

Die Wiedergeburt des Erfinders

  • Gründungsjahr: 1994
  • Sitz: SEATTLE (US)
  • Umsatz: USD 69.5 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 534

Eine Industriesaga im Internetzeitalter – so hat sich RealNetworks entwickelt. 1994 gründete Rob Glaser, ein ehemaliger Mitarbeiter von Microsoft, ein Start-up, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Software spezialisierte. Ein Jahr später führte das Unternehmen RealAudio ein – den Grundstein zum Streaming. 2001, als Netflix noch ein DVD-Verleiher war, brachte das Start-up RealOne ein kostenpflichtiges Video-Abonnement heraus – ein Zugang zu Premium-Inhalten von ABC News und CNN.

2003 folgte Rhapsody, das erste Musik-Streaming-Abonnement in den USA. Dank der Lizenzvereinbarungen mit den grossen Musikanbietern umfasste der Katalog 500‘000 Titel. Aber das kostenpflichtige Streaming steckte noch in den Kinderschuhen und das Unternehmen wurde schon bald von YouTube (Google), iTunes (Apple) und Windows Media Player (Microsoft) in den Schatten gestellt. Es folgte eine lange Durststrecke. 2012 übernahm die Tochtergesellschaft Rhapsody die Musik-Streaming-Plattform Napster. Statt sich mit Spotify zu messen, verlieh Rhapsody Napster eine neue Ausrichtung und konzentrierte sich auf den Vertrieb der Technologie als White-Label-Produkt. Ihre Infrastruktur bildete die Grundlage für Streaming-Dienste wie iHeartRadio. Die Kehrtwende zahlte sich aus, denn seit 2018 schreibt Rhapsody Gewinne. Genügt das, um die Firma Real‑Networks, die 84 Prozent von Rhapsody hält, wieder zum Laufen zu bringen? Die Börsenkapitalisierung schmolz 2019 dahin auf nun 50 Mio. Dollar. Auf dem Zenit der Internetblase waren es noch 3 Mrd. Dollar.

ROKU

Das neue Fernsehen

  • Gründungsjahr: 2002
  • Sitz: LOS GATOS (US)
  • Umsatz: USD 743 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 1'100

Roku ist zwar in Europa noch kaum bekannt, hat sich in den USA jedoch einen sichtbaren Platz in einem Sektor errungen, in dem Giganten wie Google und Apple tätig sind. Welches Ziel verfolgt das Unternehmen? Es will seinen Kunden ermöglichen, mit einer Box ganz einfach ein breites Spektrum von Webinhalten auf einem Fernseher anzusehen. Dank Partnerschaften mit Streaming‑Unternehmen wie Netflix oder Hulu können die Nutzer von einem Anbieter zum anderen springen, als ob es verschiedene Fernsehsender wären.

Angesichts der Zunahme der SVOD-Plattformen erwarten die Analysten, dass die Konsumenten immer öfter mehrere Dienste abonnieren werden. Diese Entwicklung dürfte Roku zugutekommen. Die Analysten, von denen die meisten den Kauf der Aktie empfehlen, sind der Ansicht, dass der Umsatz des Unternehmens von 743 Mio. Dollar im Jahr 2018 auf 1,6 Mrd. Dollar im Jahr 2020 steigen könnte.

SIRIUS XM

Das amerikanische Webradio

  • Gründungsjahr: 2008
  • Sitz: NEW YORK (US)
  • Umsatz: USD 5.8 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 2'500

Wer erinnert sich noch an Pandora? Die Plattform startete im Jahr 2000 als Vorreiter des Musik-Streamings. Das Programm des Webradios passte sich dem Geschmack der Zuhörer an. Der Erfolg von Spotify stürzte Pandora jedoch in die roten Zahlen. Im September 2018 beschloss der führende Satellitenradio-Betreiber in den USA, das Unternehmen für 3,5 Mrd. Dollar zu erwerben. Sirius verwandelt sich seitdem in einen Streaming-Anbieter.

SONY

Pionier des Cloud-Gamings

  • Gründungsjahr: 1946
  • Sitz: MINATO (JP)
  • Umsatz: USD 77.991 MRD. (2019)
  • Belegschaft: 114'400

Der Erfinder der PlayStation war einer der ersten, die das Konzept des Cloud-Gamings einführten. Die 2017 offiziell an den Start gegangene PlayStation Now ermöglicht es den Besitzern von PC und Playstation 4, Spiele aus dem Sony-Katalog zu streamen, ohne sie installieren zu müssen.

SPOTIFY

Unbestrittener Marktführer

  • Gründungsjahr: 2006
  • Sitz: STOCKHOLM (SE)
  • Umsatz: EUR 5.259 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 3'500

Mit 113 Millionen kostenpflichtigen Abonnements, also einem Plus von 31 Prozent im Jahresvergleich, ist Spotify der weltweit führende Anbieter im Segment des Musik-Streamings, weit vor Apple Music (60 Millionen Nutzer) und Amazon Music (55 Millionen). Das schwedische Unternehmen kann seine Verluste jedoch nicht so wie die Konkurrenz hinter anderen Geschäftsbereichen verstecken. Obwohl die Firma die Rentabilität deutlich verbesserte, verlor sie 2018 noch 78 Mio. Euro.

TENCENT MUSIC

Der chinesische Titan

  • Gründungsjahr: 2016
  • Sitz: SHENZHEN (CN)
  • Umsatz: USD 2.76 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 2'400

Tencent Music ist seit 2018 an der New Yorker Börse kotiert und hält die drei grössten chinesischen Musik-Streaming-Dienste: QQ Music, Kugou und Kuwo. Obwohl QQ Music immer mehr Nutzer anzieht, stützt sich das Wachstum von Tencent Music vor allem auf Unterhaltung wie die Karaoke-Plattform WeSing oder die Apps Kugou Live und Kuwo Live, mit denen man Konzerte und Sendungen live ansehen kann.

THE TRADE DESK

Der Werbefachmann

  • Gründungsjahr: 2009
  • Sitz: VENTURA (US)
  • Umsatz: USD 477 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 1'200

Das Unternehmen stellt eine Plattform bereit, auf der Käufer von Werbung ihre digitalen Kampagnen auf vielen verschiedenen Geräten verwalten können. Den Analysten zufolge dürfte der Erfolg des VOD die Entwicklung von The Trade Desk begünstigen.

VIACOMCBS

Der Neue Riese

  • Gründungsjahr: 2019
  • Sitz: MANHATTAN, NEW YORK (US)

Im Dezember 2019 sind Viacom und das CBS-Netzwerk zu ViacomCBS fusioniert. Laut UBS-Analysten erlaubt dieser Zusammenschluss den beiden VOD-Diensten CBS All Access und Pluto TV, sich mit Netflix und Disney zu messen. Denn die neue Gruppe verfügt über ein Budget von 13 Mrd. Dollar für Inhalte, während sich Netflix 2019 mit 15 Mrd. Dollar begnügen musste. ViacomCBS besitzt mit 140’000 Sendungen, zu denen die Serien «CSI», «Criminal Minds» und «Big Bang Theory» zählen, einen der umfangreichsten Kataloge.

WWE

Der Online-Catcher

  • Gründungsjahr: 1952
  • Sitz: STAMFORD (US)
  • Umsatz: USD 930.2 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 800

Als Veranstalter von Unterhaltungsevents, hauptsächlich Catch, besitzt World Wrestling Entertainment seinen eigenen Streaming‑Dienst: WWE Network. Diese Plattform verzeichnete 2019 jedoch einen Rückgang der Abonnentenzahl. Auch der Aktienkurs der Gruppe wurde in Mitleidenschaft gezogen.

 
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