Trade War

Wirtschaftliche Ereignisse

Rhetorik vom „Handelskrieg“ wird hitziger

 

Vorbei ist die Zeit, in der man einen globalen „Handelskrieg“ noch für ein wenig wahrscheinliches Ereignis hielt.

In den letzten zwei Monaten haben die Rhetorik und wechselseitig ergriffene Maßnahmen der Einfuhrzollpolitik seitens der USA, Chinas und der EU erheblich zugenommen. Als Reaktion auf Einfuhr-Schutzzölle der USA in Höhe von 100 Mrd. Dollar und Beschränkungen für chinesische Investitionen ergriff China zur Vergeltung Strafmaßnahmen gegen 128 US-Waren.

Mit seiner Erklärung, auf weitere US-Zölle für chinesische Produkte mit Gegenmaßnahmen im „gleichen Verhältnis“ zu reagieren, goss China noch mehr Öl ins Feuer. Die Hoffnungen schwinden, dass anstelle einer hitzigen Schlacht eine Neuverhandlung zwischen den politischen Entscheidungsträgern der USA und Chinas und/oder eine Vermittlung durch die WTO stattfindet. Von der EU gibt es noch keine Reaktion auf den Protektionismus Trumps, abgesehen von der Warnung, dass die EU mit einem eigenen Zoll in Höhe von 25 % auf US-Waren im Wert von 3,5 Mrd. Dollar reagieren werde.

Trotz der von Trump auf Twitter abgegebenen Erklärung, Handelskriege seien „gut und leicht zu gewinnen“, wird sich dieser Konflikt wahrscheinlich nicht ohne Schaden beilegen lassen. Unterbrochene Handelswege bedrohen letztendlich das globale Wachstum. Niedrige Rohstoffpreise sind abhängig von freiem Handel: Wenn dieses Prinzip künstlich aufs Spiel gesetzt wird, verknappt sich das Angebot und die Preise steigen.

Am Devisenmarkt sind Schwellenländer gefährdet, die auf den Handel angewiesen sind.

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