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Schlacht um das Internet im All

Über sein Starlink-Projekt möchte SpaceX auf der ganzen Erde Breitband-Internet
zur Verfügung stellen. Amazon und OneWeb haben das gleiche Ziel.

 

Zurzeit befinden sich laut der Vereinigung UCS (Union of Concerned Scientists) 2’666 betriebsfähige Satelliten in der Umlaufbahn der Erde. Diese Zahl ist bereits schwindelerregend, doch das ist noch nichts im Vergleich zu dem, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen soll: Im Rahmen seines Starlink-Projekts beabsichtigt SpaceX bis 2025 stolze 12’000 Satelliten im Orbit zu betreiben und in den nachfolgenden Jahren sogar bis zu 42’000! Das Ziel: Man will eine enge Vernetzung des Weltraums schaffen, um die ganze Welt, insbesondere die abgelegensten Regionen der Erde, mit Breitband-Internet via Satelliten zu versorgen.

Derzeit besteht die Starlink-Flotte schon aus mehr als 700 Satelliten im Orbit, was dem Unternehmen zufolge einen derartigen Dienst in den USA und Kanada Ende 2020 erlauben sollte, bevor die Abdeckung 2021 auf den gesamten Planeten ausgeweitet wird. Das «Wall Street Journal » enthüllte ein SpaceX-internes Dokument, demnach die Firma damit rechnet, dass dieses Vorhaben 2025 einen Umsatz von 30 Mrd. Dollar einbringen wird, wobei 10 Mrd. Dollar für die Umsetzung der Konstellation notwendig sind.

 

«Starlink ist die Art von Geschäft, die wir an die Börse bringen können»

Gwynne Shotwell, Präsident von SpaceX

 

Grund genug, um vielen Unternehmen den Mund wässrig zu machen. So kündigte Amazon am 31. Juli 2020 an, man wolle 10 Mrd. Dollar in den Start von 3’236 Satelliten im Rahmen des Kuiper-Projekts investieren, während das britische Unternehmen OneWeb eine Flotte von 5’260 Satelliten plant, von denen sich bereits 74 im Orbit befinden.

Hinter den Kulissen wird gemunkelt, auch Apple habe die Absicht, ins Rennen einzusteigen, während Google eher auf Stratosphärenballons setze. Insgesamt gibt es etwa zehn verschiedene Projekte, darunter auch solche offizieller russischer und chinesischer Organisationen. Warum dieser Hype? Mithilfe des Satelliteninternets könnten diese Unternehmen weltweite Betreiber werden und allein allen Internetanbietern des Planeten Konkurrenz machen. In einem Tweet vom 3. September 2020 meldete SpaceX, dass die ersten Tests seines Systems «eine sehr geringe Latenz und Downloadgeschwindigkeiten von mehr als 100 Mbit/s» gezeigt hätten. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des Jahres 2019 betrug die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit in der Schweiz mit jeglichen Technologien 89 Mbit/s, ein Wert, der sich laut nPerf-Bericht auf 375 Mbit/s erhöht, wenn man nur das Glasfasernetz (FTTH) berück-sichtigt. In den Industrieländern wird Starlink sich also der Konkurrenz traditioneller Anbieter stellen müssen, die eifrig an der Entwicklung des Glaserfaser- und 5G-Netzes arbeiten. In den Entwicklungsländern, in denen die Mehrzahl der 3,7 Milliarden Menschen ohne Internetzugang lebt, ist es fraglich, ob die Einwohner sich diesen Dienst leisten können, für den es kein Gerät gibt, das breiten Massen zur Verfügung stünde. Zudem liebäugelt Starlink bereits mit zahlungskräftigen Kunden. Im Mai 2020 hat die US-Armee mit SpaceX einen Dreijahresvertrag für die Prüfung ihres Satellitennetzwerks abgeschlossen, der sich auf der Bühne der Militäroperationen als äusserst nützlich erweisen könnte. Auch wenn der Börsengang von SpaceX erst in vielen Jahren erfolgen dürfte – Elon Musk wiederholt immer wieder, dass dies nicht der Fall sein wird, bevor regelmässige Starts zum Mars gelungen sind –, so könnte seine Tochterfirma den Schritt doch schon in den kommenden Jahren wagen. «Starlink ist die Art von Geschäft, die wir an die Börse bringen können», habe Gwynne Shotwell, Vorsitzende von SpaceX, im Februar 2020 den Investoren erklärt. Ziel dieses IPO: die Finanzierung zur Eroberung des Roten Planeten.

 
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