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Hier kommt Stimmung auf

Das Alkoholgeschäft ist fest in den Händen einer Handvoll vorwiegend europäischer
Multis, die den Weltmarkt beherrschen. Nur wenige Aussenseiter stechen heraus. Ein Überblick.

ABINBEV

Bier fliesst in Strömen

  • Gründungsjahr: 2008
  • Sitz: LÖWEN (BE)
  • Umsatz: USD 54.62 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 175'000

Es ist wirklich gut gelaufen. Am 24. September gab der belgisch‑brasilianische Brauereigigant Anheuser‑Busch InBev (AB InBev) bekannt, mit dem Börsengang seiner Asien-Tochter 5 Mrd. Dollar erlöst zu haben, deren Bewertung damit bei 45,6 Mrd. Dollar liegt. Mit dem Kapital aus dem IPO – dem zweitgrössten des Jahres nach dem von Uber – kann das Unternehmen seine horrende Schuldenlast verringern, die 2018 bei mehr als 100 Mrd. Dollar lag.

Seit der Übernahme von SABMiller 2016 für 100 Mrd. Dollar ist AB InBev auf Entschuldungskurs, was sich auf die Ergebnisse niederschlägt. Im Geschäftsjahr 2018 ging der Reingewinn des Budweiser-Eigentümers im Vergleich zu 2017 um fast 15 Prozent auf 6,7 Mrd. Dollar zurück. Doch das Unternehmen aus Löwen, das 2018 insgesamt 567 Millionen Hektoliter Bier verkaufen konnte, steht auf soliden Füssen.

Die Topmarken Budweiser, Stella Artois und Corona legten 2018 um 9 Prozent zu. Ausserdem ist der Bierbrauer, der schneller als die Konkurrenten Heineken und Carlsberg auf das Craft‑Phänomen reagiert hat, jetzt klug genug, auf den alkoholfreien Trend zu setzen. Im letzten Jahr erweiterte AB InBev seine globale Palette an Bieren mit wenig Alkohol (unter 3,5 Prozent) bzw. ohne Alkohol um zwölf neue Produkte. Der Branchenriese geht davon aus, dass das Marktsegment bis 2025 von derzeit 8 auf 20 Prozent Umsatzanteil klettern wird.

ADVINI

Terroirwein

  • Gründungsjahr: 1981
  • Sitz: SAINT-FÉLIX-DE-LODEZ (FR)
  • Umsatz: EUR 257,2 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 300

Mit der Bewirtschaftung von 2’300 Hektar Weinbaufläche ist Advini einer der wenigen Pure Player unter den börsenkotierten Weinproduzenten. Das Unternehmen ist unter Analysten zwar nicht beliebt, kann aber mit einem Umsatz von 257,1 Mio. Euro im Jahr 2018, einem Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ein gutes Ergebnis vorweisen. Die positive Entwicklung setzt sich auch 2019 fort: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 130,5 Mio. Euro.

BOSTON BEER

die Nummer zwei bei Hard Seltzer

  • Gründungsjahr: 1984
  • Sitz: BOSTON (US)
  • Umsatz: USD 995 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 1'500

Die Zukunftsaussichten der für ihre Craft‑Biere bekannten Brauerei aus Boston sind rosig. Denn sie dürfte vom schwindelerregenden Wachstum des Hard‑Seltzer‑Absatzes (alkoholhaltiges Mineralwasser) in den USA profitieren. Mit Tochter Truly ist Boston Beer die Nummer zwei in diesem Segment, hinter White Claw, das nicht an der Börse kotiert ist. In diesem Jahr explodierte der Absatz der Hard Seltzer um stattliche 200 Prozent. Die Aktie von Boston Beer dagegen kletterte «nur» um 45 Prozent. Eine Differenz, die Guggenheim Securities Ende September dazu veranlasste, die eigene Kaufempfehlung noch einmal zu bekräftigen. Der Investmentbank zufolge dürfte der Hard‑Seltzer‑Verkauf der Marke Truly 2019 um 160 Prozent und 2020 um weitere 85 Prozent steigen.

BROWN-FORMAN

Der Tennessee-Whiskey

  • Gründungsjahr: 1870
  • Sitz: LOUISVILLE (US)
  • Umsatz: USD 3,324 MRD. (2018/2019)
  • Belegschaft: 4'500

Als Donald Trump die Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte beschloss, reagierten sowohl Europa als auch China mit Sanktionen für amerikanischen Whiskey. Schlechte Nachrichten für Brown‑Forman, der mit seiner Marke Jack Daniel’s zu den grössten Produzenten der USA zählt. Trotz dieser widrigen Umstände erreichte die Aktie Rekordniveau, die Analysten empfehlen, den Titel zu halten.

CAMPARI

Triumphzug des Aperol Spritz

  • Gründungsjahr: 1860
  • Sitz: MAILAND (IT)
  • Umsatz: EUR 1,7 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 4'000

Eine Erfolgsgeschichte! Von diesem Marketing kann man noch etwas lernen. Als Campari 2003 die Marke Aperol übernahm, sah alles nach einer Fehlentscheidung aus. Der Aperol Spritz – ein Mixgetränk, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts existierte – hatte zu dieser Zeit ein reichlich angestaubtes Image und wurde praktisch nur in Venedig und Umgebung getrunken. Nichts liess erahnen, dass er es jemals über die Grenzen Norditaliens schaffen würde.

«Damals wurde Aperol Spritz in schlichten kleinen Gläsern serviert», erinnert sich Andrea Neri, Geschäftsführer der Sparte Italian Icons der Campari Group, in einem Interview mit der Tageszeitung «Les Échos». «Dann hatten wir die Idee, ihn in grossen Weingläsern zu servieren, weil die Kunden sich «leichtere» Getränke wünschten, mit weniger Alkohol, aber genauso schön präsentiert wie richtige Cocktails.» Es sollte der Anfang eines beispiellosen Hypes werden. Innerhalb weniger Jahre wurde das orangefarbene Getränk, mit dem sich sogar Madonna und Halle Berry ablichten liessen, zu dem Trend‑Cocktail schlechthin, dem Star aller Sommerterrassen. Der weltweite Absatz des Aperitifs, der von der «New York Times» zum «Sommergetränk 2018» gekürt wurde, stieg um 28 Prozent. Und ein Ende ist nicht abzusehen: «In Nordamerika ist Aperol Spritz noch nicht so bekannt wie in Europa», so Moshmi Kamdar, Analyst bei der Union Bancaire Privée. «Entsprechend gross ist das Wachstumspotenzial.»

Doch Campari ruht sich auf dem Erfolg seines Spitzenprodukts nicht aus und setzt auf Diversifizierung. Das Unternehmen hat insgesamt rund 50 Marken im Angebot, darunter den Wodka Skyy, den Whiskey Kentucky Wild Turkey und den Cognac Bisquit. Anfang September kündigte der Mailänder Konzern an, für 60 Mio. Euro das französische Unternehmen Rhumantilles kaufen zu wollen, dem die Rum‑Marken Trois Rivières, La Mauny und Duquesne aus Martinique gehören. Mit der Übernahme, die Ende 2019 abgeschlossen sein wird, stärkt der Konzern sein Rum‑Geschäft, das bislang nicht zu seinen Spezialgebieten zählte. Die Mehrheit der Analysten hält das für die richtige Strategie und empfiehlt, den bereits gut bewerteten Titel zu halten, der in den letzten fünf Jahren um fast 190 Prozent zulegte.

CARLSBERG

Die Nummer drei beim Gerstensaft

  • Gründungsjahr: 1847
  • Sitz: KOPENHAGEN (DK)
  • Umsatz: DKK 62,5 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 40'000

Carlsberg konnte in der ersten Jahreshälfte 2019 ein solides Ergebnis vorweisen: Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 32,990 Mrd. dänische Kronen (4,8 Mrd. Franken). Dies hat die Brauerei allerdings nicht dem Bier zu verdanken, das seinen Namen trägt. Dessen Absatz ging im selben Zeitraum um 3 Prozent zurück. Es sind die Craft‑Biere mit einem Plus von 17 bzw. 16 Prozent und die alkoholfreien Sorten, die für ein Umsatz‑Plus sorgen.

CONSTELLATION

die Wette auf Cannabis

  • Gründungsjahr: 1945
  • Sitz: NEW YORK (US)
  • Umsatz: USD 7,6 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 9'000

«Alle Akteure der Alkoholindustrie haben die Entwicklung des Cannabis‑Markts im Blick», erklärt Virginie Roumage, Analystin Food & Beverages bei Bryan, Garnier & Co. Und: «Im Augenblick warten sie noch ab, schliessen aber nicht aus, mit einzusteigen.» Erst ein US‑Unternehmen hat bereits den ersten Schritt in den Marihuana‑Sektor gewagt. 2017 kaufte sich Constellation Brands, Vermarkter des Corona‑Biers in den USA, für 191 Mio. Dollar mit 9,9 Prozent beim kanadischen Cannabis‑Produzenten Canopy Growth ein – eine Beteiligung, die inzwischen auf 38 Prozent angewachsen ist. Ziel ist es, irgendwann einmal Getränke mit Cannabis‑Gehalt zu entwickeln. Zwei Jahre später hat die Investition noch keine Früchte getragen. «Wir glauben weiterhin an das langfristige Potenzial des Cannabis‑Markts, auch wenn wir mit den letzten Ergebnissen, die Canopy veröffentlicht hat, nicht zufrieden sind», erklärte Bill Newlands, CEO von Constellation Brands, im Juni. Denn Canopy Growth verzeichnete im zweiten Quartal einen Rekordverlust von 1,281 Mrd. kanadischen Dollar. Im Vorjahreszeitraum belief sich das Defizit auf 91 Mio. Die schlechten Ergebnisse, die mit Investitionen in Produktion und Marketing zusammenhängen, haben sich auch auf Constellation Brands ausgewirkt. Der Konzern schrieb im ersten Quartal des Geschäftsjahres 245,4 Mio. Dollar Verlust. Der Cannabis‑Markt floriert zwar nicht so wie prognostiziert, dafür könnte das Segment der alkoholversetzten Mineralwasser Constellation retten. Im März 2019 brachte das Unternehmen in den USA das Corona Refresca mit drei Sorten heraus: Coconut Lime, Guava Lime und Passionfruit Lime. Mit den tropischen Geschmacksrichtungen dürfte das Hard Seltzer beim jungen Zielpublikum gut ankommen. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt den Kauf der Constellation‑Brands‑Aktie und geht davon aus, dass Cannabis nach und nach in den meisten Ländern legalisiert werden wird.

DIAGEO

britische Dominanz

  • Gründungsjahr: 1997
  • Sitz: LONDON (GB)
  • Umsatz: GBP 12,163 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 30'000

Es war ein echter Marketing-Coup, der Gesundheitsexperten nicht gerade glücklich machte: Im April dieses Jahres brachte Diageo eine limitierte Edition seines Johnnie-Walker-Whiskeys in den Farben der Erfolgsserie «Game of Thrones» auf den Markt. Das unausgesprochene Ziel des Unternehmens: Man will die meist jungen Fans der Serienwelt von George R. R. Martin gewinnen. Ein voller Erfolg! Wie man den Zahlen entnehmen kann, die im Juli veröffentlicht wurden, stieg der Johnnie-Walker-Absatz innerhalb eines Jahres um 7 Prozent.

Doch der Weltmarktführer für Spirituosen, noch vor Pernod Ricard, hätte auch ohne diese Aktion solide Ergebnisse vorzuweisen gehabt. Dem britischen Konzern gehören neben Wodka Smirnoff die Biermarke Guinness und die Whiskey-Marken Lagavulin, Talisker und Caol Ila. Im Geschäftsjahr 2018/2019, das im Juni zu Ende ging, stieg der Reingewinn um 4,6 Prozent auf 3,16 Mrd. Pfund. Dieses Ergebnis wird vor allem von der Dynamik der Tequila- (+29 Prozent) und der Gin-Sparte (+22 Prozent) befeuert. Nächste gute Neuigkeit: Das in den letzten Jahren rückläufige Wodka-Geschäft legte wieder zu (+2 Prozent), beim Guinness hingegen blieb alles beim Alten (+2 Prozent). Die Analysten sind geteilter Meinung, was die Aktie angeht. Eine knappe Mehrheit empfiehlt, Diageo-Titel zu kaufen. Die anderen wiederum raten dazu, die Aktie zu halten, die nach einem Plus von 80 Prozent in den vergangenen fünf Jahren bereits sehr gut bewertet ist.

FEVER-TREE

der Gin-Veredler

  • Gründungsjahr: 2004
  • Sitz: LONDON (UK)
  • Umsatz: GBP 237,4 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 135

Verbraucher, die Premium‑Spirituosen für Cocktails kaufen, wollen sie auch mit entsprechend hochwertigen Produkten mixen. Das 2004 gegründete britische Unternehmen Fever‑Tree ist das erste, das diese Nachfrage verstanden und eine Reihe hochwertiger Tonic Water auf den Markt gebracht hat. Vor allem die «Mixer», die das Unternehmen herstellt, eine Art Luxusvariante der Schweppes‑Limonaden, profitieren vom Comeback des Gin Tonic. Laut Euromonitor International kletterte der Marktanteil von Fever‑Tree in diesem Segment in Grossbritannien 2018 auf ganze 12,6 Prozent, 2014 hatte er noch 1,6 Prozent betragen. Im selben Jahr schrumpfte der von Coca‑Cola, Eigentümer der Marke Schweppes, von 34,8 auf 23,4 Prozent.

Das Ergebnis: Seit dem Börsengang 2014 hat die Fever‑Tree‑Aktie um fast 1'400 Prozent an Wert zugelegt. Und möglicherweise war das noch nicht alles. 2018 sind die Gewinne von Fever‑Tree nochmals um 34 Prozent gestiegen. Das Unternehmen ist zwar stark vom Erfolg des Gin Tonic abhängig, da es mit seinem Tonic Water fast 80 Prozent des Umsatzes macht. Es hat aber auch andere Mixer im Angebot, wie Ginger Ale, Ginger Beer und Bitter Lemon. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt den Kauf der Aktie.

HEINEKEN

Grüner Stern am Bierhimmel

  • Gründungsjahr: 1864
  • Sitz: AMSTERDAM (NL)
  • Umsatz: EUR 22,5 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 80'000

Bei der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für 2018 sprach der Bierbrauer davon, die «beste Performance seit über einem Jahrzehnt» hingelegt zu haben. Dieser Erfolg liegt vor allem am alkoholfreien Heineken 0.0.

HITEJINRO

Phänomen Reisschnaps

  • Gründungsjahr: 1924
  • Sitz: SEOUL (KR)
  • Umsatz: KRW 1’890 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 3'000

Ausserhalb Koreas ist Soju kaum bekannt. Und doch gehört der Reisschnaps zu den meistverkauften Spirituosen der Welt, weit vor Wodka oder Whiskey. Denn die Koreaner trinken sehr viel Soju. 2017 verkaufte die Topmarke Jinro fast 700 Millionen Liter des Getränks, das weniger als drei Euro die Flasche kostet.

KIRIN

Brauer aus Japan

  • Gründungsjahr: 1885
  • Sitz: TOKYO (JP)
  • Umsatz: JPY 1’900 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 30'000

Die Rugby‑Weltmeisterschaft in diesem Herbst dürfte der Kirin‑Brauerei ordentlich Umsatz bescheren. Das japanische Unternehmen ist Partner von Heineken (offizieller Sponsor des Wettbewerbs) und rechnet mit einer Produktionssteigerung von 80 Prozent im Monat September. Kirin, Asahi, Sapporo und Suntory gehören zu den am häufigsten getrunkenen Bieren Japans.

LANSON

warten auf Weihnachten

  • Gründungsjahr: 1991
  • Sitz: REIMS (FR)
  • Umsatz: EUR 277 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 150

Lanson BBC, drittgrösster Champagner‑Produzent nach LVMH und Vranken‑Pommery Monopole, verzeichnete 2018 ein Umsatzwachstum von 6,1 Prozent im Vergleich zu 2017. Mit einem Rückgang der Einkünfte um 9,9 Prozent im ersten Halbjahr fing 2019 nicht so gut an. Da jedoch 50 Prozent des Umsatzes an den Feiertagen am Jahresende gemacht wird, rechnet Lanson BBC damit, den Verlust im Dezember noch wettzumachen.

LAURENT PERRIER

Wechseln Sie in das Premium-Segment

  • Gründungsjahr: 1812
  • Sitz: TOURS-SUR-MARNE (FR)
  • Umsatz: EUR 249,6 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 160

Mit den berühmten Cuvées Grand Siècle und Ultra Brut verfolgt der anerkannte Spezialist für Champagner Laurent Perrier weiter seine Strategie der «Premiumisierung ». Derzeit macht das Unternehmen 40 Prozent seines Umsatzes (249 Mio. Euro im Jahr 2018) mit Premium-Champagner.

MARIE BRIZARD

ein langer Tunnel

  • Gründungsjahr: 1755
  • Sitz: PARIS (FR)
  • Umsatz: EUR 388,9 MIO. (2018)
  • Belegschaft: 2'000

Der Konzern Marie Brizard Wine & Spirits (MBWS), dem auch die Whiskey‑Marke William Peel und der Wodka Sobieski gehören, steckt in der Krise. Nach einem Verlust von 67,3 Mio. Euro im Jahr 2017 schaffte es das Unternehmen mit einem Defizit von 62 Mio. Euro auch 2018 nicht aus den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr 2019 gab es eine leichte Erholung, die Verluste lagen nur noch bei 7,7 Mio. Euro.

MOLSON COORS

US-kanadischer konzern

  • Gründungsjahr: 2005
  • Sitz: DENVER (US)
  • Umsatz: USD 10,8 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 17'000

«Ich habe keinen Zweifel. Hard Seltzer werden sich langfristig durchsetzen.» Gavin Hattersley, CEO der Molson Coors Brewing Company, zeigte sich im Sommer zuversichtlich: Das alkoholhaltige Mineralwasser sei nicht nur eine Modeerscheinung. Und davon will Molson Coors profitieren. Der Konzern, der 2005 aus der Fusion der kanadischen Molson‑Brauerei und der amerikanischen Coors hervorgegangen ist, ging 2018 mit der Marke Henry’s Hard Sparkling Water auf den Markt.

PERNOD RICARD

der Kreative

  • Gründungsjahr: 1975
  • Sitz: PARIS (FR)
  • Umsatz: EUR 9,182 MRD. (2018/2019)
  • Belegschaft: 19'000

2012 sah das US‑Magazin «Forbes» Pernod Ricard beim Ranking der innovativsten Unternehmen an 15. Stelle, noch vor den Tech‑Giganten Google (Platz 24) und Apple (Platz 26). In Frankreich, wo Pernod immer noch hauptsächlich mit seinem als antiquiert geltenden Anisschnaps verbunden wird, lachte man darüber. Und doch sprüht der französische Konzern – die Nummer zwei der Welt im Spirituosengeschäft, hinter der britischen Diageo – geradezu vor Kreativität. Neben der Markteinführung neuer Produkte wie dem Rosé‑Gin Beefeater Pink oder dem Whiskey Jameson Caskmates, der zur Nachreifung in Bierfässern gelagert wird, ging das Unternehmen letztes Jahr eine Kooperation mit dem chinesischen Internetkonzern Tencent ein, dem das soziale Netzwerk WeChat gehört.

Das Ziel: chinesische Millennials als Kunden zu gewinnen. Während der Alkoholabsatz in Europa stagniert bzw. schrumpft, steigt er in Asien kontinuierlich an. Ein Wachstum, von dem Pernod Ricard profitieren möchte, vor allem durch zielgruppenorientierte Marketing‑Kampagnen, die Partner Tencent möglich macht. Die Strategie geht offenbar auf: Im Geschäftsjahr 2018/2019, das im August zu Ende ging, verzeichnete der französische Konzern in China ein Umsatzplus von 21 Prozent, in Indien von 20 Prozent. Der Absatz weltweit stieg dagegen nur um 6 Prozent.

Trotzdem vergisst Pernod Ricard darüber seine Traditionsmärkte nicht. In diesem Jahr kaufte der Konzern still und leise das spanische E‑Commerce‑Unternehmen Bodeboca auf, den Marktführer im spanischen Online‑Weinhandel. Ein Jahr zuvor hatte es bereits die Plattform Uvinum übernommen, einen europäischen Spezialisten für den Spirituosenverkauf über das Internet. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt, den nach einem Kurszuwachs von 78 Prozent in den letzten fünf Jahren bereits gut bewerteten Titel zu halten.

REMY COINTREAU

Gefahr aus Amerika

  • Gründungsjahr: 1724
  • Sitz: COGNAC (FR)
  • Umsatz: EUR 1,21 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 1'800

Der Rémy-Cointreau-Konzern, dem die Ausnahmecognacs Rémy Martin und Louis XIII gehören, profitiert vom Riesenerfolg dieses Angebots, das zu 97,7 Prozent ins Ausland exportiert wird. Allerdings könnten die Drohungen von Donald Trump, Wein und Alkohol aus Frankreich mit Zöllen zu belegen, das Konzernergebnis belasten. Ausgerechnet die USA sind der weltweit grösste Absatzmarkt für Cognac.

THAIBEV

Chang-Bier

  • Gründungsjahr: 2003
  • Sitz: BANGKOK (TH)
  • Umsatz: SGD 10,411 MRD. (2018)
  • Belegschaft: 22'000

Thai Beverage, bekannter unter dem Namen ThaiBev, ist die grösste thailändische Brauerei. Das an der Börse von Singapur kotierte Unternehmen vermarktet hauptsächlich die Biermarken Chang und Archa.

 
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